Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 18:13 Ukraine: Russland hat im Juli und August 52 zivile Schiffe angegriffen +++

21.08.2026, 00:01 Uhr

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Infrastrukturministeriums im Juli und in der ersten Augusthälfte 52 zivile Schiffe angegriffen. Darunter befinden sich Schiffe, die Lebensmittel und andere Fracht von oder zu ukrainischen Häfen transportieren, sowie Schiffe, die in den Häfen liegen, teilt das Ministerium auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

+++ 17:37 Russischer S-300-Transporter brennt nach Treffer lichterloh +++

Das ukrainische Verteidigungsministerium zeigt Aufnahmen eines brennenden russischen S-300-Transporters. Die 15. Brigade "Black Forest" soll das Fahrzeug entdeckt und angegriffen haben. Geladene Raketen seien bei dem Treffer detoniert, heißt es aus Kiew. Die Angaben sind nicht unabhängig bestätigt.

+++ 17:02 Tote und Verletzte bei russischer Attacke auf Selenskyjs Heimatstadt +++

Bei russischen Drohnenangriffen sind in der südostukrainischen Großstadt Krywyj Rih mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere 15 Menschen seien verletzt worden, teilt der Militärgouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf der Nachrichtenplattform Telegram mit. Unter anderem wurde der städtischen Militärverwaltung zufolge das größte Einkaufszentrum der Industriestadt angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach etwas später auf X von fünf Toten und mindestens 52 Verletzten. Krywyj Rih ist seine Heimatstadt und liegt rund 350 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Kiew. Die Ukraine wehrt sich seit knapp viereinhalb Jahren gegen die russische Invasion.

+++ 15:48 Ukraine-Koalition berät am Montag - Teilnehmer treffen sich in Kiew +++

Staats- und Regierungschefs der sogenannten Koalition der Willigen werden am Montag über die weitere Unterstützung für die Ukraine beraten. Wie der Élysée-Palast in Paris mitteilt, wird das Treffen im "hybriden Format" stattfinden - also mit einigen Teilnehmern vor Ort und anderen per Video zugeschaltet. Ein EU-Vertreter erklärt, rund zehn Teilnehmer würden für das Treffen nach Kiew reisen, unter ihnen EU-Ratspräsident António Costa. Wie das französische Präsidialamt und die Nato mitteilen, richtet der neue britische Premierminister Andy Burnham das Treffen der sogenannten Koalition der Willigen gemeinsam mit Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron aus. Nach französischen Angaben wird auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilnehmen.

+++ 15:13 Luftraumverletzung? Finnland bestellt russischen Botschafter ein +++

Das finnische Außenministerium hat den russischen Botschafter wegen einer mutmaßlichen Luftraumverletzung durch ein Aufklärungsflugzeug einbestellt. Wie der finnische Grenzschutz am Freitag mitteilte, hat sich die Maschine vom Typ Il-20 am Vortag etwa drei Minuten lang im finnischen Luftraum befunden und ist dabei bis zu 8,7 Kilometer (4,7 Seemeilen) tief eingedrungen. Der Vorfall habe sich im westlichen Finnischen Meerbusen ereignet, eine Voruntersuchung sei eingeleitet worden. Die russische Botschaft in Finnland reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

+++ 14:43 Bundeswehr kennt Fälle desertierter ukrainischer Soldaten +++

Das Bundesverteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben Kenntnis von Fällen ukrainischer Soldaten, die sich bei der Ausbildung in Deutschland abgesetzt haben. Weitere Details dazu werden aber nicht genannt. "Dass sich vereinzelt Angehörige der ukrainischen Streitkräfte während der Ausbildung in Deutschland entfernt haben, ist dem Bundesministerium der Verteidigung bekannt", teilt eine Sprecherin des Ausbildungskommandos ("Special Training Command") in Strausberg bei Berlin auf Nachfrage mit. Die Bundeswehr habe keine Rolle bei der Feststellung ukrainischer Fahnenflüchtiger. Die Sprecherin sprach von "internen Angelegenheiten der ukrainischen Streitkräfte" und verwies auf die dafür zuständigen Stellen der ukrainischen Administration.

+++ 14:17 Dobrindt bestätigt: Bundesanwaltschaft ermittelt zu Waffenfund bei Berlin +++

Im Zusammenhang mit dem Waffenfund in der Nähe von Berlin im vergangenen Jahr ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen einen Tatverdächtigen wegen des Verdachts der Agententätigkeit und der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt von der CSU bestätigt in einer Pressekonferenz entsprechende Presseberichte. Das Bundesamt für Verfassungsschutz gehe davon aus, dass es im Auftrag russischer Geheimdienste angelegt wurde, hatten Norddeutscher Rundfunk, Westdeutscher Rundfunk und "Süddeutsche Zeitung" zudem berichtet. 

+++ 13:59 ISW: Russlands Rüstungsindustrie kann die Abwehr ukrainischer Luftangriffe nicht stemmen +++

Weder der Kreml noch russische Militärblogger scheinen zu glauben, dass Russland bald in der Lage sein wird, ukrainische Luftangriffe vollständig abzufangen. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Dabei beziehen sie sich unter anderem auf Aussagen von prominenten russischen Militärblogger, die über die anhaltenden Probleme der russischen Luftverteidigung schreiben. Diese räumten laut ISW-Analysten im August sogar ein, dass der Kreml unrealistische Erwartungen an die privaten Unternehmen habe. Russische Behörden verlagern die Last der Luftverteidigung zunehmend auf einzelne Unternehmen und regionale Regierungen, um den Auswirkungen ukrainischer Angriffe entgegenzuwirken. Doch all diese Akteure haben große Schwierigkeiten, den ukrainischen Drohnen entgegenzutreten, so die ISW-Analysten. Auch sie gehen weiterhin davon aus, dass Russland seinen wachsenden Bedarf an Luftabwehr durch die eigene Rüstungsproduktion wahrscheinlich nicht angemessen abdecken kann.

+++ 13:34 Russland testet Raketen vor umstrittenen Kurilen-Inseln +++

Russland hat nach eigenen Angaben einen Raketentest vor den Kurilen-Inseln im Pazifik ausgeführt. Während der Übungen seien Ziele, die feindliche Schiffe simulierten, in einer Entfernung von mehr als 300 Kilometern angegriffen worden, erklärt die russische Pazifikflotte. Unklar war zunächst, wann der Test stattgefunden haben soll. Japan, das mehrere Inseln des Archipels für sich beansprucht, teilte am Freitag mit, Protest eingelegt zu haben. "In Antwort auf die Benachrichtigung über den Plan, einen Raketentest durchzuführen, haben wir Protest eingelegt", sagt ein Sprecher der japanischen Regierung der Nachrichtenagentur AFP. Das Kurilen-Archipel erstreckt sich zwischen der russischen Halbinsel Kamtschatka und der japanischen Insel Hokkaido im Pazifik. Das sowjetische Militär hatte die Kurilen 1945 vollständig erobert, seitdem ist russisches Militär dort präsent.

Die Kurilen-InselnRussische und japanische Gebietsansprüche

+++ 13:01 Nato: "Koalition der Willigen" berät am Montag über weitere Ukraine-Hilfen +++

Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU und weitere Staats- und Regierungschefs wollen am Montag über die weitere Unterstützung der Ukraine beraten. Wie die Nato in Brüssel mitteilt, wird Merz das Treffen der "Koalition der Willigen" zusammen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem neuen britischen Premierminister Andy Burnham ausrichten. Wo die Beratungen stattfinden werden, blieb zunächst unklar. Für die Nato werde die stellvertretende Generalsekretärin Radmila Shekerinska per Videoschaltung teilnehmen, teilt das Verteidigungsbündnis mit. Die "Koalition der Willigen" zur Unterstützung der Ukraine hatten Frankreich und Großbritannien auf den Weg gebracht, nachdem sich die USA nach der Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump zunächst von der Ukraine abgewandt hatten. Mittlerweile umfasst die Koalition 37 überwiegend europäische Mitglieder. Zuletzt hatten sich die Staats- und Regierungschefs der Ukraine-Koalition Mitte Juli in Paris getroffen.

+++ 12:33 Ukraine: Mehr als 300 Tankstellen bei russischen Angriffen beschädigt +++

Bei russischen Angriffen sind in der Ukraine in den vergangenen sechs Monaten mehr als 300 Tankstellen beschädigt oder zerstört worden. Dies teilt Energieminister Denys Schmyhal im ukrainischen Parlament mit. "Dies sind natürlich erhebliche Verluste für unsere Wirtschaft", sagt er.

+++ 12:00 Selenskyj meldet mehrere Treffer auf russische Energie- und Militäranlagen +++

Der ukrainische Wolodymyr Selenskyj bestätigt auf den sozialen Medien mehrere Treffer des ukrainischen Militärs auf russische Militär- sowie Energieinfrastruktur: "Letzte Nacht trafen unsere Angriffe eine Ölraffinerie in Perm, mehr als 1.600 Kilometer von der Grenze entfernt, sowie den Militärflugplatz Marinowka in der Region Wolgograd. Auch im Schwarzen Meer gibt es Erfolge", schreibt Selenskyj in einem Post auf X. Zuvor hatte der Gouverneur von Perm Schäden an einer Industrieanlage in der russischen Region bekannt gegeben (siehe Eintrag 11:16).

+++ 11:37 Ukraine schießt 107 von 135 russischer Drohnen binnen einer Nacht ab +++

In der Nacht hat die ukrainische Luftabwehr nach eigenen Angaben 107 russische Drohnen abgeschossen. Das teilt die ukrainische Luftwaffe in den sozialen Medien mit. Demnach hat Russland mindestens 135 Drohnen auf verschiedene Regionen der Ukraine abgefeuert. Rund 30 russische Drohnen oder ihre Trümmerteile schlugen an unterschiedlichen Orten in der Ukraine ein.

+++ 11:16 Russland: Industrieanlage im Ural nach Drohnenangriff beschädigt +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff wird eine Industrieanlage in der russischen Region Perm im Ural beschädigt. Dies teilt Regionalgouverneur Dmitri Machonin mit. Um welche Anlage es sich genau handelt, lässt er offen. In der Region befindet sich jedoch eine große Ölraffinerie, die in den vergangenen Monaten wiederholt angegriffen wurde.

+++ 10:42 Russland meldet neun Festnahmen wegen mutmaßlicher Anschlagspläne +++

In Russland haben die Behörden nach eigenen Angaben neun Verdächtige wegen mutmaßlicher Anschlagspläne im Auftrag ukrainischer Geheimdienste festgenommen. Acht Personen sollen einen Angriff auf ein Rüstungsunternehmen in der Region Moskau geplant haben, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB. Dabei sollten 35 aus der EU geschmuggelte Sprengstoff-Drohnen zum Einsatz kommen. Zudem sei in der nordwestlichen Region Murmansk ein Ausländer festgenommen worden, der Regierungsgebäude und strategische Infrastruktur in Moskau ausgespäht haben soll, meldet die Agentur RIA. Der Mann habe versucht, über die Grenze nach Norwegen zu fliehen. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor. Russland vermeldet regelmäßig die Festnahme mutmaßlicher ukrainischer Agenten.

+++ 10:27 Australische Polizei nimmt russisch-australischen Staatsbürger wegen mutmaßlicher Spionage für Russland fest +++

Die australische Bundespolizei hat einen 27-jährigen, russisch-australischem Staatsbürger in Brisbane festgenommen. Die Behörden in Australien werfen dem Mann Spionage für Russland vor. Die australische Bundespolizei gibt die Vorwürfe bekannt, nachdem sie in der vergangenen Nacht einen Doppelstaatsbürger wegen ausländischer Einmischung angeklagt hatte. Der habe in Russland eine "militärische Ausbildung" erhalten und sei später den ukrainischen Streitkräften beigetreten, sagt die Präsidentin der australischen Bundespolizei, Krissy Barrett. In der Ukraine habe er "Zugang zu Informationen über deren Armeepersonal, Einheiten und Standorte" erlangt. Der mutmaßliche Spion habe "Informationen, die er in der Ukraine erhalten hatte, an Personen weitergegeben oder weiterzugeben versucht, von denen er glaubte, sie handelten im Auftrag russischer Geheimdienste", sagt Barrett. Mutmaßlich habe dieses Verhalten "ein Risiko für die Sicherheit ukrainischer Armeeangehöriger geschaffen". Das Delikt der vorsätzlichen ausländischen Einmischung wird in Australien mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 20 Jahren geahndet.

+++ 10:02 Deutsche Sicherheitsbehörden finden mutmaßlich russisches Waffendepot nahe Berlin +++

Deutsche Sicherheitsbehörden haben in der Nähe von Berlin ein geheimes Waffenlager gefunden. Nach Informationen von NDR, WDR und der "Süddeutschen Zeitung" stießen die Beamten bereits im vergangenen Spätsommer nach einem Tipp auf ein Walddepot mit Handfeuerwaffen. Mittlerweile geht das Bundesamt für Verfassungsschutz davon aus, dass das Lager im Auftrag russischer Geheimdienste angelegt wurde. Der Generalbundesanwalt ermittelt inzwischen wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat in dem Fall. Ein Tatverdächtiger ist in Rumänien festgenommen worden. NDR, WDR und "SZ" zufolge hatten die Beamten einen Hinweis auf das professionell angelegte Depot im brandenburgischen Grenzgebiet zur Bundeshauptstadt Berlin bekommen und dort zwei Faustfeuerwaffen entdeckt. Deutsche Sicherheitsbehörden sind inzwischen davon überzeugt, dass die Waffen für Agenten hinterlegt wurden, die im Auftrag Moskaus hierzulande "kinetische Operationen" durchführen sollten, also etwa Attentate. Schon seit Monaten warnt Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen davor, dass Russland Anschläge auf Personen verüben könnte. Im Visier stehen dabei Rüstungsmanager, Oppositionelle im Exil und Ukraine-Unterstützer.

+++ 09:44 Russland fordert von USA mehr Einflussnahme auf Kiew +++

Russland sieht für ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges, vor allem die USA in der Pflicht. Es sei entscheidend, inwieweit Washington seinen Einfluss auf die Regierung in Kiew und deren europäische Unterstützer geltend mache, erklärt der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow in einem Interview mit dem Medienportal News.ru. Zwar zeigten die USA Bereitschaft zu einem "konstruktiven Dialog", neue Vorschläge zur Konfliktlösung müssten jedoch die "Realitäten vor Ort" widerspiegeln.

+++ 09:13 Ukraine: Russische Drohnen beschädigen Grenzübergang zu Moldau +++

Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Region Odessa ist in der Nacht ein Grenzübergang zu Moldau beschädigt worden. Der Passagier- und Fahrzeugverkehr am Kontrollpunkt Tabaky ist eingestellt und wird auf andere Übergänge umgeleitet, wie der ukrainische Grenzschutz auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Die moldauischen Behörden seien über die Situation informiert.

+++ 08:42 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.474.030 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1390. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem drei Panzer, 57 Artilleriesysteme und 1980 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 12.286 Panzer, 48.318 Artilleriesysteme, 1581 Flugabwehrsysteme und 439 Flugzeuge, 354 Hubschrauber, 472.849 Drohnen, 35 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 08:15 Bundesregierung erwägt Sanktionen gegen Russisches Haus +++

Als Reaktion auf den Drohnenanschlag gegen den Leipziger Flughafen erwägt die Bundesregierung Sanktionen gegen das Russische Haus in Berlin zu verhängen. Nach Informationen des "Spiegels" ist die Kündigung eines Abkommens mit Russland, das den Betrieb des Russischen Hauses regelt, kein Tabu mehr. Der Vertrag über "die Tätigkeit von Kultur- und Informationszentren" stammt noch aus dem Jahr 2011 und regelt den Betrieb des Kulturzentrums an der Berliner Friedrichstraße. Er kann alle fünf Jahre gekündigt werden, das nächste Mal mit Wirkung zum 7. Juni 2027. Auf Nachfrage des "Spiegels" im Auswärtigen Amt, ob erwogen werde, das Abkommen über die Tätigkeit von Kultur- und Informationszentren zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu kündigen, heißt es dort: "Angesichts des russischen Vorgehens gegen deutsche Kulturmittler und Organisationen, sowie vor dem Hintergrund zunehmender hybrider Aktivitäten Russlands, überprüft die Bundesregierung umfassend und kontinuierlich die völkervertragsrechtlichen Grundlagen des Russischen Hauses. Dies gilt auch mit Blick auf das in der Fragestellung genannte Abkommen." Bislang überwogen auf deutscher Seite stets die Argumente gegen eine Kündigung des Abkommens. Da es auch den Betrieb der Goethe-Institute in Moskau und Sankt Petersburg regelt, wird erwartet, dass Moskau im Gegenzug die deutschen Kulturinstitute schließen würde. 

+++ 07:54 ISW: Russen rücken in Sumy und Donezk weiter vor +++

Die russischen Streitkräfte sind kürzlich im Norden der Region Sumy im Nordosten der Ukraine sowie im Südwesten der Bergbaustadt Pokrowsk in der Region Donezk vorgerückt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial des vergangenen Tages.

+++ 07:22 Gouverneur meldet heftige Drohnenangriffe auf Dorf in Charkiw  +++

Die russischen Streitkräfte haben das Dorf Lebyazhe in der Region Charkiw im Osten der Ukraine massiv mit Drohnen angegriffen. Das schreibt der Gouverneur der Region Charkiw, Oleg Synegubow, auf Telegram. Mindestens sechs Drohnenangriffe zählt Synegubow. Infolge der russischen Luftattacken starben mindestens vier Menschen, darunter ein 73-jähriger Mann und eine 66-jährige Frau, schreibt der Gouverneur auf Telegram. Weitere Menschen wurden demnach verletzt. Mehrere Wohnhäuser brannten.

+++ 06:47 ISW: Russland setzt massive Angriffswellen auf die Ukraine fort +++

Russische Streitkräfte starten weiterhin anhaltende Angriffswellen mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Langstrecken-Drohnen auf die Ukraine. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Damit wolle der Kreml die ukrainischen Luftabwehrsysteme überfordern und die ukrainischen Luftabwehrkräfte sowie die Zivilbevölkerung des Landes zermürben, so die ISW-Analysten. Sie gehen davon aus, dass das russische Militär ballistische Raketen und Marschflugkörper hortet, um die Praxis der derart andauernden massiven Luftangriffe auf die Ukraine fortzusetzen.

+++ 06:11 Ukraine meldet massive russische Drohnenangriffe auf Sumy +++

Nachdem eine russische Drohne ein mehrstöckiges Wohnhaus in Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine getroffen hatte, wurden mindestens zwei Menschen verletzt. Das teilt Serhii Kryvosheienko, der Leiter der Militärverwaltung der Stadt Sumy, auf Telegram mit. Die massiven russischen Drohnenangriffe auf Sumy in der Nacht richteten sich laut Kryvosheienko gegen zivile Infrastruktureinrichtungen der Stadt sowie gegen Wohngebiete im Bezirk Kovpakivskyi. An mehreren Orten sind Brände ausgebrochen, so Kryvosheienko. Rettungskräfte seien im Einsatz.

+++ 05:30 Korruptionsvorwürfe: Ukrainische Sense-Bank wird abgewickelt +++

Das ukrainische Finanzministerium hat ein klares Mandat erhalten, den Verkauf der Sense Bank zu beschleunigen. Der Erlös soll zur Finanzierung der ukrainischen Streitkräfte verwendet werden, berichtet Ukrinform. Der ukrainische Premierminister Sergii Koretskyi schreibt demnach auf Facebook, der Prozess müsse so transparent, wettbewerbsfähig und effizient wie möglich sein. Gleichzeitig müsse das Ministerium gemeinsam mit der Nationalbank der Ukraine alle Korruptionsvorwürfe innerhalb des Finanzinstituts klären und eine transparente und effektive Unternehmensführung gewährleisten. Die Entscheidungen folgen auf Durchsuchungen, die das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) am 19. August bei der Sense Bank durchgeführt hat. 

+++ 04:23 Geheimdienst: Student sollte ukrainischen Militärkommandeur ermorden +++

Beamte des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU) in der Region Poltawa haben einen Studenten einer örtlichen Universität festgenommen und formell angeklagt. Er soll auf Anweisung russischer Geheimdienste die Ermordung des Kommandeurs einer Militäreinheit vorbereitet haben. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf den SBU. Der Student wurde demnach von russischen Agenten angeworben. Er geriet ins Visier der russischen Geheimdienste, als er auf Telegram nach einfachen Möglichkeiten suchte, Geld zu verdienen.

+++ 02:49 EU: Kiew entscheidet selbst über Wahltermin +++

Die Ukraine muss selbst entscheiden, wann sie Wahlen abhält, die Europäische Union ist jedoch bereit, das Land während des Wahlprozesses zu unterstützen. Laut Ukrinform äußerte sich die Sprecherin der Europäischen Kommission, Anitta Hipper, im Rahmen einer Pressekonferenz. Hipper zufolge bewertet die Europäische Union nicht die Bedingungen für die Durchführung von Wahlen in einzelnen Ländern.

+++ 01:35 Nord Stream: Ukrainischer Taucher an Hollywood-Set festgenommen +++

Ein Gericht in Kroatien hat nach der Festnahme des ukrainischen Tauchers Wolodymyr Z. im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee Untersuchungshaft angeordnet. Berichten zufolge wurde Z. am Rande von Dreharbeiten für einen Hollywood-Film festgenommen, der von dem Attentat auf die Pipeline inspiriert sein soll. Wie das Onlineportal für Justiznachrichten "Legal Tribune Online" berichtet, erfolgte die Festnahme am Set des Films "Snake Island" des US-Regisseurs Doug Lima, in dem die Hollywood-Stars Adrien Brody und Sean Penn mitspielen. Dem "Spiegel" zufolge soll Z. das Filmteam beraten haben.

+++ 00:16 Russland belegt FAZ-Journalisten mit Haftbefehl +++

In Russland ist ein Haftbefehl gegen den Balkankorrespondenten der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Michael Martens, erlassen worden. Der Journalist werde "gemäß einem Artikel des Strafgesetzbuchs gesucht", heißt es auf der Website des russischen Innenministeriums. Laut einer von der russischen Nachrichtenagentur Tass befragten Quelle wird Martens "Anstiftung zum Hass" vorgeworfen. Martens hatte am 8. August bei einer Pressekonferenz des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und des serbischen Staatschefs Alexander Vucic in Belgrad gefragt, was die Europäer tun könnten, um der Ukraine zu helfen, "mehr Russen zu töten", bevor er hinzufügte: "russische Soldaten, natürlich". Die Frage löste eine Kontroverse insbesondere in Russland und Serbien aus. Die FAZ teilte später mit, die Frage sei "missverständlich formuliert" gewesen. Es sei nicht die redaktionelle Linie der Zeitung, "dass möglichst viele russischen Soldaten getötet werden sollen".

+++ 23:03 Krim: Zwei Tote bei ukrainischem Angriff +++

Bei einem ukrainischen Angriff sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach Angaben der Besatzungsbehörden zwei Menschen getötet worden. Weitere drei seien bei der Attacke im Umland der Stadt Simferopol verletzt worden, teilt der von Moskau eingesetzte Statthalter Sergej Aksjonow bei Telegram mit. Andernorts gebe es einen weiteren Verletzten. Details nennt Aksjonow nicht.

+++ 22:00 Russisches Flugzeug könnte Finnlands Luftraum verletzt haben +++

Ein russisches Flugzeug steht im Verdacht, über der Ostsee Finnlands Luftraum verletzt zu haben. Nach Angaben des finnischen Verteidigungsministeriums spielte sich der Vorfall am Donnerstagnachmittag über dem westlichen Teil des Finnischen Meerbusens ab. "Jeder Verdacht auf eine territoriale Verletzung wird ernst genommen", sagt Verteidigungsminister Antti Häkkänen laut einer Mitteilung. "Die Ermittlungen laufen." Die Grenzschutzbehörde untersuche den Vorfall. Angaben dazu, um was für ein Flugzeug es sich gehandelt haben könnte, gibt es bislang nicht. Erst im Mai stand ein russischer Militärflieger im Verdacht, im Finnischen Meerbusen Finnlands Luftraum verletzt zu haben. Dieser soll vor der Halbinsel Porkkala zwischen Finnland und Estland einem Gewitter ausgewichen sein. Der Nato-Staat Finnland teilt eine mehr als 1.300 Kilometer lange Grenze mit Russland.

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