Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:00 Russisches Flugzeug könnte Finnlands Luftraum verletzt haben +++

20.08.2026, 22:00 Uhr
00:00 / 30:55

Ein russisches Flugzeug steht im Verdacht, über der Ostsee Finnlands Luftraum verletzt zu haben. Nach Angaben des finnischen Verteidigungsministeriums spielte sich der Vorfall am Donnerstagnachmittag über dem westlichen Teil des Finnischen Meerbusens ab. "Jeder Verdacht auf eine territoriale Verletzung wird ernst genommen", sagt Verteidigungsminister Antti Häkkänen laut einer Mitteilung. "Die Ermittlungen laufen." Die Grenzschutzbehörde untersuche den Vorfall. Angaben dazu, um was für ein Flugzeug es sich gehandelt haben könnte, gibt es bislang nicht. Erst im Mai stand ein russischer Militärflieger im Verdacht, im Finnischen Meerbusen Finnlands Luftraum verletzt zu haben. Dieser soll vor der Halbinsel Porkkala zwischen Finnland und Estland einem Gewitter ausgewichen sein. Der Nato-Staat Finnland teilt eine mehr als 1.300 Kilometer lange Grenze mit Russland.

+++ 21:15 Selenskyj: Brauchen Raketen für Patriot-Systeme +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj weist nach massiven russischen Luftangriffen erneut auf den Mangel an Flugabwehrraketen hin und appelliert an die Partner seines Landes. "Es sind Raketen für Patriots nötig, das können nur unsere Partner bereitstellen", sagt er in einer abendlichen Videoansprache. Es gehe nicht um Geschenke, sondern um die Bereitschaft der Ukraine, Waffen zu kaufen. Russland hatte vor allem Kiew und das Umland der Hauptstadt in der Nacht erneut massiv angegriffen. Selenskyj spricht von 16 Toten und fast 50 Verletzten. Mehr als 200 Objekte, davon 86 Gebäude, seien beschädigt worden.

+++ 20:38 Bericht: Mehr als 80 ukrainische Soldaten in Sachsen-Anhalt desertiert +++

Mehr als 80 ukrainische Soldaten, die in Deutschland für den Krieg in der Ukraine ausgebildet werden, sind seit 2022 allein in Sachsen-Anhalt von ihrem Übungsgelände geflohen. Das zeigen aktuelle Recherchen der Wochenzeitung "Die Zeit". Deutschlandweit sollen es demnach mehrere Hundert Fälle sein. Die Männer gelten nach ukrainischem Recht als Deserteure. Ihnen drohen zu Hause bis zu zwölf Jahre Haft. Viele Deserteure haben sich in der Ukraine nicht freiwillig zur Armee gemeldet, sie wurden zwangsrekrutiert. Als sie zur Ausbildung auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow in Sachsen-Anhalt entsandt wurden, nutzten sie dem Bericht zufolge die Gelegenheit zur Flucht.

+++ 20:02 Nord Stream: Gericht in Kroatien ordnet U-Haft für ukrainischen Taucher an +++

Ein Gericht in Kroatien hat nach der Festnahme des ukrainischen Tauchers Vladimir Z. im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee Untersuchungshaft angeordnet. Das Gericht in Pula teilt mit, "mit Blick auf seine Auslieferung" an Deutschland habe die Untersuchungsrichterin bei einer Anhörung U-Haft für den am Vortag festgenommenen Vladimir Z. angeordnet. Die Entscheidung sei wegen "Fluchtgefahr" getroffen worden. Zuvor war Z. in Anwesenheit seines Anwalts und eines Übersetzers von einem Staatsanwalt vernommen worden.

Z. war am Mittwochmorgen in einem Hotel in Pula auf Grundlage eines Europäischen Haftbefehls von der kroatischen Polizei festgenommen worden. Er soll vor vier Jahren zusammen mit anderen Tauchern die Sprengsätze an den Gasleitungen angebracht haben, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Z. wird von der Bundesanwaltschaft des gemeinschaftlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, der verfassungsfeindlichen Sabotage sowie der Zerstörung von Bauwerken dringend verdächtigt. Er war bereits vor einem Jahr in Polen festgenommen worden. Ein polnisches Gericht verweigerte allerdings seine Auslieferung nach Deutschland, er kam zunächst wieder auf freien Fuß.

+++ 19:30 Norwegen rüstet Arktis-Brigade nahe russischer Grenze auf +++

Das Nato-Mitglied Norwegen hat am Donnerstag seine Militärpräsenz in der Arktis mit dem Ausbau einer im vergangenen Jahr aufgestellten Brigade verstärkt. Die Finnmark-Brigade in der Region an der russischen Grenze wird um ein Artilleriebataillon, eine Flugabwehrbatterie und eine Kommunikationskompanie erweitert. "Das ist ein völlig anderes Maß an Feuerkraft als bisher", sagt der Kommandeur der Brigade, John Olav Fuglem, der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir werden auf jede Bedrohung und jeden Angriff auf Norwegen und die Nato reagieren. Wir werden jeden Zentimeter verteidigen", fügt Verteidigungsminister Tore Sandvik im selben Interview hinzu.

Durch die Aufrüstung ist die Truppe in der Lage, Ziele an Land in rund 40 Kilometern Entfernung zu beschießen und Angriffe mit Flugzeugen und Schiffen der norwegischen Streitkräfte sowie der Nato zu koordinieren. Der Brigadenstandort Porsangmoen liegt etwa 180 Kilometer von der 198 Kilometer langen Grenze zu Russland entfernt. Die Brigade ist für die Grenzüberwachung zuständig. Auf der russischen Seite befindet sich ein wichtiges Militärgebiet, in dem unter anderem die russische Nordflotte stationiert ist. Die russische Botschaft in Oslo äußerte sich zunächst nicht zu dem norwegischen Vorgehen. Die Regierung in Moskau hatte in der Vergangenheit Vorwürfe zurückgewiesen, eine Bedrohung für die Nato darzustellen.

+++ 18:34 Ukrainer verwandeln russischen BM-21-Raketenwerfer in Feuerball +++

Ukrainische Spezialkräfte greifen nach eigenen Angaben einen russischen Raketenwerfer BM-21 "Grad" an. Das dritte Spezialkräfte-Regiment veröffentlicht die Aufnahmen. Demnach wird der Raketenwerfer aus Sowjetzeiten dabei außer Gefecht gesetzt.

+++ 17:50 Dobrindt: "Wettrüsten" bei Drohnenabwehr wird Daueraufgabe +++

Der Aufbau von Fähigkeiten zur Abwehr von Drohnen wird für die Bundespolizei in den kommenden Jahren eine Daueraufgabe und große Herausforderung sein. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt von der CSU betont bei einem Besuch der Fliegerstaffel der Bundespolizei im hessischen Fuldatal, man richte sich auf ein "Wettrüsten" zwischen der eigenen Drohnenabwehr und Angreifern, die versuchten, diese Abwehr zu überwinden. Die neue Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei, die Dobrindt im Dezember in Dienst gestellt hatte, zählt aktuell 70 Einsatzkräfte. Ihre Zahl soll bis zum Jahresende auf 300 Beamte anwachsen. Der Aufwuchs ist eine Reaktion auf den bisher schwerwiegendsten Vorfall mit einer Drohne.

Die mit Sprengstoff und einem Zündmechanismus präparierte Drohne war am Abend des 4. August im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem "schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland". Eine russische Urheberschaft wird von vielen Politikern vermutet. Dobrindt hat Forderungen, dies auch eindeutig öffentlich zu benennen, zurückgewiesen. Er wolle die Ergebnisse der Ermittlungen abwarten und, sobald diese vorliegen, dann auch gleich - zusammen mit dem Kanzleramt und anderen sicherheitsrelevanten Ressorts - über angemessene Konsequenzen entscheiden.

+++ 17:15 Russland: Haben zwei Frachtschiffe in ukrainischem Hafen getroffen +++

Russische Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau zwei Schiffe im ukrainischen Schwarzmeerhafen Tschornomorsk angegriffen und getroffen. Die Schiffe hätten Munition und militärische Ausrüstung geladen, teilt das Ministerium in Moskau mit.

+++ 16:52 RTL-Recherche: Russische Wegwerfagenten verdeutlichen BND-Schwachpunkt +++

Eine Undercover-Recherche von RTL verdeutlicht: Russlands Wegwerfagenten operieren längst auch in Deutschland. Hintermänner rekrutieren Agenten auf Zeit oft niedrigschwellig über Messengerdienste wie Telegram. Das wiederum legt einen Schwachpunkt des Bundesnachrichtendienstes offen.

+++ 16:10 Lettland: Am 14. August abgeschossene Drohne war ukrainischen Ursprungs +++

Eine am 14. August im lettischen Luftraum abgeschossene Drohne ist ukrainischen Ursprungs. Dies teilen die lettischen Streitkräfte mit. Ein im Baltikum stationierter italienischer Kampfjet hatte das Fluggerät abgeschossen, das während ukrainischer Angriffe auf russische Häfen die Grenze des Nato- und EU-Mitgliedstaats verletzt hatte. Dem Militär zufolge flog die Drohne von Belarus aus ein, was höchstwahrscheinlich auf russische Störsignale zurückzuführen sei. Ukrainische Drohnen auf dem Weg zu Zielen in Russland sind in diesem Jahr bereits wiederholt vom Kurs abgekommen und in den baltischen Luftraum eingedrungen.

+++ 15:32 Munz zu Wirtschaft und Stimmung: Ernten Putins Durchhalteparolen noch Glauben? +++

Die Ukraine setzt Russland zunehmend größeren Schaden zu. Kreml-Chef Putin redet diesen klein und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Wirtschaft, berichtet ntv-Korrespondent Rainer Munz und spricht von einer kippenden Stimmung im Land: Umfragen erreichen "den schlechtesten Wert seit 2021".

+++ 14:55 Von der Leyen spricht nach Drohnenvorfall in Rumänien von "Drohkampagne" +++

Nach dem jüngsten Drohnenvorfall in Rumänien prangert EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine "eskalierende Drohkampagne" gegen die Mitgliedstaaten an. Die "hybride Kriegsführung" verunsichere die Bürgerinnen und Bürger der EU und ziele darauf ab, "unsere Union zu spalten", schreibt von der Leyen in Onlinediensten. Wen sie für den Vorfall verantwortlich macht, erläuterte sie dabei nicht.

Zuvor hatte ein rumänisches Kampfflugzeug vom Typ F-16 nach Angaben der Regierung in Bukarest eine mit Sprengstoff beladenen Marine-Drohne zerstört. Die Drohne sei mehrere hundert Meter vom Gasfeld Neptun Deep im Schwarzen Meer entfernt getroffen worden, teilte Verteidigungsminister Radu Miratu mit. Der rumänische Präsident Nicusor Dan machte Russland verantwortlich und verurteilte im Onlinedienst X die "Eskalation solcher verantwortungslosen Zwischenfälle durch die Russische Föderation aufs Schärfste".

+++ 14:05 Tusk sieht Polens Ostgrenze sicherer denn je +++

Polen ist an seiner Ostgrenze nach den Worten von Regierungschef Donald Tusk "sicherer als je zuvor". In Krakau sagt der liberalkonservative Politiker, das Land bemühe sich zudem, seine Kapazitäten bei der Luftverteidigung zu erhöhen, meldet die polnische Nachrichtenagentur PAP. Eine Schlüsselrolle spiele dabei das Programm "Östliches Schild", das durch den Ausbau von Befestigungen an der Grenze Polens zu Russland und Belarus die Sicherheit des Landes erhöhen soll, sagt Tusk. Dazu gehören Panzersperren und Betonhindernisse, aber auch Überwachungs- und Drohnenabwehrsysteme. Die Europäische Union beteiligt sich über ihr Verteidigungsprogramm "SAFE" an der Finanzierung des Projekts. Auch Pioniere der Bundeswehr unterstützen das NATO-Partnerland bei dem Programm.

+++ 13:41 Klitschko: Zahl der Toten nach russischen Angriffen auf Kiew steigt auf 15 +++

Nach massiven russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist die Zahl der Toten erneut gestiegen. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko wurden mindestens 15 Menschen getötet. Klitschko nannte am Morgen und Vormittag nach den nächtlichen Attacken mehrfach eine höhere Zahl der Toten (siehe Eintrag um 8:25 Uhr).

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Feuerwehrleute vor einem Wohnhaus, das von einer russischen Rakete getroffen wurde. (Foto: REUTERS)

+++ 12:50 Bukarest: Rumänischer Kampfjet zerstört mit Sprengstoff beladene Marine-Drohne +++

Ein rumänisches Kampfflugzeug vom Typ F-16 hat nach Angaben der Regierung in Bukarest eine mit Sprengstoff beladene Marine-Drohne zerstört. Die Drohne sei mehrere hundert Meter vom Gasfeld Neptun Deep im Schwarzen Meer entfernt getroffen worden, teilt Verteidigungsminister Radu Miratu auf Facebook mit. Sie sei "mit Sprengstoff beladen" gewesen und stamme nicht aus der Ukraine.

+++ 12:37 Litauen baut neues Militärlager am Standort der Bundeswehr-Brigade +++

Litauen wird auf dem Truppenübungsplatz Rudninkai nahe der Grenze zu Belarus ein neues Militärcamp errichten, um deutsche Soldaten und andere Nato-Truppen unterzubringen. Das Lager soll über 1000 Soldaten Platz bieten, die an Übungen in dem baltischen EU- und Nato-Land teilnehmen, wie das Verteidigungsministerium in Vilnius mitteilt. Demnach sollen für rund 40 Millionen Euro Wohn- und Versorgungsgebäude sowie notwendige technische Infrastruktur und Verkehrsanbindung entstehen. Die Fertigstellung sei für das erste Halbjahr 2028 geplant. "Wir investieren strategisch und umfassend in die militärische Infrastruktur, um sicherzustellen, dass sowohl die deutsche Brigade als auch die Soldaten anderer Nato-Verbündeter in Litauen qualitativ hochwertig trainieren können und angemessene Lebensbedingungen vorfinden", sagt Verteidigungsminister Robertas Kaunas.

+++ 12:18 Behörden: Fünf Verletzte bei russischem Angriff in Cherson +++

Bei einem russischen Angriff in Cherson sind offenbar fünf Menschen verletzt worden. Das schreibt das Portal Ukrainska Pravda unter Berufung auf die Militärverwaltung der Stadt. Demnach haben russische Streitkräfte am Morgen einen Markt im Stadtteil Korabelnyi angegriffen. 

+++ 11:29 Russland meldet Einnahme zweier Ortschaften in Region Donezk +++

Russische Truppen nehmen in der ostukrainischen Region Donezk laut einem Medienbericht die Ortschaften Mykolajipillja und Matjaschewe ein. Dies meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Die Berichte aus dem Kampfgebiet lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Laut der aktuellen Front-Karte des Deepstate-Projektes liegen beide Orte nicht in der umkämpften Zone.

+++ 10:51 IAEA: Atomkraftwerk Saporischschja verliert letzte externe Stromleitung +++

Das von Russland besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist von seiner letzten verbliebenen externen Stromleitung abgeschnitten. Diesel-Notstromgeneratoren übernehmen die Versorgung wichtiger Sicherheitssysteme, wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) auf X mitteilt. Einer ersten Einschätzung zufolge befindet sich die Schadensstelle am nördlichen Ufer des Dnipro. Wegen militärischer Aktivitäten können Techniker die Ursache des Ausfalls zunächst nicht ermitteln. Russische Truppen hatten das größte Kernkraftwerk Europas mit sechs Reaktoren in den ersten Wochen ihrer Invasion in die Ukraine im Februar 2022 besetzt. Seitdem werfen sich beide Seiten regelmäßig vor, die nukleare Sicherheit zu gefährden.

+++ 10:38 Russland meldet Hunderte ukrainische Drohnenschläge +++

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtet, es seien im Anflug auf die Hauptstadt 250 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Zu möglichen Opfern oder Schäden macht er keine Angaben. Die Hauptstadtflughäfen stellten in der Nacht wie fast täglich bei solchen Attacken vorübergehend Starts und Landungen ein. Das russische Verteidigungsministerium meldet den Abschuss von insgesamt 726 ukrainischen Drohnen in verschiedenen Regionen.

+++ 10:27 Ukraine: Getreideexporte per Bahn brechen wegen Hafenblockade ein +++

Die Getreideexporte der Ukraine auf dem Schienenweg brechen in den ersten 18 Augusttagen wegen der Blockade der Schwarzmeerhäfen ein. Sie sinken im Vorjahresvergleich um 77 Prozent auf 342.000 Tonnen, wie die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja mitteilt. Gegenüber dem Vormonat Juli entspricht dies einem Rückgang von 68 Prozent. Zwar nehmen die Transporte zur südlichen Grenzstadt Ismajil und an die Westgrenze zu, dies kann den starken Rückgang bei den Lieferungen an die Häfen von Odessa jedoch nicht ausgleichen.

+++ 10:00 Russland meldet Brand nahe Schwarzmeerhafen +++

Drohnentrümmer lösen in dem russischen Dorf Wolna nahe dem Schwarzmeerhafen Taman einen Brand in einem Betrieb aus. Das Feuer wird rasch gelöscht, wie die Behörden mitteilen. Verletzte gibt es demnach nicht. Der Name des betroffenen Unternehmens wird nicht genannt. Über den Hafen von Taman werden unter anderem Ölprodukte, Getreide und Kohle umgeschlagen. Die Anlage ist häufig Ziel ukrainischer Drohnenangriffe.

+++ 09:26 Selenskyj kritisiert gezielte Angriffe auf zivile Infrastruktur +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht nach den russischen Attacken in der Nacht von einem massiven kombinierten Angriff mit verschiedene Raketentypen, Marschflugkörpern und Drohnen. Die Russen hätten sich lange darauf vorbereitet, um "die zivile Infrastruktur so stark wie möglich zu beschädigen". Es gebe auch Zerstörungen in den Regionen Odessa und Tschernihiw. "Leider gibt es, während Moskau in Raketenwaffen und Eskalation investiert, nicht immer die notwendige Reaktion der Welt auf solche Angriffe", teilt der Präsident bei Telegram mit. "Und solange die Ukraine nicht über ausreichende Raketenabwehr verfügt, wird Russland nicht ernsthaft über Frieden nachdenken." Die Ukraine arbeite zwar an einer eigenen Raketenabwehr, dennoch brauche das Land die Abfangraketen vom Typ Patriot.

+++ 08:54 Russische Angriffe in Ukraine versetzen Nato-Länder in Alarmbereitschaft +++

Die russischen Angriffe in der Ukraine haben auch benachbarte Nato-Länder in Alarmbereitschaft versetzt. Die polnische Armee teilt mit, sie habe Flugzeuge mobilisiert und die Luftverteidigung aktiviert, um den polnischen Luftraum zu schützen, insbesondere in an die Ukraine grenzenden Gebieten. Das rumänische Verteidigungsministerium erklärt, Radarsysteme hätten in der Nacht Luftziele in der Nähe der ukrainischen Grenze erfasst. Daraufhin seien zwei spanische Kampfjets, die sich im Rahmen von Nato-Einsätzen in Rumänien befinden, sowie ein Hubschrauber der rumänischen Luftwaffe aufgestiegen. Demnach drang eine Drohne nahe Galati in den rumänischen Luftraum ein, bevor sie in einem unbewohnten Gebiet im Kreis Tulcea abstürzte.

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Ein Anwohner steht in Kiew vor einem Wohnhaus, das durch einen russischen Raketenangriff zerstört wurde. (Foto: REUTERS)

+++ 08:25 Klitschko spricht inzwischen von zwölf Toten nach russischen Angriffen auf Kiew +++

Bei massiven russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens zwölf Menschen getötet worden. Klitschko nannte am Morgen nach den nächtlichen Attacken mehrfach eine höhere Zahl der Toten. Die Beseitigung der Folgen dauere an, sagt er. Der Zivilschutz spricht von 34 Verletzten. Russland setzte bei den Luftschlägen zuletzt verstärkt ballistische Raketen ein - in dem Wissen, dass die Ukraine täglich einen Mangel an Flugabwehrraketen beklagt. "Der morgige Tag, der 21. August, wird in Kiew zum Tag der Trauer erklärt. Zum Gedenken an die Opfer des massiven Angriffs des Feindes auf die Hauptstadt", teilt der Bürgermeister bei Telegram mit.

+++ 07:56 Bericht: Ukrainische Drohnen treffen Ölraffinerie in Tatarstan +++

Ukrainische Drohnen haben in der Nacht offenbar eine Ölraffinerie in der russischen Teilrepublik Tatarstan und ein Ölterminal in der Region Krasnodar getroffen. Das schreibt die Zeitung "Kyiv Independent" unter Berufung auf russische Telegram-Kanäle. Demnach geriet die Taneco-Raffinerie in Nischnekamsk ins Visier. Fotos und Videos in sozialen Medien sollen die Angriffe zeigen. 

+++ 06:57 Gouverneur: Krim-Stadt Sewastopol stellt erneut den Strom ab +++

In der Großstadt Sewastopol auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim wird erneut der Strom abgeschaltet. Dies sei notwendig, um eine Überlastung der Stromnetze außerhalb der Region zu verringern und einen weitreichenden Ausfall zu verhindern, teilt Gouverneur Michail Raswoschajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Unterbrechung solle einige Stunden dauern. Die von Russland annektierte Halbinsel leidet nach ukrainischen Angriffen auf Energieanlagen bereits seit Wochen unter Stromausfällen und einer Treibstoffkrise. Die Behörden haben deshalb unter anderem den Tourismus in der Region bis September ausgesetzt.

+++ 06:22 Behörden melden mindestens sechs Tote bei russischen Angriffen auf Region Kiew +++

Die Zahlen der Toten und Verletzten steigen weiter: Bei russischen Angriffen auf Kiew und Umgebung sind in der Nacht nach ukrainischen Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Bei den "massiven" Angriffen seien Wohngebiete getroffen worden, erklärt Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram. In Kiew wurden nach Angaben der Militärverwaltung fünf Menschen getötet und 23 weitere verletzt. Bei einem weiteren Angriff im Bezirk Browary in der Region rings um die ukrainische Hauptstadt seien ein Mann getötet und ein weiterer verletzt worden, erklärt der zuständige Gouverneur.

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Nach russischen Angriffen auf Kiew steigt Rauch über der Stadt auf. (Foto: REUTERS)

+++ 04:48 Klitschko spricht jetzt von drei Toten in Kiew +++

Nach dem russischen Raketenangriff auf Kiew steigen die Zahlen der Opfer. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko wurden mindestens drei Menschen getötet und 20 weitere verletzt. Ein neunstöckiges Wohnhaus stehe in Brand, teilt er mit. Getroffen worden seien auch Lagerhäuser und ein Kinderkrankenhaus. In der umliegenden Region wird ein weiterer Toter gemeldet. Ein Zeuge der Nachrichtenagentur Reuters berichtet von mehr als einem Dutzend Explosionen.

+++ 03:04 Korruptionsvorwürfe: Ukraine geht gegen Bankenvertreter vor +++

Vor dem Hintergrund neuer Ermittlungen der ukrainischen Anti-Korruptionsbehörden will die Regierung in Kiew den Aufsichtsratsvorsitzenden und den Vorstandschef einer staatlichen Bank von ihren Aufgaben entbinden. Das teilt Ministerpräsident Serhij Korezkyj bei Telegram mit. Die von den Anti-Korruptionsbehörden veröffentlichten Fakten bräuchten eine angemessene Bewertung und dürften nicht ohne Reaktion bleiben, erklärt er. Die Anti-Korruptionsbehörden des Landes hatten zuletzt Durchsuchungen bei Verdächtigen durchgeführt und am Mittwochmorgen über eine "Spezialoperation" informiert. Bei den Vorwürfen der Ermittler geht es um Geldwäsche in Millionenhöhe.

+++ 01:24 Mindestens zwei Frauen sterben bei Angriffen auf Kiew +++

Bei den schweren Luftangriffen auf Kiew sind mindestens zwei Frauen getötet worden. Außerdem ist aktuell von zwölf Verletzten die Rede. Mehrere Menschen seien in einem Schutzraum und andernorts in einem Wohnhaus eingeschlossen, schreibt Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram. In einem Großteil des Landes gilt in der Nacht Luftalarm. Die ukrainische Luftwaffe warnt vor anfliegenden ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen.

+++ 00:07 Russland feuert ballistische Raketen auf Kiew +++

Russland greift Kiew mit ballistischen Raketen an. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko ruft die Bevölkerung auf, Schutzräume aufzusuchen. Unter anderem sei ein fünfstöckiges Wohngebäude beschädigt worden, außerdem gebe es Schäden auf dem Gelände eines Kinderkrankenhauses. Bewohner der Stadt berichten von Explosionen. Das Ausmaß der Schäden ist noch unklar, auch über Verletzte gibt es noch keine Informationen.

+++ 22:39 Afrikanische Staaten fordern Ende der Söldneranwerbung Russlands +++

Ghana hat Russland aufgefordert, keine seiner Bürger für den Krieg gegen die Ukraine mehr zu rekrutieren. Dies sei offiziell bei einem Treffen zwischen den Außenministern Ghanas und Russlands vorgebracht worden, schreibt Ukraines "Zentrum gegen Desinformation". Demnach habe der russische Außenminister Lawrow bestätigt, dass andere afrikanische Länder sich ähnlich geäußert haben. Auch die Behörden in Südafrika, Kenia und Botswana lehnten die Rekrutierung ihrer Bürger ab. Russland soll bis Ende 2025 rund 18.000 Bürger aus 128 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika rekrutiert haben. Mindestens 3.300 von ihnen seien ums Leben gekommen. Bis Ende dieses Jahres plane der Kreml, weitere 18.500 Ausländer zu rekrutieren, schreibt die ukrainische Behörde. Russland bietet möglichen Söldnern demnach Jobs als "Leibwächter", hohe Geldsummen, die russische Staatsbürgerschaft und anderes an.

+++ 21:52 Selenskyj stellt öffentliche Forderungen an neuen Verteidigungsminister Chmara +++

Die Ukraine hat in Jewhenij Chmara einen neuen Verteidigungsminister. Eine baldige Rückkehr des vorherigen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow, die dieser wollte, ist damit erst einmal ausgeschlossen. "Jewhenij Chmara hat durch seinen Dienst (für die Spezialeinheit des Geheimdienstes SBU) bewiesen, dass er sehr wohl weiß, dass Besatzer nicht mit leeren Versprechungen besiegt werden", lobt ihn Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Ich erwarte vom Verteidigungsministerium, dass es den Einsatzbereich unserer Fernangriffsfähigkeiten erweitert, mit ukrainischen Waffenherstellern zusammenarbeitet, um bessere Möglichkeiten zur Verteidigung des ukrainischen Luftraums zu schaffen, und gemeinsam mit unseren Partnern die Fähigkeiten unserer defensiven und offensiven Operationen ausbaut." Selenskyj stand wegen der Entlassung von Fedorov im vergangenen Monat unter Druck. Fedorov war eines der dienstältesten Mitglieder seines Teams und ein enger Verbündeter, seit er ihm 2019 zum Sieg bei den Präsidentschaftswahlen verholfen hatte.

+++ 21:05 Ukraine fordert von Ungarn Strafen im "Goldkonvoi"-Skandal +++

Ukraines Außenminister Andrii Sybiha lobt, dass Ungarn eine Geldwäscheuntersuchung gegen einen ukrainischen Bankkonvoi aus dem Frühjahr eingestellt hat - und fordert Folgen. "Alle, die an der Inszenierung dieser Farce und der rechtswidrigen Inhaftierung unserer Leute sowie der Beschlagnahmung von Staatseigentum beteiligt waren, müssen zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Sybiha. Die ungarischen Behörden beschlagnahmten im März zwei Bankfahrzeuge, die von Österreich in die Ukraine unterwegs waren und eine Ladung Bargeld und Gold im Wert von etwa 82 Millionen Dollar transportierten. Sie behaupteten, sie würden wegen eines Geldwäschekomplexes ermitteln. Ungarischen Medien zufolge hatte Orbán die Beschlagnahmung des ukrainischen Goldes im damaligen Wahlkampf jedoch "aus politischen Gründen" angeordnet. Mitarbeiter der staatlichen ukrainischen Oschadbank, die die Ladung begleiteten, wurden vorübergehend festgehalten. Kiew wies alle Vorwürfe zurück und verurteilte die Beschlagnahmung als "Staatsterrorismus". Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar ordnete am 17. Juni eine interne Untersuchung der beteiligten Regierungsbehörden an. Der "Goldkonvoi"-Skandal hatte die diplomatische Krise zwischen den beiden Ländern verstärkt. Orbán war ein Verbündeter von Russlands Präsident Wladimir Putin. 

+++ 20:47 Russische Drohnen töten ukrainische Polizisten  +++

Bei einem russischen Drohnenangriff im Norden der Ukraine sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Russland habe ein Gebäude der Nationalpolizei in Schytomyr attackiert, teilt die ukrainische Nationalpolizei mit. Zwei Polizisten seien ums Leben gekommen und mindestens 20 Menschen verletzt worden. Russland habe bei dem Angriff Drohnen mit Düsenantrieb eingesetzt. Es sei zu einem Brand auf dem Dach und im vierten Stock gekommen. 

+++ 20:11 Analysten: Krieg reißt russische Weizenexportzahlen auf tiefsten Stand seit 16 Jahren +++

Die Weizenexporte aus Russland dürften im August nach Daten der Analysten von SovEcon auf den niedrigsten Stand seit 2010 fallen. Die Exporte von 2,2 Millionen Tonnen lägen damit deutlich unter den 4,5 Millionen Tonnen zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres und wären weniger als die Hälfte des 5-Jahres-Durchschnitts von 5 Millionen Tonnen. Ursachen sind die Auswirkungen der verschärften Kämpfe in Russlands Angriffskrieg in der Ukraine auf die russischen Häfen, so das Unternehmen. "Alle Getreideterminals in Noworossijsk bleiben für die Schiffsbeladung geschlossen, während auch Taman geschlossen bleibt", schreibt SovEcon. "Mehrere weitere Massengutfrachter wurden in den letzten Tagen von Drohnen getroffen, und die Verfügbarkeit von Frachtraum bleibt stark eingeschränkt." 

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Quelle: ntv.de, ino/dpa/rts/AFP

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