Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 16:58 Gespräche von Ukraine, Russland und USA in Abu Dhabi offiziell begonnen +++

23.01.2026, 00:01 Uhr

In Abu Dhabi haben die trilateralen Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA begonnen. "Die Gespräche haben heute in Abu Dhabi begonnen und sollen über zwei Tage andauern", teilt das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) mit. "Sie sind Teil der laufenden Bemühungen, den Dialog zu fördern und politische Lösungen für die Krise zu finden." Die VAE sind Gastgeber der Beratungen, die der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereits am Donnerstag angekündigt hat. Größter Streitpunkt sind territoriale Fragen, vor allem der künftige Status der ostukrainischen Region Donezk. Russland fordert den vollständigen Abzug der ukrainischen Truppen aus dem Gebiet, was die Ukraine ablehnt.

+++ 16:33 Von der Leyen sieht neuen Ukraine-Plan auf der Zielgeraden +++

Die EU, die USA und die Ukraine stehen nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kurz vor einer Einigung über einen milliardenschweren Aufbauplan für die Zeit nach einem Waffenstillstand. Das gemeinsame Dokument basiere auf einer Weltbank-Analyse und solle den Wohlstand der Ukraine durch unternehmensfreundliche Reformen und beschleunigte EU-Binnenmarkt-Integration steigern. Laut Ungarns Regierungschef Viktor Orban strebt die Ukraine Zusagen über 800 Milliarden Dollar (etwa 680 Milliarden Euro) für die ersten zehn Jahre an. Umstritten bleibt eine konkrete EU-Beitrittsperspektive – Präsident Selenskyj drängt auf eine Aufnahme bereits 2026. Der Plan soll Teil von Donald Trumps Friedensinitiative werden.

+++ 15:56 EU sendet Hunderte Stromgeneratoren in die Ukraine +++

Angesichts der anhaltenden russischen Angriffe auf die Energie-Infrastruktur der Ukraine sendet die EU 447 Not-Generatoren in das kriegsgebeutelte Land. Russlands Vorgehen beraube Zivilisten mitten in einem harten Winter "absichtlich" der Wärme, Licht und Grundversorgung, erklärt die EU-Kommissarin für Krisenmanagement, Hadja Lahbib. Die Generatoren seien bereits auf dem Weg in die Ukraine. Den Angaben zufolge hat die EU bereits 9500 Generatoren in die Ukraine geliefert. Die neue Lieferung solle "Krankenhäusern, Notunterkünfte und kritische Dienste" mit Strom versorgen.

+++ 15:25 Ukraine: Stromversorgung verschlechtert sich nach nächtlichen Angriffen deutlich +++

Die Energieversorgung in der Ukraine hat sich nach Angaben des Netzbetreibers Ukrenergo am Morgen deutlich verschlechtert. Nach den jüngsten russischen Luftangriffen müssten mehrere Kraftwerke notdürftig repariert werden, teilt das Unternehmen mit. In den meisten Regionen des Landes seien Notabschaltungen in Kraft.

+++ 14:48 Ukraine bestellt Flugabwehrsysteme von deutschem Hersteller +++

Die Ukraine hat 18 Flugabwehrsysteme vom Typ Iris-T beim deutschen Rüstungskonzern Diehl Defence bestellt. Das Land sei zudem an weiteren Feuereinheiten interessiert, sagt Diehl-Chef Helmut Rauch auf einer Veranstaltung des "Handelsblatts". Derzeit befänden sich neun Iris-T-Systeme in der Ukraine im Einsatz. Das Unternehmen will die Produktion des Systems deutlich ausweiten. Das Flugabwehrsystem Iris-T SLM hat eine Reichweite von bis zu 40 Kilometern. Es wird in der Ukraine eingesetzt, um russische Flugkörper und Drohnen abzuschießen.

+++ 14:16 Berlin zweifelt an Moskaus Kompromissbereitschaft +++

Die Bundesregierung äußert sich skeptisch zu den Gesprächen über die Beendigung des Ukraine-Kriegs zwischen der Ukraine, USA und Russland in Abu Dhabi. "Grundsätzlich begrüßen wir es erstmal, wenn es jetzt zu trilateralen Zusammenkünften kommt", sagt Vize-Regierungssprecher Stefan Meyer in Berlin. Es bestünden aber weiterhin große Fragen dazu, "inwieweit Russland bereit ist, von Maximalforderungen wirklich Abstand zu nehmen". Die Bundesregierung habe immer betont, dass ein Friedensschluss darauf ausgerichtet sein müsse, "dass wir zu einem langfristigen und nachhaltigen Frieden kommen", sagt Meyer. "Nichts wäre gewonnen, wenn ein Friedensschluss am Ende nur eine Atempause für Russland bedeutet, um dann zu einem späteren Zeitpunkt erneut Angriffe zu fahren."

+++ 13:44 Ukrainer wollen Frontdörfer trotz Angriffen nicht verlassen +++

Ihre Dörfer haben weder Strom noch Mobilfunknetz, es ist bitterkalt und täglich drohen russische Drohnenangriffe. Trotzdem wollen einige Ukrainer - trotz Verletzungen durch Anschläge - ihre Heimat in Frontnähe nicht verlassen.

+++ 13:19 Berichte: In Abu Dhabi laufen bereits erste Gespräche +++

Vertreter der Ukraine, der USA und Russlands hätten in Abu Dhabi bereits erste Gespräche aufgenommen, berichten mehrere Medien wie CNN und Interfax Ukraine übereinstimmend. Laut Skynews ist unklar, ob sich russische und ukrainische Vertreter dabei im gleichen Raum befinden. Zuvor verlautete aus Kiew, dass die Gespräche am Abend beginnen sollten.

+++ 12:35 Ukrainer: Zwei teure russische Raketenabwehrsysteme zerstört +++

Ukrainische Truppen haben nach eigenen Angaben gleich zwei russische Raketenabwehrsystem innerhalb eines Tages zerstört. Zusammen hätten die Systeme vom Typ "Buk-M2" und "Buk-M3" einen Wert von bis zu 70 Millionen Dollar, schreiben die Ukrainer am Mittwoch. Das 8. Korps der Luftlande-Sturmtruppen teilt ein Video, das die beiden Treffer zeigen soll. Für beide Kriegsparteien sind Raketenabwehrsysteme von großer Bedeutung für die eigene Flugabwehr.

+++ 12:04 Moskau beharrt auf Maximalforderungen +++

Russland bekräftigt vor dem Treffen mit Vertretern der Ukraine und USA in Abu Dhabi seine Forderung nach einem Rückzug der ukrainischen Truppen aus der Region Donbass im Osten der Ukraine. Moskaus Position sei bekannt, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. "Die ukrainischen Streitkräfte müssen das Gebiet des Donbass verlassen. Sie müssen sich von dort zurückziehen". Für Russland sei dies eine "sehr wichtige Bedingung", betont Peskow. Solange diese nicht erfüllt werde, sei es "sinnlos, auf den Abschluss eines langfristigen Abkommens zu hoffen". Moskau hält somit an seinen Maximalforderungen fest. Russland, das rund 20 Prozent der Ukraine besetzt hält, dringt seit Langem darauf, die vollständige Kontrolle über die Donbass-Region zu übernehmen. Kiew lehnt dies entschieden ab.

+++ 11:34 In Abu Dhabi soll Donbass-Frage diskutiert werden +++

Bei den von den Washington angeregten dreiseitigen Gesprächen zwischen der Ukraine, Russland und den USA wird es nach Angaben aus Kiew vor allem um Gebietsfragen gehen. "Die Frage des Donbass ist eine Schlüsselfrage", sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Journalisten zu den Verhandlungen in Abu Dhabi. Bei den Unterredungen an diesem Freitag und Samstag würden die drei Seiten ihre Sichtweise auf das Problem vortragen und diskutieren. Der Auskunft seines Beraters Dmytro Lytwyn nach ist der Beginn der Gespräche in den Arabischen Emiraten für den Abend geplant.

+++ 11:12 Selenskyj nennt Moskaus Wiederaufbau-Vorschlag "Unsinn" +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet den russischen Vorschlag als "Unsinn", im Westen eingefrorene russische Vermögenswerte für den Wiederaufbau auf eigenem Gebiet wie der Region Kursk zu verwenden. Die Ukraine werde darum kämpfen, alle eingefrorenen russischen Gelder für den Wiederaufbau in der Ukraine nutzen zu können, teilt er in einem Chat mit Journalisten mit.

+++ 10:40 "Das ist möglicherweise noch nicht der schwierigste Moment" - Klitschko ruft Bevölkerung eindringlich auf, Kiew möglichst zu verlassen +++

Wer kann, sollte Kiew verlassen, appelliert der Bürgermeister erneut an die Bevölkerung. Angesichts der sehr schwierigen Lage im Energiesektor und in dem Bewusstsein, dass Russland mit großer Wahrscheinlichkeit weiterhin kritische Infrastrukturen der Stadt und des Landes angreifen werde, bereite sich die Hauptstadt auf verschiedene Szenarien vor, schreibt Vitali Klitschko in sozialen Medien. "Die Lage ist äußerst schwierig, und das ist möglicherweise noch nicht der schwierigste Moment. Legen Sie sich Vorräte an Lebensmitteln, Wasser und notwendigen Medikamenten an." Wer noch die Möglichkeit habe, die Stadt zu verlassen, um alternative Energie- und Wärmequellen zu nutzen, solle diese nicht ausschlagen. Klitschko zufolge wurden in jedem Stadtviertel beheizte Notunterkünfte eingerichtet, in denen zahlreiche Menschen übernachten könnten. Alle kommunalen Dienste arbeiteten rund um die Uhr, um in dieser Notsituation das Leben in der Stadt aufrecht zu erhalten, sagt er. Bereits vor zwei Wochen hatte Klitschko die Bewohnerinnen und Bewohner aufgerufen, Kiew nach Möglichkeit vorübergehend zu verlassen, da zeitweise die Hälfte der Wohngebäude nach russischen Angriffen ohne Heizung waren.

+++ 10:15 Ischinger kritisiert Ablenkung durch Grönland-"Zirkus" +++

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, bezeichnet die Debatte um Grönland auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos als "Zirkus". "Anders kann man es nicht nennen", sagt er im ZDF-"Morgenmagazin". Er kritisiert, dass die Energie, die die Europäer und Amerikaner eigentlich auf die Ukraine konzentrieren müssten, auf Grönland abgelenkt wurde. "Wir hätten aus Davos ein Signal senden müssen an die russische Seite, dass jetzt endlich Schluss sein muss mit diesem Krieg." Stattdessen habe es einen internen westlichen Streit um Grönland gegeben, der "vollkommen unnötig" und "schädlich" sei. Transatlantisches Porzellan zwischen den Europäern und den Amerikanern sei ganz massiv beschädigt worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 09:52 Vier Tote und fünf Verletzte bei Angriffen auf Wohnhäuser – Minderjährige unter Opfern +++

Nach russischen Drohnenangriffen in der Region Donezk gibt es Tote und Verletzte. Laut der regionalen Staatsanwaltschaft attackierte das russische Militär am späten Abend Wohnhäuser in der Siedlung Tscherkaske mit Kamikaze-Drohnen. Ein 32-jähriger Mann und sein 5-jähriger Sohn sowie zwei ihrer Nachbarn seien getötet worden, als die Gebäude getroffen wurden, schreibt die Staatsanwaltschaft bei Telegram. Die Mutter des verstorbenen Jungen, drei Mädchen im Alter von 12, 14 und 16 Jahren sowie ein 34-Jähriger überlebten demnach verletzt. Zwei Häuser seien zerstört worden. Alle Opfer hätten sich zum Zeitpunkt der Angriffe in den Häusern befunden.

+++ 09:39 Verletzte und Schäden nach Drohnenangriffen +++

Bei den Drohnenangriffen auf die Ukraine in der letzten Nacht sind mindestens zwei Zivilisten zu Schaden gekommen. Eine 47-Jährige und ein 18-Jähriger wurden nach Behördenangaben der Region Dnipropetrowsk verletzt, als eine Drohne in Gemeinde Vasylkivska einschlug. Zudem verursachten Drohnenattacken auf die Großstadt Brände und Schäden an ziviler Infrastruktur, Gebäuden sowie Fahrzeugen, wie die weiter mitteilt.

+++ 08:58 Abu-Dhabi-Treffen "Theater, um Trump nicht zu verärgern" +++

Der Kreml erklärt sich zu einem trilateralen Treffen bereit und plant wohl auch, Teile seines eingefrorenen Vermögens für den Wiederaufbau der Ukraine zu verwenden. Ist das nun eine Kehrtwende? ntv-Korrespondent Rainer Munz bezweifelt das.

+++ 08:34 Kiew äußert sich zu Delegation für Abu Dhabi +++

Die Ukraine entsendet ihren Chefunterhändler Rustem Umerow und Generalstabschef Andrij Gnatow zu den Gesprächen mit den USA und Russland in Abu Dhabi, wie Staatschef Wolodymyr Selenskyj mitteilt. Selenskyj zufolge sollen die Gespräche zwei Tage andauern. Unklar ist, ob die russischen und ukrainischen Vertreter direkt miteinander verhandeln. Für die USA nimmt unter anderem der US-Gesandte Steve Witkoff teil. Die russische Delegation wird vom Leiter des russischen Militärgeheimdiensts GRU, Igor Kostjukow, angeführt.

+++ 07:51 Fast 2000 Wohnhäuser in Kiew bleiben eiskalt +++

Minus sieben Grad sind es aktuell in Kiew, wo noch 1940 Hochhäuser ohne Heizung sind. Das teilt Bürgermeister Vitali Klitschko am Morgen bei Telegram mit. Ihn zufolge konnte im Laufe der Nacht die Wärmeversorgung in mehr als 650 Gebäuden wiederhergestellt werden. Infolge von erneuten russischen Angriffen auf kritische Infrastruktur am Dienstag war die Wärmeversorgung in Tausenden Hochhäusern in Kiew erneut unterbrochen worden. Am Dienstag sagte Klitschko, etwa 600.000 der 3,6 Millionen Einwohner hätten die Stadt seit dem 9. Januar verlassen.

+++ 07:20 Ukraine zählt bei nächtlichem Angriff mehr als Hundert Drohnen +++

Seit dem Abend haben die ukrainischen Streitkräfte laut eigenen Angaben 76 russische Drohnen abgewehrt. Demnach umfasst der russische Angriff in der Nacht insgesamt 101 Drohnen, am zwölf Orten in der Ukraine gab es Einschläge. Das russische Verteidigungsministerium meldet seinerseits zwölf ukrainische Drohnen, die in der Nacht über Russland zerstört worden seien.

+++ 06:52 Trump: Besprechen Dinge, die seit Monaten diskutiert werden +++

"Er sagte, er wolle ein Abkommen schließen", antwortet US-Präsident Donald Trump auf die Frage eines Reporters, was der ukrainische Wolodymyr Selenskyj beim Treffen in Davos gesagt habe. Die Parameter seien bekannt, erklärt Trump am Donnerstag vor Reportern an Bord der Air Force One. "Wir besprechen Dinge, die seit sechs oder sieben Monaten diskutiert werden." Zuvor sei er sich nicht sicher gewesen, ob Selenskyj ein Abkommen schließen wolle, fügt er hinzu. Auch Kremlchef Wladimir Putin wolle eine Einigung erzielen, so Trump.

+++ 06:18 Russland meldet Brand in Öldepot nach Drohnenangriff +++

In einem Öldepot im russischen Pensa ist laut den örtlichen Behörden ein Brand nach einem ukrainischen Drohnenangriff ausgebrochen. Vier Drohnen seien abgeschossen worden, die Trümmer einer Drohne hätten das Depot getroffen, teilt der Gouverneur der Region Pensa auf Telegram mit. Opfer gab es demnach nicht. Die ukrainischen Streitkräfte teilen auf ihrem Telegram-Kanal ein Video, das den Brand in Pensa zeigen soll. Pensa liegt etwa 520 Kilometer von der östlichen Grenze der Ukraine entfernt.

+++ 05:23 Vorwurf der Sanktionsumgehung: Taiwan will mit Ukraine reden +++

Taiwan hat der Ukraine Gespräche zur Bekämpfung von Sanktionsumgehung angeboten. Hintergrund sind Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wonach Russland unerlaubt Raketenkomponenten aus Taiwan bezieht. Der taiwanische Präsident Lai Ching-te schrieb auf X, man begrüße einen weiteren Informationsaustausch, um illegale Lieferungen über Drittländer und die verschleierte Endverwendung zu unterbinden. Eine Stellungnahme aus Kiew lag zunächst nicht vor.

+++ 03:50 Russische Botschaft bezeichnet deutschen Spionagevorwurf als "dumme Provokation" +++

Die russische Botschaft in Berlin weist Spionagevorwürfe Deutschlands zurück. Es handle sich um eine "dumme, eilig zusammengestrickte Provokation, die vor dem Hintergrund der aktiv hochgedrehten Angstmacherei um Spione, die russische diplomatische Vertretung diskreditieren soll", heißt es in einer Stellungnahme der Botschaft. Das Auswärtige Amt hatte zuvor russischen Botschafter in Berlin einbestellt und ihm mitgeteilt, ein als Diplomat akkreditierter Mitarbeiter der Botschaft der Russischen Föderation, der in Deutschland Spionage betrieben habe, sei mit sofortiger Wirkung zur Persona non grata erklärt worden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich um den stellvertretenden russischen Militärattaché.

+++ 02:44 Kreml: Noch heute "Sicherheitsgespräche" mit USA und Ukraine +++

Russland, die USA und die Ukraine wollen sich nach Angaben des Kreml noch am heutigen Freitag in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu Sicherheitsgesprächen treffen. Die vorangegangenen Gespräche von Präsident Wladimir Putin mit US-Gesandten seien inhaltlich konstruktiv und sehr offen gewesen, so das russische Präsidialamt. Eine langfristige Einigung sei jedoch nur möglich, wenn die territoriale Frage gemäß der Vereinbarung des Alaska-Gipfels gelöst werde. Russland strebe eine diplomatische Lösung an, werde die Kämpfe aber bis dahin fortsetzen, heißt es aus Moskau.

+++ 01:42 Kreml: Gespräche mit US-Gesandten über Ukraine beendet +++

Nach mehr als 3,5 Stunden enden die Verhandlungen zwischen US- und Kreml-Vertretern in Moskau. Das teilt der Pressedienst des Kremls nach dem Treffen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff mit. An dem Treffen nahmen außerdem Trumps Schwiegersohn Jared Kushner sowie sein Berater Josh Gruenbaum teil. Über Ergebnisse ist bislang nichts bekannt. Bei dem Treffen ging es auch um die weitere Verwendung der in den USA wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine eingefrorenen Vermögenswerte und um die Einladung Russlands in den von der US-Regierung gegründeten "Friedensrat".

+++ 00:47 Frankreich enthüllt neue Informationen zu geentertem Schattenflotten-Tanker +++

Frankreich berichtet, dass es sich bei dem als Teil der russischen Schattenflotte festgehaltenen Tanker um einen Öltanker mit dem Namen "Grinch" handelt. Das Schiff soll unter falscher Flagge von Murmansk aus unterwegs gewesen sein. Das berichtet "Ukrainska Pravda". Die ursprüngliche Operation diente demnach dazu, den Status des Tankers zu überprüfen, da der Verdacht bestand, dass er unter falscher Flagge fuhr. Eine Überprüfung der an Bord befindlichen Dokumente bestätigte den Verdacht der französischen Behörden. Der französischen Sender BFMTV berichtet unter Bezug auf anonyme Quellen, dass das Schiff unter der Flagge der Komoren fuhr. Der Tanker soll häufig Öl zu Häfen in China und Indien transportiert haben.

+++ 23:30 Russen bombardieren Wohngebiet in Saporischschja - mindestens ein Todesopfer +++

Bei russischen Bombenangriffen auf die Siedlung Komyshuvakha in der Region Saporischschja ist mindestens ein Mensch gestorben. Das teilt der Gouverneur der Region, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. Von den zehn Verletzten - die meisten von ihnen Frauen - seien sechs im Krankenhaus. Insgesamt habe es vier Angriffe gegeben. Nach Angaben der Polizei wurden zwei Privathäuser komplett zerstört, außerdem wurde ein fünfstöckiges Wohnhaus schwer beschädigt.

+++ 22:14 Finnlands Präsident: Trump setzt Russland unter Druck +++

Der finnische Präsident Alexander Stubb sieht die Lage im Ukraine-Krieg aus westlicher Sicht auf einem guten Weg. US-Präsident Donald Trump übe großen Druck auf Russland aus, sagt Stubb in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. "Ich denke, Präsident Trump übt großen Druck auf Russland aus, und ich hoffe, er macht damit weiter." Stubb zeigt sich optimistisch mit Blick auf einen 20-Punkte-Friedensplan, der Sicherheitsgarantien für die Ukraine und den Wiederaufbau des Landes umfasse. Er sei jedoch nicht überzeugt, dass Russland den Plan aus innenpolitischen Gründen annehmen werde.

+++ 21:40 Treffen von Putin und Witkoff im Kreml hat begonnen +++

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff ist im Kreml von Russlands Präsident Wladimir Putin empfangen worden. Die Gespräche haben begonnen, wie der Kreml auf seinem Telegramkanal mitteilte. Zuletzt hatte der Kremlchef den Vertrauten von US-Präsident Donald Trump Anfang Dezember empfangen. Die Gespräche damals hatten fünf Stunden gedauert - aber keinen Durchbruch gebracht. Witkoff wird diesmal in Moskau erneut von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner begleitet. Die beiden waren schon im Dezember gemeinsam zu Gesprächen im Kreml.

+++ 21:09 Russische Schülerin wegen pro-ukrainischen Plakaten verurteilt +++

Ein russisches Gericht hat eine vierjährige Haftstrafe gegen eine 17-Jährige bestätigt, die in ihrer Schule Plakate von pro-ukrainischen Kämpfern aufgehängt hatte. Ein Berufungsgericht in der Region Moskau wies ihre Berufung am Donnerstag zurück, wie von den Nachrichtenseiten Sotavision und Rusnews veröffentlichte Videos der Anhörung zeigten. Eva Bagrowa, die ein Jahr lang unter Hausarrest stand und in Untersuchungshaft saß, war im Oktober wegen "Rechtfertigung von Terrorismus" verurteilt worden. Ihr Fall wurde jedoch erst diese Woche öffentlich bekannt. Bagrowa hatte im Dezember 2024 am Schwarzen Brett ihrer Schule in St. Petersburg zwei Poster mit der Aufschrift "Russlands Helden" aufgehängt, die den rechtsextremen Milizenchef Denis Kapustin und einen anderen pro-ukrainischen Kämpfer zeigten. Die Schülerin war damals 16 Jahre alt.

+++ 20:20 Russische Ölförderung 2025 trotz Sanktionen kaum gesunken +++

Russlands Ölförderung ist im vergangenen Jahr trotz westlicher Sanktionen und ukrainischer Drohnenangriffe nur leicht gesunken. Die Produktion schrumpfte um 0,8 Prozent im Vergleich zu 2024 auf 10,28 Millionen Barrel pro Tag. Dies entspricht rund einem Zehntel der weltweiten Förderung. Dem stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten Alexander Nowak zufolge hat sein Land im vergangenen Jahr 512 Millionen Tonnen Öl gefördert, nach 516 Millionen Tonnen im Jahr 2024. Russland ist nach den USA und Saudi-Arabien der drittgrößte Ölproduzent der Welt.

+++ 19:19 Mutmaßliche Unterstützer prorussischer Milizen in Untersuchungshaft +++

Einen Tag nach ihrer Festnahme in Brandenburg sind zwei mutmaßliche Helfer von prorussischen Milizen in Untersuchungshaft genommen worden. Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe setzte die Haftbefehle gegen den russischen Staatsbürger Suren A. und den Deutschen Falko H. am Donnerstag in Vollzug, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. Die beiden Männer sollen am Transport von Drohnen in den Donbass in der Ostukraine beteiligt gewesen sein. Der Bundesanwaltschaft zufolge hatten sie seit 2016 "herausgehobene Stellungen" in einem Verein inne, der solche Transporte an prorussische Separatisten der sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk organisierte.

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