Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 11:48 Analyse: 2025 feuerte Russland über 56.000 Geschosse auf Ukraine +++
Im Jahr 2025 feuerte Russland laut einer Analyse insgesamt 56.550 Geschosse auf die Ukraine ab: 54.592 Drohnen mit großer Reichweite und 1958 Raketen. Das zeigt eine Auswertung der Nachrichtenagentur AFP, die sich auf Daten der ukrainischen Luftwaffe stützt. Die intensivsten Angriffe erfolgten demnach im Juli mit 6495 Drohnen und Raketen. Die wenigsten Angriffe wurden im April mit insgesamt 2601 Drohnen und Raketen gezählt.
+++ 11:17 Reporter fragt Russen nach Wünschen für 2026 und hört oft "Frieden" +++
Das Wort "Frieden" habe er besonders oft gehört, als er Menschen auf der Straße in Moskau nach ihren Wünschen für das neue Jahr gefragt hat, sagt Steve Rosenberg, Reporter für BBC News. Er glaubt, dass dies nach fast vier Jahren Krieg eine allgemeine Ermüdung widerspiegelt. Die Menschen, die ihm antworteten, schauten angesichts von Unsicherheiten mehr auf die unmittelbare Zukunft, als dass sie langfristige Zukunftspläne machten.
+++ 10:50 Weitere Patriot-Systeme aus Deutschland in Ukraine im Einsatz +++
Zwei weitere Patriot-Raketenabwehrsysteme aus Deutschland sind in der Ukraine im Einsatz. Sie würden zur Verteidigung von Städten und kritischen Infrastrukturen eingesetzt, teilt das Verteidigungsministerium in Kiew mit. "Das beste Geschenk", kommentiert der Telegram-Kanal der ukrainischen Armee unter eine entsprechende Meldung.
+++ 10:38 Cherson meldet Opfer nach russischen Angriffen +++
Die Stadt Cherson ist laut ukrainischen Behördenangaben am Neujahrstag angegriffen worden. Dabei sei ein 31-jähriger Mann getötet worden, schreibt die regionale Verwaltung auf Telegram. Auch sei eine 87-jährige Frau schwer verletzt worden, nachdem ihre Wohnung in einem Hochhaus von einer Drohne getroffen worden sei.
+++ 10:08 Bericht: Gesunkener russischer Frachter könnte Reaktor-Bestandteile für Nordkorea transportiert haben +++
Ein Ende 2024 im Mittelmeer gesunkener russischer Frachter soll einem Bericht zufolge unter Verdacht stehen, für Nordkorea Atomreaktor-Bestandteile transportiert zu haben. Das schreibt die spanische Regionalzeitung "La Verdad" in Murcia und beruft sich auf nicht näher beschriebene spanische Ermittlungen. Das russische Frachtschiff "Ursa Major" war im Dezember 2024 zwischen Spanien und Algerien gesunken - knapp 140 Kilometer vor Almería. Der Betreiber, der Verbindungen zum russischen Verteidigungsministerium hat, sprach damals von einem Terrorakt. Es war von Explosionen die Rede. Der Schiffsbetreiber und der Frachter selbst waren mit US-Sanktionen belegt.
+++ 09:15 Russland erhöht Mehrwertsteuer +++
Für die Russen wird das Leben wegen der Finanzierung des Angriffskrieges gegen die Ukraine teurer. Für den Staatshaushalt und damit auch die Kriegskasse greift von heute an die im vergangenen Jahr beschlossene Erhöhung der Mehrwertsteuer von 20 auf 22 Prozent. Allein in diesem Jahr sollen damit zusätzlich umgerechnet rund 13 Milliarden Euro (1,187 Trillion Rubel) in die Staatskasse fließen. Die Steuererhöhung war im Herbst beschlossen worden und stieß bei Unternehmern und Verbrauchern, die ohnehin über eine hohe Inflation und insgesamt höhere Preise wegen der Sanktionen klagen, auf Unmut. Kremlchef Putin hatte im Dezember erklärt, dass die Mehrwertsteuererhöhung nötig sei, um den Haushalt auszugleichen. Schon im laufenden russischen Haushalt 2025 machen Militär und Sicherheit Berechnungen zufolge etwa 40 Prozent aller staatlichen Ausgaben aus. Auch die Einkommenssteuer war wegen des Krieges schon gestiegen.
+++ 08:42 Russlands Statthalter: Zahlreiche Tote und Verletzte bei ukrainischem Angriff auf Hotel +++
Der von Russland eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo behauptet, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Hotel und Café im russisch besetzten Teil der Region Cherson zahlreiche Menschen getötet oder verletzt worden seien. In einem Telegram-Beitrag spricht er von mindestens 24 Toten und mehr als 50 Verletzten. Der Angriff habe sich in dem Küstenort Chorly in der Nähe der Krim ereignet. Zum Zeitpunkt des Angriffs hätten in dem Hotel und dem Café Neujahrsfeierlichkeiten stattgefunden. Die Angaben sind derzeit nicht unabhängig überprüfbar. Eine ukrainische Stellungnahme liegt nicht vor.
+++ 08:14 Ukraine meldet Stromausfälle im Westen infolge von Attacken +++
Die westukrainische Region Volyn berichtet von Stromausfällen infolge massiver Drohnenangriffe des russischen Militärs in der vergangenen Nacht. Dutzende Drohnen hätten kritische Infrastruktureinrichtungen attackiert, teilt Volyns Gouverneur auf Telegram mit. Ihm zufolge lösten Drohnentreffer mehrere Brände aus. Einige der Shahed-Kampfdrohnen seien abgewehrt worden. Mehr als 103.000 Haushalte seien von der Stromversorgung abgeschnitten.
+++ 07:39 Ukraine soll zwei russische Ölanlagen angegriffen haben +++
In den russischen Regionen Krasnodar und Kaluga sollen Ölanlagen bei ukrainischen Drohnenangriffen attackiert worden sein. So berichten russische Telegram-Kanäle von einem Brand in der Stadt Ljudinowo in der südwestlich von Moskau gelegenen Region Kaluga. Dort sei ein Öldepot getroffen worden, heißt es. In sozialen Medien kursieren unverifizierte Videos, die Brände und ein Leuchten am Himmel zeigen und von Anwohner veröffentlicht worden sein sollen. In der südrussischen Region Krasnodar sei die Ölraffinerie Ilja angegriffen worden, heißt es weiter. Zu Bränden an Ölanlagen gibt es bisher keine Angaben von russischen Behörden. Der Gouverneur von Kaluga teilt auf Telegram lediglich mit, in der Neujahrsnacht seien sieben Drohnen über dem Raum Kaluga zerstört worden. Schäden oder Verletzte habe es ersten Informationen nach nicht gegeben, schreibt er. Das russische Verteidigungsministerium behauptet, über Russland seien in der Nacht insgesamt 168 ukrainische Drohnen abgefangen worden, davon sieben über der Region Kaluga und 25 über der Region Krasnodar.
+++ 07:06 Drohnenangriffe gehen in der Neujahrsnacht weiter +++
Auch in der Neujahrsnacht hat Russland die Ukraine mit Drohnenangriffen überzogen. In Kiew wurde kurz vor dem Jahreswechsel Luftalarm wegen anfliegender Drohnenschwärme ausgelöst. Im südlichen Odessa wurden Medienberichten zufolge erneut Energieanlagen getroffen. Russland meldete seinerseits Drohnenanagriffe aus der Ukraine: Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, bis zum Abend seien Dutzende ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin schrieb, eine Kampfdrohne sei kurz vor Mitternacht im Anflug auf die Hauptstadt abgeschossen worden.
+++ 06:26 Trump teilt russlandkritischen Artikel +++
Inmitten der Verhandlungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs hat US-Präsident Donald Trump am Mittwoch (Ortszeit) überraschend einen sehr russlandkritischen Artikel auf seiner Plattform Truth Social geteilt. Das Boulevardblatt "New York Post" befasst sich in dem Kommentar mit "Putins "Angriffs-"Getöse" und bezeichnet den Kremlchef als die eigentliche Hürde auf dem Weg zum Frieden. Unter anderem heißt es dort, jeder Angriff auf Wladimir Putin sei "mehr als gerechtfertigt". "Wir brauchen seine Krokodilstränen nicht, stattdessen sollte der Druck erhöht werden". Es wird dafür plädiert, dass Russland keine weiteren Zugeständnisse gemacht werden sollten, sondern ein härteres Vorgehen nötig sei. Laut US-Medien wurde Trump am selben Tag über Erkenntnisse des US-Auslandsgeheimdiensts CIA informiert, wonach die Ukraine entgegen der Behauptung Moskaus keine Residenz des Kremlchefs angegriffen hat. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 05:56 Berichte: Laut CIA griff Ukraine nicht Putins Residenz an +++
Der US-Auslandsgeheimdienst CIA ist Medienberichten zufolge zu dem Schluss gekommen, dass einer der jüngsten Drohnenangriffe der Ukraine nicht den russischen Präsidenten Wladimir Putin oder dessen Residenz zum Ziel hatte. Das berichten das "Wall Street Journal" sowie die Sender PBS und CNN unter Berufung auf namentlich nicht genannte Vertreter der US-Regierung. Damit widerspricht der Geheimdienst schweren Vorwürfen aus Moskau. Das "Wall Street Journal" berichtet unter Berufung auf US-Beamte, der umstrittene ukrainische Drohnenangriff habe einem militärischen Ziel in derselben Region wie Putins Residenz gegolten - allerdings nicht in der Nähe des Anwesens. Dies werde auch von einer Analyse der CIA belegt, heißt es. Laut PBS und CNN wurde Trump am Mittwoch von CIA-Chef John Ratcliffe über die Erkenntnisse des Geheimdienstes unterrichtet. Kiew bestreitet vehement, eine Residenz Putins angegriffen zu haben. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 3:42 Strack-Zimmermann nennt angeblichen Angriff auf Putin-Residenz "Lug und Trug" +++
Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann warnt davor, den russischen Angaben über einen ukrainischen Drohnenangriff auf eine Residenz von Präsident Wladimir Putin zu glauben. "99,9 Prozent der Nachrichten, die aus dem Kreml kommen, sind Lug und Trug", sagt die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament der Funke Mediengruppe. Putins "menschenverachtende Geschichte" über den angeblichen Drohnenangriff gehöre "in die Tonne", fügt sie hinzu. "Traurig genug, dass der US-Präsident jeden Ton, der aus dem Munde Putins kommt, verstärkt. Wir in Europa aber sollten dieses russische Muster der Kriegsführung nach vier Jahren doch endlich durchschaut haben", sagt Strack-Zimmermann weiter.
+++ 01:28 Selenskyj: Ukraine "zehn Prozent" von Friedensabkommen entfernt +++
Die Ukraine ist nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj "zehn Prozent" von einem Abkommen zur Beendigung des Krieges mit Russland entfernt, allerdings sind seinen Angaben nach die wichtigsten Fragen noch offen. "Das Friedensabkommen ist zu 90 Prozent fertig. Zehn Prozent bleiben", sagt er in der Ansprache. Diese restliche Verhandlungsmasse seien "die zehn Prozent, die das Schicksal des Friedens, das Schicksal der Ukraine und Europas bestimmen werden", fügt er hinzu. Selenskyj sagt, sein Land wolle ein Ende des Krieges, aber nicht "um jeden Preis". Ein Abkommen müsse starke Sicherheitsgarantien beinhalten, um Russland von einer erneuten Invasion abzuhalten.
+++ 22:01 Macron kündigt Zusagen zum Schutz der Ukraine an +++
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigt Zusagen europäischer Staaten zum Schutz der Ukraine für den kommenden Dienstag an. "Am 6. Januar werden in Paris viele europäische Staaten und Verbündete konkrete Zusagen machen, um die Ukraine zu schützen und einen gerechten und dauerhaften Frieden auf unserem europäischen Kontinent zu gewährleisten", sagt Macron in seiner Neujahrsansprache. Die Zusagen sollen nach einem möglichen Friedensabkommen mit Russland gelten. Macron hat für den 6. Januar zu einem Treffen der von Großbritannien und Frankreich angeführten "Koalition der Willigen" eingeladen. Zu den mehr als 30 Mitgliedern zählt auch Deutschland.
+++ 21:11 Münchner Erzbischof verurteilt Ukraine-Krieg +++
Der Münchner Erzbischof Reinhard Marx verurteilt den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine scharf. "Was für eine Schande, was für eine Blasphemie, dass sich getaufte Christen gegenseitig umbringen", sagt er laut seiner Pressestelle bei einer Andacht in der Münchner Altstadt.
+++ 20:17 Kroatien und Rumänien beteiligen sich an Nato-Waffen-Plan für Ukraine +++
Rumänien und Kroatien treten einem NATO-Programm zum Kauf von US-Waffen für die Verteidigung der Ukraine bei. Das berichtet der Kyiv Independent unter Berufung auf eine Mitteilung von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Demnach schließen sich beide Länder der sogenannten Priorisierten Ukraine-Anforderungsliste (PURL) an, über die seit ihrem Start im August 2025 rund 4,3 Milliarden US-Dollar für US-Militärausrüstung und Munition gesammelt wurden. Rumänien steuert 50 Millionen Euro bei, Kroatien 15 Millionen Euro. Mit ihrem Beitritt erweitern sie den Kreis von 22 teilnehmenden Staaten, darunter Deutschland, Kanada und Australien.
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