Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 17:20 Trump: USA bekommen iranisches Uran "irgendwann" +++

10.05.2026, 17:20 Uhr

US-Präsident Donald Trump zeigt sich zuversichtlich, dass die Vereinigten Staaten "irgendwann" das angereicherte Uran des Irans sichern würden. "Nun, wir werden das irgendwann bekommen, zusammen mit allem, was wir wollen", sagt er in einem Interview der Sendung "Full Measure". Das Material stehe "unter Beobachtung" der USA, behauptet Trump weiter. "Wenn sich jemand dem Ort nähert, werden wir davon erfahren, und wir werden ihn in die Luft jagen." Trump drängt im derzeitigen Krieg den Iran dazu, seinen Vorrat an hoch angereichertem Uran vollständig zu entfernen.

+++ 16:35 Libanon: Zwei Hisbollah-nahe Sanitäter bei israelischen Angriffen getötet +++

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben der libanesischen Regierung zwei Hisbollah-nahe Sanitäter getötet und fünf weitere verletzt worden. Die israelische Armee habe zwei Stützpunkte des zur Hisbollah-Miliz gehörenden Islamischen Gesundheitskomitees beschossen, erklärt das Gesundheitsministerium in Beirut. Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit Mitte April eine Waffenruhe. Die israelische Armee greift jedoch weiterhin Stellungen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz an. Auch die Hisbollah beschießt weiterhin Ziele in Israel sowie israelische Soldaten im Süden des Libanon.

+++ 15:42 Straße von Hormus: Katar appelliert an den Iran +++

Katar warnt den Iran davor, die Straße von Hormus als Druckmittel in den laufenden Verhandlungen mit den USA zu nutzen. Die Krise werde sich nur verschärfen, wenn Teheran die Meerenge als "Druckmittel" einsetze, sagt Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi nach Angaben aus Doha in einem Telefonat. Die Freiheit der Schifffahrt sei als Prinzip "nicht verhandelbar", sagt Katars Ministerpräsident dem katarischen Außenministerium zufolge.

+++ 15:00 Staatsmedien: Iran übermittelt Antwort auf US-Friedensvorschlag +++

Der Iran hat Staatsmedien zufolge seine Antwort auf einen US-Vorschlag für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges an Pakistan übermittelt. Die Islamische Republik Iran habe ihre Antwort auf den jüngsten von den USA vorgeschlagenen Text "heute über pakistanische Vermittler" verschickt, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Irna. Die USA rechneten schon am Freitag mit einer Antwort.

+++ 14:33 UAE meldet iranischen Drohnenangriff +++

Ungeachtet einer geltenden brüchigen Waffenruhe melden die Vereinigten Arabischen Emirate einen Drohnenangriff aus dem Iran. Die emiratische Luftabwehr habe zwei im Iran gestartete Drohnen abgefangen, teilt das Verteidigungsministerium in Abu Dhabi mit.

+++ 13:57 Airline Swiss sieht ihre Kerosin-Versorgung für nächste Wochen gesichert +++

Die Emirate gehören zu den engsten Verbündeten der USA in der Golfregion. Die Lufthansa-Tochter Swiss rechnet in den kommenden Wochen nicht mit einem Kerosinengpass. Man sei in Kontakt mit den Lieferanten, also den Ölkonzernen und Raffinerien, sagt Swiss-Chef Jens Fehlinger der "Neuen Zürcher Zeitung". "Deren Prognosen sind gut." Für die nächsten sechs Wochen wisse man zu 100 Prozent, wie viel Treibstoff ankomme. "Darüber hinaus haben wir Wahrscheinlichkeiten, die Stand heute gut aussehen." Durch den Iran-Krieg ist die für den Öltransport wichtige Straße von Hormus seit Ende Februar blockiert. Dadurch wurden Öl und Treibstoff knapper und deutlich teurer. Wird ein Flug wegen hoher Kerosinkosten gestrichen, haben Verbraucher nach Angaben der EU-Kommission ein Recht auf Erstattung oder Umbuchung. Anders sieht es jedoch aus, wenn ein Flug wegen Treibstoffmangels nicht abhebt, da dies ein außergewöhnlicher Umstand sei, der Fluggesellschaften von finanziellen Ausgleichsleistungen befreit.

+++ 13:26 Irans Militärchef will Obersten Führer Chamenei getroffen haben +++

Irans Armeekommandeur Ali Abdollahi hat dem iranischen Staatsfernsehens zufolge den bislang öffentlich nicht aufgetretenen neuen obersten Führer der Islamischen Republik, Modschtaba Chamenei, getroffen. Chamenei habe bei dem Treffen "neue Anweisungen und Richtlinien für die Fortsetzung der Einsätze zur Bekämpfung des Feindes" erteilt, berichtet das iranische Staatsfernsehen. Angaben zum Zeitpunkt des Treffens werden nicht gemacht. Modschtaba Chamenei hatte nach der Tötung seines Vaters Ayatollah Ali Chamenei bei US-israelischen Angriffen zu Beginn des Iran-Krieges dessen Nachfolge als politisches und religiöses Oberhaupt des Iran angetreten. Weil er sich seitdem nicht öffentlich gezeigt hat, wird über seinen Gesundheitszustand und seinen Aufenthaltsort spekuliert.

+++ 13:08 Weltmarkt fehlt laut Aramco rund eine Milliarde Barrel Öl +++

Dem Weltmarkt fehlen nach Einschätzung des saudiarabischen Ölkonzerns Saudi Aramco wegen des Iran-Kriegs rund eine Milliarde Barrel Öl aus den vergangenen zwei Monaten. Selbst wenn die Lieferungen wieder anliefen, werde es dauern, bis sich die Energiemärkte stabilisierten, sagt Aramco-Chef Amin Nasser. Um die Straße von Hormus zu umgehen, transportiert Aramco verstärkt Rohöl per Pipeline von der Ostküste am Persischen Golf zum Roten Meer. "Unsere Ost-West-Pipeline, die ihre maximale Kapazität von sieben Millionen Barrel Öl pro Tag erreicht hat, hat sich als entscheidende Versorgungsader erwiesen und hilft dabei, die Auswirkungen eines weltweiten Energieschocks abzumildern", erklärt Nasser. 

+++ 12:39 Kuwait mit Drohnen angegriffen +++

Trotz einer geltenden Waffenruhe ist der kleine Golfstaat Kuwait von mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden. Die Streitkräfte hätten dort heute früh "mehrere feindliche Drohnen" im eigenen Luftraum entdeckt und darauf reagiert, teilt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Mehr Details werden nicht genannt. Schon am Donnerstag hatten sich der Iran und die USA trotz einer Waffenruhe gegenseitig angegriffen. Am Freitag hatte das US-Militär zwei unter iranischer Flagge fahrende, unbeladene Öltanker angegriffen und außer Gefecht gesetzt.

+++ 12:24 Katar: Frachter von Drohne attackiert +++

Zu dem Angriff auf ein Handelsschiff vor der Küste Katars sind weitere Einzelheiten bekannt. Laut dem katarischen Verteidigungsministerium wurde ein aus Abu Dhabi kommendes Handelsschiff am Morgen von einer Drohne attackiert, als es sich in Katars Hoheitsgewässern nordöstlich von Mesaieed Port befand. Der Vorfall habe zu einem kleinen Brand an Bord des Schiffes geführt, bei dem jedoch niemand verletzt worden sein, teilt das Ministerium mit. Das Schiff habe seine Fahrt in Richtung Mesaieed fortgesetzt. Zuvor hatte eine britische Behörde mitgeteilt, dass ein Massengutfrachter nach eigenen Angaben von einem unbekannten Geschoss getroffen wurde. (Siehe Eintrag von 08:17 Uhr) Vom wem der Angriff ausging, ist nach wie vor unklar.

+++ 11:34 Sri Lanka erhöht Strompreise abermals stark +++

Angesichts der durch den Iran-Krieg hervorgerufenen Energiekrise kündigt die Regierung von Sri Lanka eine deutliche Erhöhung der Strompreise an. Stromkunden, die mehr als 180 Kilowattstunden im Monat verbrauchen, müssen ab Montag einen Aufschlag von 18 Prozent zahlen, kündigt die Versorgungskommission des Staates an. Betroffen davon sind etwa Industrie, Hotels und andere Unternehmen.  Der Schritt folgt auf verschiedene andere Maßnahmen, mit denen der Energieverbrauch in Sri Lanka gesenkt werden soll. Schon im vergangenen Monat waren die Strompreise um 40 Prozent erhöht worden. Benzin wurde um mehr als 35 Prozent teurer, zudem wurde die Zuteilung rationiert.

+++ 10:20 Erster katarischer LNG-Tanker seit Kriegsbeginn passiert offenbar Straße von Hormus +++

Ein Tanker mit Flüssigerdgas aus Katar hat offenbar die Straße von Hormus passiert. Das berichten unter anderem Bloomberg und CNN unter Berufung auf Schiffsverfolgungsdaten. Laut dem Trackingdienst Marinetraffic befindet sich die Al Kharaitiyat derzeit im Golf von Oman. Ziel ist den Angaben zufolge Port Qasim in Pakistan, nachdem der Tanker von Ras Laffan Port abgelegt hatte. Der Tanker fährt unter der Flagge der Marshallinseln und wird vom katarischen Unternehmen Nakilat betrieben. Laut übereinstimmenden Medienberichten handelt es sich um die erste Durchfahrt eines katarischen LNG-Tankers durch die Meerenge seit Beginn des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran. Am Vortag hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen gemeldet, Katar verkaufe das Flüssiggas an Pakistan - einen Vermittler in dem Krieg. Den Quellen zufolge hatte der Iran die Durchfahrt genehmigt, um das Vertrauen zu Katar und Pakistan zu stärken. Mehr dazu hier.

+++ 09:19 Iran droht Unterstützern von US-Sanktionen mit "Schwierigkeiten" in Meerenge +++

Teheran sendet weitere Drohungen aus: Jedes Land, das die US-Sanktionen gegen Teheran durchsetze, werde "mit Sicherheit Schwierigkeiten bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus haben", sagt ein Sprecher des Militärs der staatlich kontrollierten iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, wie der Sender Al Jazeera berichtet. Zudem erklärt der Sprecher, dass "keines der Ziele des Feindes" in diesem Krieg erreicht worden sei und dass das politische Gleichgewicht des iranischen Systems nicht gestört worden sei. Ob sich Teheran dabei auf bestimmte der umfassenden von den USA verhängten Sanktionen bezieht, ist unklar. Die Straße von Hormus war zu Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar von den iranischen Streitkräften weitgehend gesperrt worden. Mitte April rief US-Präsident Donald Trump seinerseits eine Blockade der Meerenge aus.

+++ 08:17 Behörde: Massengutfrachter vor Katar meldet Treffer +++

Im Persischen Golf kommt es anscheinend am frühen Morgen zu einem weiteren Vorfall mit einem Handelsschiff. Ein Massengutfrachter habe gemeldet, von einem unbekannten Geschoss getroffen worden zu sein, teilt die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mit. Der Einschlag auf das Schiff 23 Seemeilen (etwa 42 Kilometer) nordöstlich der katarischen Hauptstadt Doha habe einen kleinen Brand ausgelöst, der gelöscht worden sei, heißt es. Opfer oder Umweltschäden seien nicht gemeldet worden. Bisher ist nicht bekannt, um welches Schiff es sich handelt, unter welcher Flagge es fährt und ob es beladen ist. Massengutfrachter transportieren lose Güter wie zum Beispiel Kohle, Phosphat oder Getreide. Zuvor warnte der Iran die USA vor weiteren Angriffen auf seine Handelsschiffe und drohte mit Vergeltung. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 07:52 Bericht: Deutschland versucht, USA Tomahawk-Raketen abzukaufen +++

Nach der US-Absage der Stationierung von Tomahawk-Raketen in Deutschland will sich die Bundesregierung einem Zeitungsbericht zufolge bei den USA um einen Kauf dieser Marschflugkörper bemühen. Die Bundesregierung hoffe, die US-Regierung vom Verkauf der Waffen zusammen mit dem dazugehörigen bodengestützten Typhon-Raketenwerfersystem zu überzeugen, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Verteidigungsminister Boris Pistorius plane eine Reise nach Washington, um für den Kauf der Langstreckensysteme zu werben. Ein US-Besuch von Pistorius hänge jedoch davon ab, ob er ein Treffen mit seinem US-Kollegen Pete Hegseth vereinbaren könne. Dies gelte angesichts der wegen des Iran-Krieges verschlechterten Beziehungen zwischen US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz nicht als sicher, schreibt die Zeitung. Zudem sind die US-Bestände durch den Krieg mit dem Iran stark dezimiert worden. Mehr dazu hier.

+++ 06:53 US-Kommando: 58 Schiffe während Blockade gegen Iran umgeleitet +++

Das für die Golfregion zuständige US-Zentralkommando teilt mit, dass es seit dem 13. April 58 Handelsschiffe umgeleitet und vier außer Gefecht gesetzt habe, um zu verhindern, dass die Schiffe iranische Häfen anlaufen oder verlassen. "Die Seeblockade der USA gegen den Iran wird weiterhin konsequent durchgesetzt", erklärt Centcom auf der Plattform X.

+++ 06:17 Iran lässt USA offenbar warten +++

Eine Antwort auf den US-Vorschlag für ein Ende des Kriegs scheint der Iran weiter schuldig zu bleiben - zumindest wird dazu öffentlich nichts bekannt. US-Präsident Donald Trump und seine Regierung waren eigenen Worten zufolge davon ausgegangen, bis Freitag eine Antwort zu bekommen. Irans Regierung hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA. Dabei handelt es sich um eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung. Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden.

+++ 05:42 Bericht: Israel errichtete geheimen Stützpunkt in irakischer Wüste +++

Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" hat Israel in einem abgelegenen Teil der irakischen Wüste einen geheimen Militärstützpunkt errichtet, um einen Luftangriff im Krieg gegen den Iran zu unterstützen. Mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen, darunter hochrangige US-Beamte, teilen dem WSJ mit, dass die israelischen Streitkräfte den Stützpunkt kurz vor Kriegsbeginn im Februar errichtet hatten. Er beherbergte Spezialeinheiten der Luftwaffe und diente als Logistikzentrum. IDF-Truppen waren dort stationiert, falls Piloten über feindlichem Gebiet abgeschossen würden.

+++ 04:49 Libanon: Mindestens neun Tote bei israelischen Angriffen im Süden des Landes +++

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens neun Menschen getötet worden. Unter den Opfern sei ein Mädchen, teilt das Ministerium mit. Bei Angriffen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz auf israelische Soldaten wurden nach Armeeangaben drei Reservisten verletzt. Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit drei Wochen eine Waffenruhe, die von der Hisbollah aber nicht anerkannt wird.

+++ 03:49 Iran warnt die USA vor Angriffen auf seine Öltanker und droht mit Vergeltungsangriffen +++

Der Iran hat vor Attacken auf seine Öltanker gewarnt und mit Vergeltungsangriffen auf US-Einrichtungen in der Region gedroht. "Jeder Angriff auf iranische Öltanker und Handelsschiffe wird einen harten Gegenschlag gegen eine der amerikanischen Einrichtungen in der Region sowie gegen die feindlichen Schiffe nach sich ziehen", erklären die iranischen Revolutionsgarden nach Angaben von Staatsmedien.

+++ 02:45 Rubio spricht mit Katars Regierungschef über "Bedrohungen" in Golfregion +++

Nach US-Vizepräsident JD Vance hat auch US-Außenminister Marco Rubio in Washington mit dem katarische Regierungschef Mohammed bin Abdelrahman Al-Thani Gespräche über die Lage in der Golfregion geführt. Rubio habe mit Al-Thani die Bedrohungen und die Sicherheit in der Region erörtert, teilte das US-Außenministerium am Samstag mit.

+++ 01:35 Zwei Drittel der Deutschen sparen laut Umfrage Energie +++

Der weiter schwelende Konflikt zwischen den USA und Iran sorgt bei vielen Deutschen für Verhaltensänderungen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox. Besonders verbreitet sind laut Vorabbericht der Funke-Zeitungen einfache Einsparungen im Alltag, bei der generellen Abkehr von fossilen Brennstoffen bleibt ein Großteil aber bisher noch zögerlich. Den Ergebnissen zufolge geben gut zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) an, aufgrund der gestiegenen Kosten bewusster mit Energie umzugehen. Davon vermeiden 56 Prozent den Stand-by-Betrieb technischer Geräte, 52 Prozent reduzieren gezielt ihren Stromverbrauch. 55 Prozent drehen die Heizung herunter, 47 Prozent sparen beim Warmwasser und auch beim Verkehr zeigt sich ein Effekt: 48 Prozent lassen laut der Befragung wegen hoher Spritpreise häufiger das Auto stehen.

+++ 00:25 Gasspeicherfüllstände: Chef der Bundesnetzagentur sieht keinen Anlass zur Hektik +++

Die Bundesnetzagentur hat Kritik an angeblich zu niedrigen Gasspeicherfüllständen zurückgewiesen. "Sich Mitte Mai schon volle Speicher zu wünschen, kann ich emotional verstehen", sagt Behördenchef Klaus Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und ergänzt gleichzeitig: "Ökonomisch und auch physikalisch ist das aber nicht notwendig." Müller verweist auf die vier Flüssiggasterminals an Nord- und Ostsee, die schon im letzten Winter stark geholfen hätten. Gasspeicher seien immer noch wichtig, "aber diese Fixierung, wie sie in 2022/2023 noch richtig war, die ist so nicht mehr notwendig."

+++ 23:23 Ehemann: Gesundheitszustand von Nobelpreisträgerin Mohammadi kritisch +++

Der Gesundheitszustand der iranischen Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi bleibt nach Angaben ihres Ehemanns kritisch. Sie habe einen starken Blutdruckabfall auf 9 zu 4 erlitten, zudem falle ihr inzwischen selbst das Sprechen schwer, schreibt der in Paris lebende Taghi Rahmani auf der Plattform X. Das Ärzteteam könne sie laut Rahmani derzeit lediglich "provisorisch" mit Medikamenten stabilisieren. Ihr Zustand sei jedoch kritisch, sie benötige dringend eine umfassende medizinische Behandlung. Die 54-Jährige liegt nach einem Herzinfarkt seit einer Woche auf der Intensivstation eines Krankenhauses in der nordwestiranischen Stadt Sandschan, wo sie auch inhaftiert ist. Rahmani und andere Familienmitglieder fordern seit Tagen, Mohammadi nach Teheran zu verlegen.

+++ 22:20 Putin: Angereichertes Uran aus dem Iran in Russland einlagern +++

Russland ist nach den Worten von Präsident Wladimir Putin bereit, angereichertes Uran aus dem Iran abzutransportieren und einzulagern. Das sagt Putin bei einer außerordentlichen Pressekonferenz nach den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg. Ursprünglich habe dazu Einigkeit bestanden, doch hätten die USA plötzlich ihre Haltung verschärft. Der Kremlchef sagt, dass Russland bereits einmal im Jahr 2015 angereichertes Uran aus dem Iran abtransportiert habe. Teheran habe Russland vertraut - "und das nicht ohne Grund", betont Putin und bietet an, "diese Erfahrung zu wiederholen".

+++ 21:48 Putin hofft auf Frieden im Iran - sonst zahle die Welt den Preis dafür +++

Wladimir Putin sagt, er hoffe, dass der Iran-Konflikt so schnell wie möglich beendet werde. Wenn dies nicht geschehe, werde die Welt den Preis dafür zahlen, mahnt der russische Präsident. Moskau befinde sich demnach in einer schwierigen Lage, da es gute Beziehungen sowohl zum Iran als auch zu den Golfstaaten unterhalte.

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