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Massaker der IS-Terroristen 164 Leichen aus Massengräbern geborgen

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Der IS tötete Hunderte Rekruten der Armee.

(Foto: AP)

Aus Massengräbern in der zentralirakischen Stadt Tikrit sind nach Angaben der Regierung bisher 164 Leichen geborgen worden. Bei den Leichen gefundene Dokumente und Handys deuteten darauf hin, dass es sich um Opfer des sogenannten Speicher-Massakers durch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) handele, sagte ein Sprecher des Ministeriums für Menschenrechte. Demnach wurden die sterblichen Überreste aus vier Massengräbern der Stadt geborgen, die kürzlich aus den Händen des IS zurückerobert wurde.

Nahe der Militärbasis Speicher waren im vergangenen Sommer bis zu 1700 zumeist schiitische Armeerekruten verschleppt worden, nachdem die Dschihadisten im Zuge einer Blitzoffensive weite Gebiete im Norden und im Zentrum des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatte. Die IS-Miliz hatte anschließend im Internet Bilder und Videos veröffentlicht, die die Ermordung der Männer zeigten. Das Massaker hatte im Irak und der Welt für Empörung gesorgt und dazu beigetragen, Unterstützung für den Kampf gegen die Dschihadisten zu mobilisieren.

Die vier Massengräber wurden auf dem Gelände eines Palastes des langjährigen Machthabers Saddam Hussein gefunden, der aus Tikrit stammte. Laut Behördenvertreter befinden sich insgesamt zehn Massengräber auf dem Gelände. DNA-Tests sollen nun zur Identifizierung der Toten beitragen. Die irakische Armee hatte Tikrit mit Unterstützung schiitischer Milizen Anfang April von den Dschihadisten zurückerobert. Es war der bislang größte Erfolg ihrer Gegenoffensive.

Quelle: n-tv.de, ghö/AFP

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