Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 17:59 Russischer Stahlkonzern Severstal meldet Stromausfall nach ukrainischem Angriff +++
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff ist in einem Werk des russischen Bergbau- und Stahlkonzerns Severstal teilweise der Strom ausgefallen. Betroffen sei der Bergbau- und Verarbeitungsbetrieb in der Region Belgorod, teilt der Konzern mit. Es sei niemand verletzt worden. Der Normalbetrieb werde wieder aufgenommen, sobald die Stromversorgung vollständig wiederhergestellt worden sei.
+++ 17:23 Kriegsspende: Metro distanziert sich von Tochter in Russland +++
Der Lebensmittelgroßhändler Metro distanziert sich nach einer Millionenspende seiner unter Zwangsverwaltung gestellten Tochter in Russland an eine Organisation zur Unterstützung des russischen Angriffskriegs. Die Entscheidung über die Spende sei weder mit der Metro AG abgestimmt noch von ihr autorisiert oder gebilligt worden, erklärt das Unternehmen. Kremlchef Wladimir Putin hatte das Russland-Geschäft des Lebensmittelgroßhändlers Ende September per Dekret unter Zwangsverwaltung nehmen lassen. Demnach verwaltet die russische Managementgesellschaft Torg RUS vorübergehend 100 Prozent der Aktiva von Metro in Russland.
+++ 16:47 Bericht: Russland weitet Produktion von Gleitbomben aus +++
Russland baut laut einem Bericht seine Produktion von Gleitbomben deutlich aus. Das berichtet das Portal Kyiv Independent exklusiv unter Berufung auf einen Bericht der in Kiew ansässigen Denkfabrik Center for Defense Reforms (CDR). Demnach organisierte die zentrale russische Beschaffungsstelle im Jahr 2025 fast 278.000 Servoantriebe, die zur Steuerung der Gleitbomben-Tragflächen dienen. Mit diesen Bauteilen würden sich 139.000 Gleitbomben herstellen lassen. Dem Bericht zufolge ist das russische Technologieunternehmen CED Sail LLC der wichtigste Lieferant von Servoantrieben. Die Firma soll derzeit keinen westlichen Sanktionen unterliegen.
+++ 16:02 Kälte als Waffe: UN-Bericht wirft Moskau Kriegsverbrechen vor +++
Die russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur sind nach Ansicht von UN-Fachleuten Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Zu diesem Schluss kommt die Ukraine-Untersuchungskommission des Menschenrechtsrates zu Beginn der kalten Jahreszeit im Kriegsgebiet .In einem Bericht für die UN-Generalversammlung in New York spricht die Kommission von jahrelangen systematischen Angriffen auf Heizkraftwerke, Leitungen, Gasanlagen und andere Einrichtungen. Im vergangenen Winter hätten Tausende Haushalte ohne Heizung auskommen müssen, Millionen Menschen seien von Stromausfällen betroffen gewesen.
+++ 15:21 Lettland: Belarus drängt Migranten zur Sabotage an Grenze +++
Lettland wirft den Behörden des autoritär regierten Nachbarlands Belarus vor, illegale Migration zu unterstützen und Migranten zur Beschädigung des Grenzzauns zu drängen. Migranten, die nicht für den illegalen Grenzübertritt in das baltische EU- und Nato-Land bezahlt haben, würden zur Wiedergutmachung dazu angehalten, die lettische Grenzinfrastruktur zu beschädigen, sagt Andris Aleksejevs von der Generalstaatsanwaltschaft in Riga in einem Bericht des lettischen Fernsehens. Im Falle einer Weigerung müssten sie mit körperlicher Gewalt rechnen. Dem Fernsehbericht zufolge kostet ein Grenzübertritt 5.000 US-Dollar, die zumeist in Kryptowährung zu bezahlen ist. Die Route führe demnach durch Russland nach Belarus und weiter zu Lagern nahe der Grenze, wo Migranten auf ein Signal zum illegalen Grenzübertritt warteten.
+++ 14:48 Selenskyj: Warten seit einem Monat auf US-Freigabe für Raketenlieferung +++
Die Ukraine wartet ihrem Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge seit fast einem Monat auf die Freigabe wichtiger Raketenlieferungen durch die USA. "Wir warten seit fast einem Monat darauf, dass US-Verteidigungsminister Hegseth die Raketen für die Systeme Patriot und Nasams freigibt", erklärt Selenskyj auf der Online-Plattform X. "Ich habe unser Team angewiesen, dies bei der amerikanischen Seite noch einmal anzusprechen." Selenskyj hat die USA wiederholt aufgefordert, die Lieferungen von Raketen, die von Nato-Verbündeten für die Ukraine gekauft werden, vor dem Winter zu beschleunigen.
+++ 14:22 Russland will Angriffe trotz Gesprächen mit USA und Ukraine fortsetzen +++
Trotz geplanter Gespräche unter US-Vermittlung will Russland seine Angriffe auf die Ukraine nach Regierungsangaben fortsetzen. "Die Entscheidung für eine Wiederaufnahme der trilateralen Gespräche beinhaltet keine Einschränkungen für die Kampfhandlungen", sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow vor Journalisten. "Unsere Streitkräfte werden ihre massiven Angriffe auf den militärisch-industriellen Komplex der Ukraine fortsetzen."
+++ 13:55 Russland: Ukrainische Angriffe gefährden Waffenruhe für Oleschky +++
Russland wirft der Ukraine vor, mit wiederholten Angriffen eine geplante Waffenruhe in der südukrainischen Stadt Oleschky zu gefährden. Die Ukraine habe die von Russland kontrollierte Stadt seit dem 19. Oktober 18 Mal mit Artillerie beschossen und mehr als 120 Drohnenangriffe geflogen, erklärt das Verteidigungsministerium in Moskau. Dadurch seien die Lieferung von Lebensmitteln und Medikamenten sowie eine Evakuierung verhindert worden. Die Ukraine und Russland hatten sich am Freitag auf eine Waffenruhe für Oleschky verständigt, die am Dienstag in Kraft treten soll. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt bislang nicht vor. Die Regierung in Kiew hat Russland in der Vergangenheit ihrerseits vorgeworfen, Hilfslieferungen und Evakuierungen zu blockieren.
+++ 13:07 Selenskyj macht Moskau Angebote - und betont rote Linien +++
In der Ukraine blickt man auf den Wahlausgang in Serbien, nun, wo ein "Putinfreund" nicht mehr an der Macht ist, erläutert Kavita Sharma. Unterdessen formuliert der ukrainische Präsident Selenskyj rote Linien für Verhandlungen mit dem Kreml. Welche das sind, ordnet die ntv-Reporterin ein.
+++ 12:31 Russland plant unterirdische Rechenzentren zum Schutz vor Drohnen +++
Russland will seine Rechenzentren besser vor ukrainischen Drohnenangriffen schützen. Wie der "Kyiv Independent" unter Berufung auf die russische Zeitung "Kommersant" berichtet, schlägt das russische Digitalministerium vor, Rechenzentren teilweise unterirdisch zu bauen, aus der Luft zu tarnen und mit Drohnenabwehrsystemen auszustatten. Für bestehende und geplante Anlagen sollen je nach strategischer Bedeutung unterschiedliche Schutzstandards gelten. Hintergrund sind ukrainische Drohnenangriffe auf mehrere Rechenzentren russischer Unternehmen zwischen dem 8. und 18. Oktober.
+++ 11:45 Moskau: Ukrainischer Drohnenangriff auf Luftabwehr vereitelt +++
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben einen ukrainischen Drohnenangriff auf eine Moskauer Luftabwehranlage und eine Stromanlage verhindert. Zwei Verdächtige seien festgenommen worden, teilte der Geheimdienst mit. Die Männer aus dem Südkaukasus sollen im Auftrag des ukrainischen Geheimdienstes SBU FPV-Drohnen und Sprengstoff beschafft und in die Region Moskau gebracht haben. Die Drohnen hätten von der Ukraine aus gesteuert werden sollen. Eine Stellungnahme des SBU oder der ukrainischen Regierung liegt bislang nicht vor.
+++ 11:03 Warum METRO dem Kreml 11 Millionen Euro für den Krieg spendet +++
Die russische Metro-Tochter stellt rund 10,9 Millionen Euro für Russlands Kriegsanstrengungen bereit - unter anderem für Kommunikationstechnik und Drohnenabwehr. Die Düsseldorfer Konzernzentrale distanziert sich deutlich. ntv-Russlandexperte Rainer Munz berichtet aus Moskau über die Hintergründe.
+++ 10:29 Russlands Tuppen rücken bei Dnipropetrowsk weiter vor +++
Russische Truppen sind nach Einschätzung des Institute for the Study of War (ISW) in der Region Dnipropetrowsk weiter vorgerückt. Demnach erreichten sie nach Angaben des ukrainischen Militärbeobachters Kostjantyn Maschowez ein neues Gebiet nahe Filija, südwestlich von Nowopawliwka. Zugleich sollen ukrainische Soldaten in der Region Donezk die Siedlungen Perebudowa, Komar und Fedoriwka zurückerobert haben. Der Vorstoß bedrohe eine wichtige russische Verteidigungslinie bei Welyka Nowossilka, einem Knotenpunkt für die russische Offensive nach Westen.
+++ 09:38 Selenskyj will Armee mit 800.000 Soldaten erhalten +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die Stärke der ukrainischen Armee bei 800.000 Soldaten halten. Die Größe der Streitkräfte sei eine interne Angelegenheit, über die weder mit Russland noch mit den USA verhandelt werde, sagt er in einem Interview im ukrainischen Fernsehen. Entscheidend sei, wer die Finanzierung der Armee übernehme und welche Sicherheitsgarantien die Ukraine im Rahmen einer Friedensregelung erhalte. Bei einer NATO-Mitgliedschaft könnte die Armee nach seinen Worten auch kleiner ausfallen.
+++ 08:49 Behörden melden zwei Tote in russischem Woronesch +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Region Woronesch sind nach Behördenangaben zwei Männer getötet worden. 17 weitere Menschen seien verletzt worden, darunter ein Kind, teilt der Gouverneur der Region, Alexander Gussew, über den russischen Onlinedienst MAX mit. An mehreren Industriestandorten seien Brände ausgebrochen. Die Luftabwehr habe 113 Drohnen über der Region abgefangen. Zudem wurde den Angaben zufolge ein Fernzug auf dem Weg von Anapa am Schwarzen Meer nach Moskau beschädigt. Dabei seien fünf Fahrgäste verletzt worden, teilt die russische Staatsbahn mit. Der Zugverkehr durch Woronesch sei daraufhin eingestellt worden. Die südrussische Region Krasnodar, in der Anapa liegt, ist bei russischen Urlaubsreisenden sehr beliebt.
+++ 08:09 Ukraine: Sechs Verletzte bei russischen Angriffen +++
Bei neuen russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Nacht mindestens sechs Menschen verletzt worden. Wie die ukrainischen Behörden auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilen, wurden vier Menschen in der südöstlichen Stadt Saporischschja und zwei Menschen in der nördlichen Region Tschernihiw verletzt. Das russische Verteidigungsministerium teilt auf Telegram mit, die Armee habe ein Kraftwerk in der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw im Nordosten, ein Lagerhaus in der umliegenden Region sowie ein weiteres Kraftwerk in der westlichen Region Chmelnyzkyj getroffen. Zudem hätten russische Streitkräfte ein Frachtschiff auf dem Weg zum ukrainischen Schwarzmeer-Hafen Odessa getroffen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Ministerium. Das Schiff habe Militärgüter für die ukrainische Armee transportiert. Auch sei Infrastruktur im Hafen von Tschornomorsk attackiert worden.
+++ 07:27 Selenskyj nennt Bedingungen für Stopp der Angriffe auf russische Ölterminals +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schlägt den USA drei Optionen vor, um die Ukraine zum Stopp der Angriffe auf russische Ölraffinerien zu bewegen. In einem Interview nennt er einen gegenseitigen Energiewaffenstillstand, die Nutzung von Starlink zur Abwehr russischer ballistischer Raketen sowie zusätzliche Abfangraketen für Patriot-Luftabwehrsysteme. Keine der drei Forderungen sei erfüllt worden, kritisiert Selenskyj. Stattdessen seien die Sanktionen gegen russischen Diesel gelockert und die Geschwindigkeit der Starlink-Terminals für ukrainische Streitkräfte gedrosselt worden. Die ukrainischen Angriffe auf russische Energieanlagen bezeichnet er als Reaktion auf russische Attacken auf die ukrainische Energieinfrastruktur.
+++ 06:51 Nord-Stream-Prozess: Gericht entscheidet über Antrag auf Einstellung +++
Im Prozess um den Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines will das Hanseatische Oberlandesgericht über einen Antrag der Verteidigung auf Einstellung des Verfahrens entscheiden. Der Anwalt des angeklagten Ukrainers Serhij Kusnjezow hatte den Antrag mit Zweifeln an einem fairen Verfahren begründet. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 50-Jährigen vor, an der Sprengung der Pipelines im September 2022 beteiligt gewesen zu sein. Die Anklage lautet unter anderem auf Kriegsverbrechen. Sollte das Gericht den Antrag ablehnen, soll ein Sachverständiger des Bundeskriminalamts zu den Schäden und zur Explosionsursache gehört werden.
+++ 06:15 Selenskyj erwartet keine neuen russischen Energieverträge mit EU +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet nicht damit, dass große europäische Länder ihre Energiepartnerschaft mit Russland wieder aufnehmen. In einem Interview im ukrainischen Fernsehen sagt er, er habe bislang keine entsprechenden Anfragen zur Aufhebung der Sanktionen gesehen. Sollte es dazu kommen, werde die Ukraine reagieren, betont Selenskyj. Zugleich seien einige europäische Länder weiterhin von russischen Öl- und Gaslieferungen abhängig. Die EU habe jedoch beschlossen, die Einfuhr von russischem Pipelinegas und Flüssigerdgas bis Ende 2027 schrittweise einzustellen, so Selenskyj.
+++ 05:39 Präsidentschaftswahl in Bulgarien: Zwei Kandidaten kommen in Stichwahl +++
Im EU- und Nato-Land Bulgarien fällt die Entscheidung über das künftige Staatsoberhaupt in einer Stichwahl. Wie aus einer Hochrechnung des bulgarischen Meinungsforschungsinstituts Mjara hervorgeht, erreichte keiner der Kandidaten schon im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit. Zudem lag die Wahlbeteiligung mit 22,2 Prozent weit unter den notwendigen mehr als 50 Prozent. Damit wird es am kommenden Sonntag eine Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten geben - der jetzigen Präsidentin Ilijana Jotowa und Ex-Interimsregierungschef Andrej Gjurow. Der Ukraine-Krieg tobt nur wenige Hundert Kilometer von Bulgarien entfernt. Vor der bulgarischen Schwarzmeerküste waren im Oktober vier Handelsschiffe mutmaßlich von Drohnen getroffen worden. Zudem wurden nahe der Hauptstadt Sofia Antennen des Satelliteninternetdienstes Starlink in Brand gesetzt, dessen Netz wichtiger Bestandteil der ukrainischen Verteidigung im russischen Angriffskrieg ist. Der Kriegsschauplatz in Bulgariens unmittelbarer Nähe verleiht der bevorstehenden Stichwahl eine wichtige außenpolitische Dimension.
+++ 04:44 Österreichs Bundeskanzler: Aus Washington kommen doppelte Botschaften +++
Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker wirft den USA widersprüchliche Signale gegenüber der Ukraine vor: "Einige aktuelle Verhaltensweisen der US-Regierung, wie der Kauf von Dieselkraftstoff aus Russland, wirken sehr kurzsichtig", sagt Stocker der "Welt". "Sie sind ein schwieriges Signal für die Ukraine und die EU. Gleichzeitig betont Washington immer wieder Interesse an Gesprächen über ein baldiges Ende des Krieges. Das sind – wie so oft – doppelte Botschaften aus Washington, die sich widersprechen", sagt der Christdemokrat dem Blatt. Nach den Zwischenwahlen für den US-Kongress im November sehe man hoffentlich etwas klarer.
+++ 03:24 Selenskyj: Mediendruck brachte uns Starlink zurück +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj geht davon aus, dass der Starlink-Service dank der medialen Aufmerksamkeit wieder auf die gewünschte Geschwindigkeit gebracht werden konnte. "Ich denke, genau das hat geholfen. Es ist nicht so, als wäre das die Hauptstrategie unserer Zusammenarbeit mit Partnern gewesen. Wir sind offen und direkt, und es hat funktioniert. Zumindest vorerst", sagt Selenskyj in einem Interview im ukrainischen Fernsehen. "Wir werden sehen, wie es weitergeht, denn wir erleben täglich neue Entwicklungen, und es könnten während der US-Wahlen verschiedene Herausforderungen auf uns zukommen. Dennoch ist dies im Moment eine positive Entwicklung, und wir brauchen sie dringend."
+++ 02:08 Melania Trump zieht Ukraine-Reise in Erwägung +++
US-First Lady Melania Trump hat einen Besuch in der Ukraine nicht ausgeschlossen. Das berichtet die "New York Post". "Wir werden sehen", sagte Melania Trump auf die Frage, ob sie einen persönlichen Besuch in der Ukraine abstatten werde. US-Präsident Donald Trump äußerte sich zu dieser Möglichkeit und sagte: "Es könnte passieren." Das Weiße Haus hatte zuvor eine von Melania Trump vermittelte Waffenruhe für Oleschky angekündigt, die am kommenden Donnerstag beginnen soll. Die Feuerpause soll Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten ermöglichen.
+++ 23:39 Selenskyj stellt Dreiergespräche mit USA und Russland für November in Aussicht +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Dreiergespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA für November in Aussicht gestellt. "Wir sind bereit zu Gesprächen", sagt Selenskyj im ukrainischen Fernsehen. Gebietsfragen müssten auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs besprochen werden, andere Themen könnten technische Arbeitsgruppen behandeln. "All das kann also im November besprochen werden", sagt er. Der Kreml hatte am Freitag angekündigt, dass für die erste Novemberhälfte direkte Gespräche zwischen russischen und ukrainischen Unterhändlern unter US-Vermittlung in Abu Dhabi geplant seien. Die Ankündigungen erfolgten vor dem Hintergrund neuer diplomatischer Bemühungen der US-Regierung. US-Sondergesandter Steve Witkoff hatte am Dienstag Selenskyj und europäische Vertreter in Oslo getroffen und war am Mittwoch mit Kremlchef Wladimir Putin in St. Petersburg zusammengekommen. Selenskyj bekräftigte zugleich seine Ablehnung mehrerer russischer Forderungen.
+++ 22:17 Vier Tote bei zwei Drohnenangriffen in der russischen Region Belgorod +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Grenzstadt Belgorod sind drei Menschen ums Leben gekommen, 13 weitere wurden verletzt, wie die örtlichen Behörden mitteilen. Bei einem weiteren Drohnenangriff im Laufe des Tages in einem nahegelegenen Dorf starb zudem eine weitere Person, eine andere wurde verletzt. "Leider ist die Zahl der Todesopfer des Angriffs von letzter Nacht (in der Stadt Belgorod) gestiegen - ein weiterer verletzter Mann ist im Krankenhaus verstorben. Dies ist eine große Tragödie für alle Einwohner der Stadt", schrieb der Bürgermeister von Belgorod, Valentin Demidow, auf der staatlich unterstützten Nachrichten-App MAX.
+++ 21:52 Selenskyj: Ukraine beendet Attacken auf Ölraffinerien, wenn Russland Angriffe auf Energiesektor stoppt +++
Die Ukraine ist laut Präsident Wolodymyr Selenskyj bereit, Angriffe auf die russischen Ölraffinerien einzustellen, sofern Russland darauf verzichtet, das ukrainische Stromnetz anzugreifen. Dies erklärte Selenskyj mit dem ukrainischen Medienunternehmen TSN-Tyzhden. "Wenn ihr wollt, dass wir aufhören, die russische Infrastruktur für Diesel- und Ölverarbeitung anzugreifen, dann ist das ganz einfach: Sie müssen aufhören, unser Stromnetz anzugreifen. Das ist nur fair. Ein Waffenstillstand im Energiebereich - so könnte es funktionieren", so der Präsident. Ihm zufolge hat er diesen Vorschlag bereits seinen internationalen Partnern unterbreitet.
+++ 21:28 Ukraine: Moskau dürfte nur Fluchtwege aus Oleschky in Richtung Russland freiräumen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj geht davon aus, dass die russischen Besatzungstruppen nur von den Straßen in Oleschky Minen räumen werden, die die Bewohnerinnen und Bewohner in Richtung Russland lenken werden. Das sagte der ukrainische Staatschef im Interview mit dem ukrainischen Medienunternehmen TSN-Tyzhden, wie "Ukrainska Pravda" meldet. "Zweifellos wird Russland alles daransetzen, die Straßen (in Oleschky) so zu entminen, dass die Menschen in Richtung Russland ziehen und dort auch bleiben", so Selenskyj. Der Präsident ist der Ansicht, dass die Russen nicht bereit sein werden, "die Menschen einfach ohne jegliche Bedingungen gehen zu lassen". Selenskyj erklärte zudem, dass ein Teil der Bevölkerung auf die eine oder andere Weise in ukrainisch kontrolliertes Gebiet evakuiert werden wird.
+++ 21:01 Selenskyj: US-Warnungen vor russischen Raketenangriffen wiederhergestellt +++
Nach jüngsten Problemen werden die US-Warnungen vor bevorstehenden russischen Angriffen mit ballistischen Raketen Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge wieder in vollem Umfang übermittelt. Die Warnungen sind für die ukrainische Luftverteidigung entscheidend. Dem ukrainischen Fernsehsender TSN erklärt Selenskyj, das Satelliten-Internet Starshield von SpaceX funktioniere seit dem frühen Morgen wieder auch bei einem Tempo von bis zu 420 Kilometern pro Stunde. Die Verbindung war vor einigen Tagen eingeschränkt worden.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.


