Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 20:26 Ukraine will 100 Rafale-Jets in Frankreich kaufen - Piloten starten Training zeitnah +++

05.10.2026, 00:01 Uhr

Präsident Selenskyj erklärt nach seinem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron: "Ukrainische Piloten werden bald in Frankreich mit der Ausbildung auf französischen Rafale-Flugzeugen beginnen. Dies ist ein bedeutender Schritt nach vorn für die ukrainische Kampfflugzeugflotte". Kiew hatte 2025 angekündigt, 100 Rafale-Jets erwerben zu wollen, um seine wachsende Flotte westlicher Flugzeuge zu verstärken. Die Rafale ist ein Mehrzweckkampfflugzeug und eines der modernsten europäischen Kampfflugzeuge. Selenskyj erklärt, beide Seiten würden zudem "weiterhin daran arbeiten, die Produktion französischer Raketen und Luftbomben in der Ukraine vor Ort zu etablieren".  

+++ 19:51 Wadephul wird deutlich: "Unkalkulierbares Risiko für Russland, sich mit uns anzulegen"  +++

Außenminister Johann Wadephul sieht Pläne des Kremls über den Krieg gegen die Ukraine hinausgehen. "Russland muss wissen, es ist ein unkalkulierbares Risiko, sich mit uns anzulegen", sagt Wadephul in der ntv-Sendung "Pinar Atalay". Die Bundesregierung müsse davon ausgehen, dass Russland "weitergehende Pläne" habe. Dazu könnten neben der Ukraine auch Ansprüche auf Georgien, Moldau und das Baltikum gehören. "Und damit sind wir dann selbst auch betroffen als Alliierte." Deutschland sei bereits jetzt mit russischen hybriden Angriffen konfrontiert, so Wadephul. "Wir werden ja jetzt schon angegriffen. Denken Sie an die Drohnen in Leipzig." Auch Cyberangriffe gebe es "ständig". Einen Krieg wolle er darin allerdings noch nicht sehen: "Nein, das würde ich nicht als Krieg bezeichnen. Wir haben das als einen hybriden Angriff bezeichnet." Die NATO könne auf entsprechende Vorfälle reagieren.

Die ntv Sendung “Pinar Atalay” läuft um 20:15 Uhr und 23:30 Uhr auf ntv sowie auf YouTube und auf der Streamingplattform RTL+. 

+++ 19:24 Weitere Todesopfer unter Trümmern entdeckt - Opferzahlen in Charkiw steigen weiter +++

Die Zahl der Todesopfer des russischen Luftangriffs auf Charkiw steigt weiter (siehe Eintrag 15:21 Uhr). Bei den Bergungsarbeiten wurden zwei weitere Opfer gefunden, teilt Bürgermeister Ihor Terechow mit. "Die Leichen von zwei weiteren Opfern des feindlichen Beschusses der Stadt wurden unter den Trümmern einer Nähwerkstatt gefunden. Insgesamt wurden heute fünf Einwohner von Charkiw von der russischen Armee getötet", schreibt Terechow auf seinem Telegram-Kanal. Die Zahl der Verletzten steigt auf 53. Unter ihnen befinden sich drei Kinder.  

+++ 18:45 Skurriler Anblick: Russland reaktiviert Weltkriegstaktik +++

Nach wiederholten ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Raffinerien testet Moskau neue Schutzmaßnahmen. Dabei sollen riesige Sperrballons helfen: Sie spannen Seile über wichtige Anlagen und sollen anfliegende Drohnen stoppen.

+++ 18:12 KI-gesteuerte Geschütze verteidigen jetzt Kiew +++

Die ukrainische Luftwaffe gibt die Nutzung von mit Künstlicher Intelligenz (KI) arbeitenden Luftabwehrgeschützen bekannt. Um auf russische Angriffe mit düsenbetriebenen Drohnen zu reagieren, würden nun "robotische Geschütze auf Brücken installiert", sagt der Sprecher der ukrainischen Luftwaffe, Juri Ihnat, im nationalen Fernsehen. Es habe bereits Abschüsse gegeben, fügt er hinzu. Der Nachrichtenagentur AFP sagt Ihnat, die neuen Geschütze nutzten "optische Sicht und Künstliche Intelligenz, um den menschlichen Faktor auszuschalten und Schläge auszuführen". Nach Angaben des Technologieberaters des ukrainischen Verteidigungsministeriums, Serhij Beskrestnow, wurden in Kiew bereits zwölf dieser Geschütze installiert. Weitere sollen demnach folgen. Ihnat erklärt, dass die neuen Geschütze nur einen kleinen Einsatzradius hätten. Sie könnten "in einer Entfernung von etwa einem Kilometer eingesetzt werden", sagt er AFP. Zudem funktionierten die Geschütze nur, "wenn die Bedingungen günstig sind, wenn der Anflugwinkel des Angriffs geeignet ist". Es handele es sich bei den Geschützen um "kein Wundermittel".  

+++ 17:40 Reisner: Russland nutzt Schwäche der Ukraine aus +++

Mit jetgetriebenen Drohnen greift Russland Tankstellen, Lagerhallen und Brücken in der Ukraine an. Die ukrainische Luftabwehr kann die schnellen Fluggeräte derzeit kaum abfangen. Oberst Markus Reisner erklärt, wie Moskau diesen Vorteil nutzt - und was hinter den jüngsten Nukleardrohungen steckt.

+++ 17:08 Frau stirbt, Teenager verletzt - Russische Luftangriffe treffen Region Slowjansk +++

Bei drei Luftangriffen auf die Gemeinde Slowjansk in der Region Donezk ist eine Frau ums Leben, drei Menschen, darunter ein 13-jähriger Junge, wurden verletzt, teilt der Leiter der Militärverwaltung der Stadt Slowjansk, Vadym Liakh, mit. "Heute hat der Feind drei Luftangriffe auf die Gemeinde Slowjansk geflogen. Zwei trafen den zentralen Teil, einer traf das Dorf Suchanivka", schreibt Liakh auf Facebook. Die Luftangriffe beschädigten mindestens 4 Hochhäuser und 50 Privathäuser sowie Fahrzeuge. Liakh fordert die Einwohner eindringlich auf, nicht auf einen verbindlichen Evakuierungsbefehl zu warten und die Stadt unverzüglich zu verlassen.  

+++ 16:31 Röttgen lobt Merz' "Demonstration gegen die Einschüchterungspolitik" +++

CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen lobt den Besuch von Kanzler Friedrich Merz in Kiew als "Botschaft". Die Reise sei "eine Demonstration gegen die Einschüchterungspolitik, die Putin gerade betreibt, gerade auch gegenüber der deutschen Bevölkerung", sagt Röttgen im ARD-"Morgenmagazin". "Das ist eine Art psychologische Kriegsführung." Merz habe klargemacht, dass Deutschland da sei und das Ziel, dass dieser Krieg scheitere, ein ukrainisches aber genauso ein deutsches und europäisches Interesse sei. Zudem habe er gesagt, "dass an Deutschland viel hängt", ergänzt Röttgen. Alle guckten auf Deutschland und dessen Stabilität. Das seien "sehr wichtige Botschaften".  

+++ 15:53 Selenskyj sieht Russland hinter tödlichem Drohnenangriff im Schwarzen Meer +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj macht Russland für einen tödlichen Drohnenangriff auf ein Frachtschiff (siehe Eintrag 13:30 Uhr) im Schwarzen Meer verantwortlich. "Ein schrecklicher Angriff von zwei russischen Drohnen auf ein ziviles Schiff in neutralen Gewässern", schreibt Selenskyj auf Social Media. Das Schiff habe der Türkei gehört und Mais transportiert. Der Kapitän sei bei dem Angriff getötet worden, das Schicksal eines weiteren Besatzungsmitglieds müsse noch geklärt werden. Zuvor hatten die rumänischen Behörden über ein Feuer auf dem Frachter informiert und mitgeteilt, zwei Besatzungsmitglieder seien getötet und elf weitere gerettet worden. Der Frachter "Royad Mammadov" habe sich in der rumänischen Wirtschaftszone befunden und sei 30 Seemeilen von dem Fischereihafen Sfantu Gheorghe entfernt schließlich gesunken.  

+++ 15:21 Zahl der Todesopfer nach russischem Drohnenangriff auf Großstadt steigt +++

Die Zahl der Todesopfer des russischen Luftangriffs auf den Stadtteil Slobidsky in Charkiw (siehe Eintrag 02:56 Uhr) ist gestiegen, teilt Bürgermeister Ihor Terechow mit. "Die Zahl der Todesopfer ist auf drei gestiegen", schreibt er auf Telegram. Frühere Berichte sprachen von zwei Todesopfern und etwa 39 Verletzten. 

+++ 14:48 Politikexperte: "Putin bereitet den Tabubruch vor" +++

Die Angriffe Russlands verlagern sich immer weiter in den Westen vor. Politikexperte Albrecht von Lucke schätzt die Lage für Deutschland als ernst ein. Für ein sicheres Europa braucht es jetzt eine starke Bundespolitik. Trotz schwächelnder Koalition kann das gelingen, so von Lucke. 

+++ 14:18 EU-Kommission steckt nochmals 130 Millionen Euro in Ausbau der Drohnenabwehr +++

Die Europäische Kommission investiert weitere Millionen in den Schutz der EU-Außengrenzen. Für den Ausbau der Drohnenabwehr fließen 130 Millionen Euro in die Mitgliedsstaaten, wie die Brüsseler Behörde mitteilt. Das Geld soll den EU-Ländern helfen, ihr Lagebild zu verbessern, die Außengrenzen besser zu schützen und Risiken durch unbefugte oder feindliche Drohnenaktivitäten zu begegnen, heißt es. Die Maßnahme sei Teil der Bemühungen der Kommission, die Reaktion auf neue Sicherheitsbedrohungen zu verbessern. Damit steht nach Kommissionsangaben nun mehr als eine halbe Milliarde Euro für Überwachungs- und Drohnenabwehrtechnologie zur Verfügung. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner sieht Drohnen als Chance, etwa weil sie Grenzen und kritische Infrastruktur sichern.  

+++ 13:44 Neue Waffe: Ukraine lässt "Thors Hammer" gegen Russland los +++

Die Ukraine setzt im Krieg gegen Russland auf eine neue Mittelstreckendrohne. "Thors Hammer" trägt bis zu 50 Kilogramm Sprengstoff und findet Ziele per Bilderkennung. Der Stückpreis dürfte russische Militärplaner besonders beunruhigen. 

+++ 13:30 Handelsschiff sinkt im Schwarzen Meer - Rumänien meldet zwei Tote +++

Bei einem Unglück auf einem Handelsschiff im Schwarzen Meer sind zwei Seeleute ums Leben gekommen. Elf Crew-Mitglieder seien gerettet worden, teilt das rumänische Innenministerium mit. Das Schiff sei gesunken. Rumänische Medien hatten berichtet, dass es von einer Drohne getroffen worden sei. Dafür gibt es bislang keine offizielle Bestätigung. Zu dem Unglück sei es 30 Seemeilen südlich des rumänischen Schwarzmeer-Orts Sfantu Gheorghe gekommen, heißt es weiter aus dem Innenministerium in Bukarest. Das Unglück, bei dem es auf dem Schiff auch zu einem Brand gekommen sei, habe sich in der ausschließlichen Wirtschaftszone Rumäniens im Schwarzen Meer ereignet, schreibt das Ministerium weiter. Unbestätigten Medienberichten zufolge soll es sich um ein türkisches Schiff handeln, das mit Getreide beladen auf dem Weg nach Italien war.

+++ 13:10 Pistorius kündigt Marinehafen in Emden an +++

Ein neuer Marinehafen für die Bundeswehr soll nach Plänen der Bundesregierung an der niedersächsischen Nordseeküste in Emden entstehen. Verteidigungsminister Boris Pistorius und Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies unterzeichneten in der ostfriesischen Seehafenstadt eine Absichtserklärung für den Bau des Militärstützpunktes. Pistorius spricht von einer Milliardeninvestition. Nach Möglichkeit solle der Hafen Anfang der 2030er Jahre fertig sein. Langfristig könnten dem Minister zufolge bis zu 2000 Dienstposten in Emden entstehen.

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Aktuell ist die Marine laut Pistorius die kleinste in der Geschichte der Bundeswehr, obwohl sie gleichzeitig die größten und umfangreichsten Aufgaben erfüllen müsse. "Also muss die Marine wachsen, und das wird sie." (Foto: picture alliance/dpa)

+++ 12:51 Reiche: Russland wollte mit Drohnenangriffen verunsichern +++

In den russischen Drohnenangriffen während des Kiew-Besuchs des Kanzlers sieht Wirtschaftsministerin Katherina Reiche Einschüchterungsversuche Moskaus gegen die Bundesregierung. Die CDU-Politikerin, die selbst mit in die Ukraine gereist war, berichtet im Podcast von "Bild"-Vize Paul Ronzheimer von einer großen Regelmäßigkeit an Angriffen. Es seien Ziele sehr nah am Stadtzentrum getroffen worden. Reiche erklärt, die Angriffe seien ein Zeichen, dass man stören wolle. Man zeige, dass es keinen Respekt davor gebe, wer sich dort gerade treffe. "Es ist zynisch."

+++ 12:02 Russland zeigt neuen Panzer - er bleibt im Schlamm stecken +++

Russland stellt seinen neuen Roboterpanzer "Shturm" bei der Militärübung "Center-2026" vor. Doch es kommt zu Pannen. Das Vorzeige-Kampffahrzeug landet im schlammigen Graben. Anders als vorgesehen, soll es auch nicht gänzlich unbemannt gefahren sein.

+++ 11:37 Mutmaßliche "Wegwerf-Agenten" gestehen Bauschaum-Attacken +++

Im Prozess um Bauschaum-Attacken auf Hunderte Fahrzeuge in vier Bundesländern haben die Angeklagten ein vollumfängliches Geständnis abgelegt. Sie bedauerten die Taten zutiefst, ließen die beiden 18- und 22-jährigen Männer und die 21-jährige Frau zum Verhandlungsauftakt am Landgericht Ulm von ihren Anwälten vorlesen. Die drei Angeklagten müssen sich wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung verantworten. Bislang hatten sie die Tatvorwürfe bestritten beziehungsweise von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht (siehe Eintrag um 6:25 Uhr).

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Die Angeklagten stehen zu Beginn von dem Prozess neben ihren Verteidigern. In dem Prozess geht es um Bauschaum-Attacken auf Hunderte Autos. (Foto: picture alliance/dpa)

+++ 11:01 Propaganda um Geld für Ukraine "stimmt schlicht nicht" +++

Politikwissenschaftler Thomas Jäger lobt den Besuch des Bundeskanzlers in der Ukraine als "enorm wichtig", um Russlands Drohungen Entschiedenheit entgegenzustellen. Die Bundesregierung müsse jedoch klarer herausstellen, warum eine Unterstützung der Ukraine geopolitisch so bedeutend für Deutschland ist. 

+++ 10:16 BND-Chef Jäger sieht Gefahr eines "gewaltsamen Konflikts mit Russland" +++

Der Präsident des Bundesnachrichtendiensts (BND), Martin Jäger, sieht die Gefahr einer gewaltsamen Konfrontation Deutschlands mit Russland. "Die Konfrontation, in der wir mit Russland stehen, hat eine neue, gefährlichere Qualität: Deutschland ist in Gefahr, in einen gewaltsamen Konflikt mit Russland zu geraten", sagt Jäger in einer öffentlichen Anhörung vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestags. "Der Anschlagsversuch von Leipzig ist nur ein Beispiel dafür: Von keinem anderen Land geht aktuell eine so direkte, umfassende und konkrete Bedrohung gegen Deutschland aus."

+++ 09:45 Kiesewetter will Thema Ukraine-Hilfe wieder mehr im Fokus +++

Nach den jüngsten Wahlschlappen seiner Partei fordert der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter eine stärkere Unterstützung der Ukraine - und öffentlich ein deutlicheres Eintreten für diese Position. Auf die Frage, ob sich die Ukraine-Politik der CDU ändern müsse, weil diese bei den Landtagswahlen ein Stück weit abgewählt worden sei, sagt Kiesewetter im Deutschlandfunk: "Nein, die Politik muss sich nicht ändern, sondern wir müssen uns klarer an die Seite der Ukraine stellen." Es sei die Strategie gewesen, das Thema Ukraine im Wahlkampf geradezu zu vermeiden. "Und das hat natürlich anderen Raum gegeben." Es brauche nun einen Paradigmenwechsel. Die Bevölkerung müsse wissen: "Unser Frieden in Freiheit ist nicht selbstverständlich und er kostet auch was. Aber es kostet viel mehr, wenn die Ukraine zerfällt, Millionen Menschen fliehen oder aber dann als Nächstes an Moldau und den baltischen Staaten geknabbert wird." Kieswetter lobt Kanzler Friedrich Merz für eine eindeutige Positionierung für die Ukraine-Unterstützung auf seiner Kiew-Reise.

+++ 09:07 Russland greift Industrie- und Hafeninfrastruktur in Odessa an +++

Russland hat nach eigenen Angaben in der südukrainischen Region Odessa den Hafen von Wylkowe, Treibstofflager in Tschornomorsk und Frachtschiffe angegriffen. Außerdem habe man ein Kraftwerk in der nordöstlichen Region Charkiw getroffen, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Ziele seien ausgewählt worden, weil sie für militärische Zwecke genutzt würden. Der Gouverneur von Odessa, Oleh Kiper, bestätigt, dass Industrie- und Hafeninfrastruktur in der Region Ziel massiver russischer Luftangriffe gewesen sei. Alle dadurch ausgelösten Brände seien inzwischen gelöscht. Die Behörden der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw hatten bereits am späten Sonntagabend den Tod eines Menschen bei einem russischen Luftangriff gemeldet. Sechs weitere Menschen seien verletzt worden.

+++ 08:32 Prien in Kiew: "Wichtig, keine Angst zu zeigen" +++

Unmittelbar nach Bundeskanzler Friedrich Merz ist Familienministerin Karin Prien in die Ukraine gereist. "Uns ist es wichtig, in der gesamten Bandbreite unsere Unterstützung für die Ukraine zum Ausdruck zu bringen", sagt Prien nach ihrer Ankunft am Zentralbahnhof in Kiew. Die nächtliche Zugfahrt von Polen in das von Russland angegriffene Land war laut Prien ruhig. "Aber es ist schon bedrückend, die Vorstellung, in ein Kriegsgebiet zu fahren, bedrückend auch, weil die Russen angedroht haben, die Angriffe auf die Zivilbevölkerung und auch auf Diplomaten und Gäste zu intensivieren", sagt die CDU-Politikerin. "Aber es ist wichtig gerade in dieser Situation, nicht zurückzuschrecken, keine Angst zu zeigen, sondern sehr klar zu sein", sagt Prien. "Wir stehen als Bundesrepublik Deutschland fest zur Ukraine." Auf ihrer Reise wolle sie insbesondere auf das Schicksal von Kindern und Jugendlichen und auf die Unterstützung der Zivilgesellschaft hinweisen, sagt Prien. Auch Gespräche mit ukrainischen Ministern standen auf dem Programm.

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Bundesfamilienministerin Karin Prien kommt am Morgen zu einem zweitägigen Besuch in Kiew an. (Foto: picture alliance/dpa)

+++ 08:12 Ukrainische Luftwaffe: Russland greift in der Nacht mit mehr als 200 Drohnen an +++

Russland hat die Ukraine seit dem Abend mit 205 Drohnen angegriffen. Das berichtet das Portal Ukrainska Pravda mit Verweis auf die ukrainische Luftwaffe. Demnach wurden 172 davon abgeschossen oder gestört. Der Angriff halte an, am Morgen seien noch einige russische Drohnen im ukrainischen Luftraum. 

+++ 07:30 Bosnisch-serbischer Hardliner Dodik erklärt sich zum Wahlsieger und dankt Trump und Putin +++

Bei den Wahlen in Bosnien-Herzegowina hat der abgesetzte bosnische Serbenführer Milorad Dodik nach eigenen Angaben seine Macht in der serbischen Teilrepublik gesichert. "Ich erkläre, dass wir gewonnen haben", sagt Dodik am Sonntag vor Unterstützern in Banja Luka, der Hauptstadt der Republika Srpska. Seine Partei habe sowohl in der Teilrepublik gewonnen als auch den serbischen Sitz des dreiköpfigen Staatspräsidiums des Zentralstaats. In einer Rede dankt Dodik US-Präsident Donald Trump. "Wenn es nicht Donald Trumps großartigen Sieg gegeben hätte, wären wir heute wahrscheinlich politische Leichen", sagt er in seiner Rede, in der er sich auch bei seinem engen Verbündeten, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, bedankt. "Doch jetzt, dank des neuen Umfelds, sind wir politische Gewinner", fügt Dodik hinzu.

+++ 06:58 Behörden: Ein Verletzter bei russischem Angriff auf Cherson +++

Bei einem russischen Drohnenangriff ist am Abend ein Mann in der Region Cherson verletzt worden. Wie Ukrinform unter Berufung auf Behördenangaben berichtet, erlitt der 53-Jährige unter anderem Splitterwunden am Arm. Die Drohne traf demnach den Ort Pryozerne.

+++ 06:25 Bauschaum-Attacken im Auftrag Russlands? - Prozessbeginn +++

Wegen einer Reihe von Bauschaum-Attacken auf hunderte Fahrzeuge in vier Bundesländern stehen drei junge Männer und eine Frau nun vor einem Gerichtsverfahren. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt die 18 bis 21 Jahre alten Angeklagten der gemeinschaftlichen Sachbeschädigung. Einer von ihnen hat sich zu den Taten geäußert. Zum Auftakt des Prozesses in Ulm sollen zwei Zeugen aussagen, wie eine Sprecherin des Amtsgerichts erklärt. Den Angeklagten wird vorgeworfen, Bauschaum in die Abgasrohre der Fahrzeuge gefüllt zu haben. Zudem sollen sie an die Autos Aufkleber mit dem Schriftzug "SEI GRÜNER!" und einem Bild des damaligen grünen Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck geklebt haben. Hinter der vermeintlich einfachen Sachbeschädigung steckt aus Sicht der Ermittler ein plumper Versuch der Einflussnahme auf die Bundestagswahl 2025. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft stiftete ein Auftraggeber die vier gezielt zu den Aktionen an, um das Wahlverhalten der Bevölkerung in Deutschland zu beeinflussen. Als Gegenleistung seien ihnen 100 Euro je beschädigtem Auto versprochen worden.

+++ 05:41 CDU-Politiker Röwekamp: Merz hat in Kiew "Haltung und Führungsstärke" gezeigt +++

In der Debatte um die deutschen Ukraine-Hilfen lobt der Verteidigungsexperte Thomas Röwekamp Bundeskanzler Friedrich Merz für seine Reise nach Kiew. Merz habe in Kiew "Haltung und Führungsstärke" gezeigt, sagt Röwekamp der "Rheinischen Post". "Er lässt sich weder von russischen Drohungen einschüchtern noch von seinem Kurs abbringen: Die Ukraine braucht unsere Unterstützung, damit sie sich verteidigen kann und aus einer Position der Stärke über Frieden verhandeln kann."

+++ 02:56 Ukraine: Ein Toter bei russischem Luftangriff auf Charkiw +++

Bei einem russischen Luftangriff auf Charkiw ist nach ukrainischen Angaben eine Person getötet worden. Sechs weitere Menschen wurden verletzt, teilt Bürgermeister Ihor Terechow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

+++ 00:31 Proukrainische Partei in Lettland erzielt bestes Wahlergebnis in der Geschichte des Landes +++

Bei der Parlamentswahl in Lettland hat das Wahlbündnis Vereinigte Liste von Ministerpräsident Andris Kulbergs nach vorläufigen Ergebnissen einen historischen Erfolg erzielt. Die Mitte-Gruppierung sicherte sich 41 der insgesamt 100 Sitze im Parlament des baltischen EU- und Nato-Landes – und erreichte damit das beste Wahlergebnis einer Partei in Lettland seit der wiedererlangten Unabhängigkeit von der Sowjetunion 1991. Dies geht aus den Daten hervor, die die Wahlkommission in Riga nach Abschluss der Stimmenauszählung in allen Wahllokalen veröffentlichte. Die Vereinigte Liste kündigte an, zunächst mit ihren bisherigen Partnern über die Bildung einer Koalition sprechen zu wollen. Alle drei eint das klare Bekenntnis zu EU und Nato sowie zur Unterstützung der Ukraine.

+++ 22:29 Kiew: Angriffe haben Russlands Raffinerie-Kapazitäten halbiert +++

Die Angriffe auf russische Ölraffinerien haben nach Einschätzung der ukrainischen Nachrichtendienste, der Armee und des Verteidigungsministeriums die russischen Raffinerie-Kapazitäten halbiert. "Dies ist das Ergebnis sorgfältig geplanter, systematischer und koordinierter Maßnahmen, die darauf abzielen, die russische Kriegsmaschinerie lahmzulegen und ihr militärisch-wirtschaftliches Potenzial zu zerstören", erklärte Verteidigungsminister Jewhenij Chmara in einer von seinem Ministerium via Telegram verbreiteten Meldung. "51 Prozent der Ölraffinerie-Kapazitäten wurden getroffen - ein erheblicher Schlag gegen die Wirtschaft des Feindes, gegen seine Fähigkeit, Aggressionen durchzuführen, und gegen die Unterstützung seiner Truppenstationierungen."

+++ 20:34 Mindestens drei Menschen von russischen Drohnen getötet +++

Bei russischen Drohnenangriffen auf die ukrainischen Regionen Saporischschja und Dnipro sind mindestens drei Menschen getötet worden. Die Zahl der Verletzten wurde von offizieller Seite mit mindestens sechs angegeben. In der Oblast Saporischschja war demnach eine Drohne in einer Gartenanlage explodiert, eine weitere Drohne traf einen Lastwagen. Bei beiden Angriffen starb den regionalen Militärverwaltungen zufolge jeweils ein Mensch. Details zu dem Angriff in Dnipro wurden nicht genannt.

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