Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:32 Bericht: Briten testen experimentelle Waffensysteme für Ukraine +++

20.06.2026, 00:01 Uhr

Einem Medienbericht zufolge führt Großbritannien erste Tests mit experimentellen Waffensystemen durch, die von verschiedenen Unternehmen entwickelt wurden. Die Waffen könnten später der Ukraine geliefert werden, schreibt die Zeitung "The Telegraph". Zuvor habe das Verteidigungsministerium in der Industrie zur Entwicklung dieser Systeme aufgerufen. Britische Offizielle hofften, dass das erste Waffensystem innerhalb eines Jahres ausgeliefert werden könne, heißt es indem Bericht. Die ersten Tests erfolgen demnach auf einem Testgelände auf den Hebriden, einer Inselgruppe vor Schottslands Nordwestküste. Es soll sich um Raketen handeln, die eine Reichweite von etwa 480 Kilometern haben und mit einem 250 Kilogramm schweren Sprengkopf bestückt werden können. Diese Waffen könnten somit von ukrainischem Gebiet aus theoretisch auch Moskau erreichen.

+++ 20:45 Mindestens neun Menschen in Poltawa verletzt +++

Die ostukrainische Stadt Poltawa meldet neun Verletzte durch Beschuss. Darunter seien fünf Kinder, sie seien ins Krankenhaus gebracht worden, schreibt die Sekretärin des Stadtrats von Poltawa, Kateryna Yamshchykova, auf Telegram. Zuvor hatte sie von Explosionen in der Stadt berichtet. Auch das ukrainische Militär sprach am Abend von Explosionen in Poltawa. Die Stadt werde mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern angegriffen, schrieb das Militär. Ob die Angriffe abgewehrt wurden oder ob es Einschläge gab, erklärt das Militär bisher nicht.

+++ 20:02 Selenskyj warnt vor russischem Großangriff +++

Den Menschen in der Ukraine könnte ein weiterer großer Großangriff russischen Militärs mit Drohnen und Raketen unmittelbar bevorstehen. An die Bewohner des angegriffenen Landes gerichtet, sagt Präsident Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft: Bitte nehmen Sie heute Nacht und in den kommenden Tagen die Luftangriffswarnungen besonders ernst: Die Russen haben einen neuen massiven Angriff vorbereitet. Bitte passen Sie gut auf sich auf."

+++ 19:39 Tote und Verletzte in Saporischschja: Großstadt laut Gouverneur bombardiert +++

Bei einem russischen Luftangriff auf die ukrainische Großstadt Saporischschja sind nach offiziellen Angaben mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Weitere sechs Bewohner seien verletzt worden, teilt der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow auf Telegram mit. Das Stadtzentrum sei von neun Fliegerbomben getroffen worden. Von ihm geteilte Fotos zeigen unter anderem ein Auto mit Einschusslöchern sowie eine zerstörten Wohnbereich. Die Leiche einer Frau sei aus den Trümmern eines Wohnhauses geborgen worden, schreibt er. Zuvor war die ukrainische Region Dnipropetrowsk von russischen Kampfdrohnen sowie weitreichender Artillerie angegriffen worden. Dabei seien an verschiedenen Orten der Oblast mindestens neun Menschen verletzt worden, teilt der regionale Militärverwalter Olexander Ganscha auf Telegram mit. Er veröffentlichte dazu Fotos von Bränden und vom Einsatz von Feuerwehrleuten. Diese Darstellungen können nicht unabhängig geprüft werden.

+++ 19:06 Selenskyj gibt polnischen Orden zurück +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gibt eine hohe staatliche Auszeichnung an Polen zurück. Zuvor hatte der polnische Präsident Karol Nawrocki ihm den 2023 verliehenen Orden des Weißen Adlers aberkannt. Hintergrund ist die Entscheidung Selenskyjs, eine ukrainische Militäreinheit nach Aufständischen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zu benennen, denen Massaker an Polen vorgeworfen werden. Er habe geglaubt, der Orden sei für das ukrainische Volk und die Armee bestimmt gewesen, schreibt Selenskyj auf der Plattform X. Zugleich betonte er seine Dankbarkeit für Polens Unterstützung und erklärt, er sei offen für einen Dialog, um widersprüchliche Interpretationen der gemeinsamen Vergangenheit zu vermeiden. Der Streit droht die Beziehungen der beiden engen Verbündeten zu belasten. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 18:37 Hauptstadtregion meldet Verletzte bei Angriffen +++

Die Region Kiew meldet am Nachmittag russische Drohnenangriffe. Vier Menschen seien an mehreren Orten verletzt worden, teilten örtliche Behörden mit. Konkret ist die Rede von einem Beinbruch, einer Gehirnerschütterung, Splitterverletzungen und einer Rauchgasvergiftung infolge eines Brandes, der durch einen Drohnenangriff verursacht wurde.

+++ 17:44 Bundesregierung weicht polnischer Forderung aus +++

Die Bundesregierung reagiert ausweichend auf die polnische Forderung nach einem Platz bei den Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine. "Wir halten den Zeitpunkt momentan nicht für geeignet, um Formate oder Teilnehmerschaften zu diskutieren", sagt Regierungssprecher Stefan Kornelius. Die Frage des Verhandlungsformats stelle sich momentan nicht. Es würden derzeit keine Verhandlungen geführt, Russland erkläre zudem keine Verhandlungsbereitschaft. Kornelius fügt aber hinzu: "Natürlich werden europäische Verhandlungsschritte stets aufs Engste mit der polnischen Regierung abgestimmt." Der polnische Außenminister Radosław Sikorski hatte zuvor die Führungsrolle von Deutschland, Frankreich und Großbritannien bei den Gesprächen zum Ukraine-Krieg kritisiert. Polen befinde sich an vorderster Front, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Dabei verwies er unter anderem auf die durch das Land laufenden Rüstungslieferungen an die Ukraine. (Siehe Eintrag um 09:05 Uhr) Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 16:57 Militär der Ukraine: Betrieb in Moskauer Ölraffinerie unterbrochen +++

Eine Moskauer Ölraffinerie soll ihren Betrieb zumindest vorübergehend eingestellt haben. Der ukrainische Generalstab teilt in sozialen Medien Satellitenbilder, die an diesem Samstag aufgenommen worden seien. "Die Raffinerie hat den Betrieb eingestellt", schreibt der Generalstab dazu. Betroffen seien mehrere Verarbeitungsanlagen und vier Tanks. Auf den Bildern seien zwei vollständige zerstörte Tanks zu sehen. Am Donnerstag hatte die Ukraine die schwersten Drohnenangriffe auf die russische Hauptstadt seit Jahren ausgeführt und dabei auch die Raffinerie attackiert. Einer der Tanks könnte allerdings im Zuge der Abwehrmaßnahmen von einer fehlgeleiteten russischen Rakete getroffen worden sein, wie eine Videoaufnahme nahelegt.

+++ 16:13 AKW Saporischschja vom Stromnetz getrennt +++

Das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja hat laut IAEA zum 20. Mal seit Beginn des Krieges mit Russland die externe Stromversorgung verloren. Grund sei ein Problem mit den internen Stromleitungen des Kraftwerks, das die einzig verbliebene 330-Kilovolt-Verbindung Ferosplawna-1 beeinträchtige, teilt die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) auf der Plattform X mit. Zur Aufrechterhaltung der Reaktorkühlung und anderer wichtiger Sicherheitsfunktionen seien Notstrom-Dieselgeneratoren angelaufen. Russland hat das im Südosten der Ukraine gelegene AKW Saporischschja bereits im März 2022 - kurz nach Beginn seiner groß angelegten Invasion - unter seine Kontrolle gebracht.

+++ 15:25 Ukraine will erneut Krim-Brücke angegriffen haben +++

Die ukrainischen Streitkräfte setzen nach eigenen Angaben ihre Angriffe auf Logistik- und Transportwege fort, die in den besetzten Gebieten der Südukraine vom russischen Militär genutzt werden. In der vergangenen Nacht hätten ukrainische Einheiten die Straßenbrücke über die Henitschesk-Meerenge im Gebiet Cherson getroffen, schreibt der Generalstab in sozialen Medien. Die Brücke diene dem russischen Militär als Logistikroute zwischen den besetzten Gebieten im Süden der Ukraine und der Halbinsel Krim. Über mögliche Schäden teilt der Generalstab nichts mit.

+++ 14:37 Wichtige russische Raffinerie anscheinend von ukrainischen Drohnen attackiert +++

Die Ukraine soll letzte Nacht eine weitere russische Raffinerie attackiert haben. Nach russischen Angaben wurde der Drohnenangriff in der westsibirischen Oblast Tjumen abgewehrt. Rettungskräfte seien am Ort des Absturzes der Trümmer im Einsatz, schreibt Gouverneur Alexander Moor auf Telegram. Die Raffinerie sei nach ersten Informationen nicht beschädigt worden. Die Mitarbeiter seien in Sicherheit gebracht worden. Die ukrainische Armee bestätigt den Angriff bisher nicht direkt. Allerdings teilt sie auf ihrem Telegram-Kanal ein Video, das eine Rauchsäule zeigt, und kommentiert dazu, in Tjumen beklagten sich die Russen, dass Drohnen die Ölraffinerie angegriffen hätten. Tjumen liegt mehr als 2500 Kilometer östlich der ukrainischen Grenze und ist eine der wichtigsten Öl- und Gasförderregionen Russlands. Die dortige Raffinerie zählt zu den modernsten des Landes und hat Branchenschätzungen zufolge eine Kapazität von rund acht Millionen Tonnen pro Jahr.

+++ 13:53 Satellitenaufnahmen zeigen Zerstörungen in Moskaus größter Raffinerie +++

Der proukrainische Kanal Exilenova+, der viele Geschehnisse in Russland und den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten anhand von Bild- und Videomaterial analysiert, zeigt auf Telegram eine Satellitenaufnahme der kürzlich angegriffenen Raffinerie in Moskau. "Insgesamt sind an fast allen wichtigen Anlagen Spuren der Löschfahrzeuge zu sehen, die den Brand bekämpft haben. Nach unseren Informationen wurde die Moskauer Ölraffinerie stillgelegt", heißt es von dem Kanal. Auf einem der Bilder ist zu sehen, dass ein Lagertank völlig zerstört ist. Es dürfte jener sein, dessen Deckel spektakulär durch die Luft flog. Die Raffinerie verfügt allerdings noch über weitere Lagertanks.

+++ 12:51 Ukrainische Eliteeinheit berichtet von schwerem Angriff auf russische Truppen in Pokrowsk +++

Das bei Pokrowsk kämpfende 7. Schnellreaktionskorps der Luftlandetruppen der Ukraine berichtet von der Zerstörung eines Sammelpunktes der russischen Truppen in einem Haus der Stadt. In einer Mitteilung heißt es: "Zur Konzentration seiner Kräfte nutzt der Feind mehrstöckige Wohngebäude. Die Betonkonstruktionen und das System von Kellerräumen ermöglichen es ihm, Personal verdeckt unterzubringen, Kommunikationsmittel zu tarnen und Drohnenstartplätze für Angriffe auf die Verteidigungskräfte einzurichten." Die ukrainische Aufklärung habe den Sammelpunkt identifiziert und aus der Luft angegriffen. Es seien etwa zehn russische Soldaten ausgeschaltet worden. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

+++ 11:55 Bei Angriffen auf Moskau: Russische Soldaten feuern mit MANPADS auf Drohne +++

Neu veröffentlichte Videos zeigen, wie russische Soldaten versuchen, ukrainische Drohnen mittels schultergestützter Boden-Luft-Raketen abzuwehren. Brisant dabei: Zivilisten und zivile Fahrzeuge befinden sich ganz in der Nähe:

+++ 11:10 Ukraine meldet Toten und Verletzte bei Angriff auf Charkiw +++

Bei einem russischen Luftangriff auf die Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine ist Behördenangaben zufolge ein Mensch getötet worden. Unter den Trümmern eines zerstörten Wohngebäudes sei eine Leiche entdeckt worden, teilte Bürgermeister Ihor Terechow am Samstag mit. Neun Menschen wurden nach Angaben von Regionalgouverneur Oleh Synehubow zudem verletzt.

+++ 10:31 Selenskyjs Präsidialamtschef Budanow gibt polnische Auszeichnung zurück +++

Im Geschichtsstreit zwischen Polen und der Ukraine will auch der ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow eine staatliche Auszeichnung Polens zurückgeben. Er verzichte auf das Goldene Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen, mit dem er im vergangenen Jahr ausgezeichnet worden sei, schreibt er bei Telegram. Hintergrund ist die Entscheidung des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki, seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj in einem Streit um Geschichte den "Orden des Weißen Adlers" abzuerkennen:

+++ 09:53 Geheimwerkstatt produziert Drohnen für Ukraine-Front +++

In einer versteckten Wohnung in Brüssel montieren Zivilisten in ihrer Freizeit Drohnen für die ukrainische Armee. Sie löten, schrauben und testen weit weg von großen Rüstungskonzernen. Die Freiwilligen wollen schneller sein, als Regierungen und Verteidigungsbündnisse:

+++ 09:05 Polen kritisiert Deutschland und fordert Platz am Verhandlungstisch +++

Der polnische Außenminister Radosław Sikorski kritisiert die Führungsrolle von Deutschland, Frankreich und Großbritannien bei den Gesprächen zum Ukraine-Krieg. "Zwischen dem Schwarzen Meer, der Ostsee und der Adria leben 120 Millionen Menschen in der EU, zusammen mit Skandinavien sind es 150 Millionen Menschen, die von Russlands Aggression viel direkter bedroht sind als Deutschland", sagt er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Wir sind Nachbarn sowohl von Russland als auch der Ukraine, Sie sind das in Deutschland nicht", sagt er der Zeitung. Polen befinde sich an vorderster Front, führt er aus und verweist auf die durch das Land laufenden Rüstungslieferungen an die Ukraine. Polen trage das Risiko dafür und fordere daher einen Platz am Verhandlungstisch. 

+++ 08:12 Schwere ukrainische Angriffe auf die Halbinsel Krim +++

Laut Serhii Sternenko, einem Berater des ukrainischen Verteidigungsministers Mykhailo Fedorow, wurden bei den nächtlichen ukrainischen Attacken auf die von Russland besetzte Halbinsel Krim Brände auf dem Gelände des Wärmekraftwerks Tawriyska verzeichnet. Weitere soll es bei einer Gasverteilungsstation sowie einem Öl- und Gaslager geben. "Auch im Bereich der Brücke bei Henitschesk, die auf die Krim führt, wütet ein Feuer."

+++ 07:21 Ukraine jagt nahezu komplettes russisches Tanklager in die Luft +++

Die Bilder des explodierenden Kraftstofftanks in Moskau sind um die Welt gegangen. Ausgelöst wurde das Ganze wohl durch die russische Flugabwehr, die ein ukrainisches Luftziel verfehlt hatte. Letztlich befinden sich in der Raffinerie in Moskau jedoch viele weitere Kraftstofftanks. Anders sieht es hingegen im russischen Ust-Labinsk aus. Dort wurde laut einer Satellitenaufnahme der Analysten von CyberBoroshno der Großteil des Tanklagers zerstört. "Nur kleine Tanks, die sich in einiger Entfernung vom Epizentrum des Anschlags befanden, blieben unversehrt."

+++ 06:31 Bundeswehr übt in Estland +++

Mit einer großangelegten Übung trainiert die Bundeswehr in Estland die Versorgung und Behandlung von Verwundeten an der Nato-Ostflanke. Erstmals wurde dafür aus Deutschland ein komplettes mobiles Krankenhaus, im Jargon der Truppe Einsatzlazarett genannt, in den baltischen EU-Staat verlegt, der an Russland grenzt. Schwerpunkt der Nato-Übung "Vigorous Warrior" ist die Versorgung vieler Verletzter nach intensiven Kampfeinsätzen.

+++ 05:45 Grünen-Chefin fordert mehr Druck auf Putins Schattenflotte +++

Um den Druck auf Russland spürbar zu erhöhen, sollte Deutschland aus Sicht der Grünen Schiffe der Schattenflotte in deutschen Hoheitsgewässern grundsätzlich kontrollieren. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt müsse endlich konsequent gegen die russische Schattenflotte vorgehen, fordert die Parteivorsitzende, Franziska Brantner. "Jedes Schiff der Schattenflotte muss bei der Durchfahrt auf die Einhaltung aller geltenden Standards und Vorschriften kontrolliert werden, gesetzliche Lücken müssen schnell geschlossen werden."

+++ 04:48 Ein Toter nach Drohnenangriff auf Schiff im Schwarzen Meer +++

Bei einem Drohnenangriff auf ein Schiff unter panamaischer Flagge im Schwarzen Meer sind ein Besatzungsmitglied getötet und zwei weitere verletzt worden. Der Vorfall habe sich bereits am Donnerstag ereignet, teilt die panamaische Schifffahrtsbehörde AMP mit und erklärt: "Wir haben die vorgesehenen Verfahren eingeleitet, um offizielle Informationen über den Vorfall einzuholen, und stehen mit den beteiligten Stellen in Kontakt." Der Zustand eines der verletzten Seeleute sei ernst. Das Schiff habe jedoch seine Fahrt fortsetzen können.

+++ 03:49 Ukrainische Drohnen greifen Gasspeicher auf der Krim an +++

Die ukrainischen Drohnenstreitkräfte haben ihre Angriffe auf die besetzte Krim in der Nacht fortgesetzt. Wie der "Kyiv Independent" mit Verweis auf ukrainische Beamte und russische Telegram-Medienkanäle berichtet, griffen die unbemannten Streitkräfte der Ukraine (USF) Energieanlagen auf der Halbinsel an. Der Kommandeur, Robert Brovdi, bekannt als "Madyar", veröffentlicht demnach in den sozialen Medien Aufnahmen, die den Angriff der 414. Brigade der USF auf die unterirdische Gasspeicheranlage Hlibivka im Westen der Krim zeigen.

+++ 02:42 Tusk mahnt im Streit zwischen Polen und der Ukraine zur Ruhe +++

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk ruft im Streit zwischen Polen und der Ukraine über die Aberkennung eines Ordens zur Besonnenheit auf. Es sei die Aufgabe des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und des polnischen Staatsoberhaupts Karol Nawrocki, die Gemüter zu beruhigen, statt Spannungen zu schüren, sagt Tusk.

+++ 01:38 Kiew gibt erbeutete russische Waffen an Verbündete weiter +++

Die Ukraine will mit einer Plattform ihren globalen Partnern Zugang zu erbeuteten russischen Waffentechnologien gewähren. "Die Ukraine startet 'TrophyLab'", schreibt Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow auf X. Jede auf dem Schlachtfeld beschlagnahmte Rakete, Drohne und jedes Fahrzeug sei nun eine Wissensquelle für die freie Welt. "Über diese sichere Plattform erhalten verbündete Regierungen, Labore und Hersteller von Verteidigungstechnologie Zugang zu detaillierten technischen Daten, Berichten und Informationen über Schwachstellen", fügt Fedorow hinzu. Nutzer könnten zudem physische Ausrüstung zu Testzwecken anfordern, was den Entwicklungszyklus für Gegenmaßnahmen erheblich verkürze.

+++ 00:31 Ukrainischer Außenminister gibt Orden an Polen zurück - Reaktion auf Brüskierung Selenskyjs +++

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat angekündigt, eine hohe polnische Staatsauszeichnung zurückzugeben, nachdem der polnische Präsident Karol Nawrocki beschlossen hatte, Präsident Wolodymyr Selenskyj den Orden des Weißen Adlers abzuerkennen. Sybiha bezeichnet Nawrockis Vorgehen als strategischen Fehler, von dem nur Moskau profitieren würde. Auf Facebook schreibt er: "Wir bedauern, dass in Warschau die Emotionen die Oberhand gewannen und polnische Politiker zu ungerechtfertigten, impulsiven und respektlosen Schritten veranlassten, die sich nicht einmal gegen Präsident Selenskyj, sondern in erster Linie gegen den ukrainischen Staat richteten. Angesichts dieser rücksichtslosen Aktionen sehe ich keine Möglichkeit, die hohe staatliche Auszeichnung der Republik Polen, die mir im Oktober 2022 verliehen wurde - das Kommandeurkreuz mit Stern des Verdienstordens der Republik Polen -, weiterhin zu tragen. Ich werde sie in Kürze nach Polen zurückgeben." Sybiha fügt hinzu, es gehe nicht um Dekorationen, sondern um die Haltung, und betont, dass die Ukraine sich stets für einen Ansatz eingesetzt habe, der auf gegenseitigem Respekt beruhe, auch bei schwierigen und heiklen Themen. "Das bedeutet, die Entscheidungen des anderen zu respektieren, auch wenn wir anderer Meinung sind. 'Einigung darauf, unterschiedlicher Meinung zu sein', wie man so schön sagt."

+++ 23:12 Tote nach russischen Angriffen im Kreis Nikopol +++

Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind bei russischen Angriffen mindestens zwei Menschen getötet worden. Acht weitere seien verletzt worden, teilt Militärgouverneur Olexander Hanscha mit. Russland attackierte demnach die Stadt Nikopol, mehrere Gemeinden im Kreis Nikopol und eine im Kreis Krywyj Rih. Insgesamt habe Moskaus Militär mehr als 30 Mal mit Drohnen und Artillerie angegriffen.

+++ 22:00 Selenskyj: Moskau will Belarus mit angeblichem Angriff auf Bus voller Kinder in den Krieg hineinziehen +++

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind internationale Experten bereits zu dem Schluss gekommen, dass die Ukraine nicht verantwortlich für einen Angriff auf einen Bus mit belarussischen Staatsbürgern in Russland ist, den Moskau der Ukraine vorwirft. Bei dem Vorfall handele es sich um eine Provokation der russischen Seite, die darauf abziele, das belarussische Volk in den Krieg gegen die Ukraine hineinzuziehen. "Alle - internationale Experten und, wie mir scheint, sogar die Russen, sagen wir mal inoffiziell - haben anerkannt, dass dieser Angriff nicht von uns ausging", zitiert die Nachrichtenagentur Interfax den Präsidenten. Russland hatte die Ukraine beschuldigt, am Mittwoch in der westrussischen Grenzregion Brjansk einen Bus mit einer belarussischen Kinderfußballmannschaft beschossen und dabei eine Frau getötet zu haben. Sieben weitere Menschen seien bei dem Drohnenangriff verletzt worden, darunter fünf Kinder, erklärte das Gesundheitsministerium in Moskau. Die ukrainische Armee wies die Anschuldigung als "falsch" zurück. Sie habe zu dem Zeitpunkt keine Angriffe in Brjansk ausgeführt, erklärte sie.

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