Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:41 Selenskyj: Lage an der Front und Langstreckenangriffe schaffen "sehr toxische Atmosphäre" um Putin +++
Nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj entsteht um Russlands Staatschef Wladimir Putin momentan eine "sehr toxische Atmosphäre". "Natürlich schaffen die Lage an der Front, unsere Sanktionen und unsere Angriffe mit großer Reichweite derzeit eine neue Atmosphäre um Putin - eine sehr toxische Atmosphäre. Er allein ist der Grund dafür, dass der Krieg begonnen hat und andauert. Putin allein ist für die Verluste verantwortlich, die die Russen erleiden", schreibt Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache bei Telegram. Putins engster Kreis sei sich seiner Verantwortung für den Krieg bewusst sei und signalisiere dies auch gegenüber der Ukraine sowie internationalen Partnern, so der ukrainische Präsident. Zudem beginne auch die russische Gesellschaft zunehmend, die Auswirkungen zu spüren.
+++ 21:13 Selenskyj spricht mit US-Gesandten über "neuen Schwung" für Diplomatie in Ukraine-Krieg +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben mit den beiden US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über Wege zu einem Ende des Krieges mit Russland beraten. Bei dem Gespräch sei es darum gegangen, "wie man der Diplomatie neuen Schwung verleihen und den Frieden voranbringen kann", erklärte Selenskyj bei X. Das Gespräch nannte er "fruchtbar und wichtig". "Frieden ist notwendig - ein Frieden in Würde", schrieb Selenskyj weiter und fügte hinzu: "Die Ukraine ist schon seit langem dazu bereit." Die Teams beider Länder stünden "weiterhin in engem Kontakt".
+++ 20:50 Bericht: Selenskyjs Büro plant US-Reise und Treffen mit Trump +++
Das Büro des ukrainischen Präsidenten plant einem Bericht zufolge eine USA-Reise für Wolodymyr Selenskyj. Wie der ukrainische Sender Suspilne berichtet, soll der ukrainische Präsident an der Beisetzung von Senator Lindsey Graham teilnehmen und im Rahmen der laufenden Friedensgespräche zur Beendigung des Kriegs US-Präsident Donald Trump für ein bilaterales Gespräch treffen. Selenskyj soll Berichten zufolge zur Beisetzung des kürzlich verstorbenen Senators eingeladen worden sein. Der Reiseplan sowie die vollständigen Liste der Treffen, der Teilnehmer und der Dauer des Besuchs stehen demnach noch nicht endgültig fest.
+++ 20:28 Russland meldet Angriffe auf ukrainische Häfen und Schiffe +++
Russland hat nach eigenen Angaben die ukrainischen Städte Odessa und Tschornomorsk angegriffen und dabei Hafeninfrastruktur sowie Schiffe getroffen, die nach russischen Angaben das ukrainische Militär unterstützten. Das teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Demnach hätten die Angriffe einem Trockenfrachtschiff, das im Hafen von Tschornomorsk entladen wurde, sowie einem militärischen Frachtlager sowie Tanks für Kraft- und Schmierstoffe gegolten. Auch Verlade- und Lagereinrichtungen in Odessa sowie ein Stückgutfrachter und ein Massengutfrachter seien getroffen worden. Die Schiffen sollten nach russischen Angaben Fracht für das ukrainische Militär nach Odessa transportieren. Russische Drohnen sollen zudem drei Lagerhallen getroffen haben, in denen ukrainische Drohnen aufbewahrt wurden.
+++ 19:56 Präsidialamt: Selenskyj telefoniert mit US-Vermittlern Witkoff und Kushner +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit Jared Kushner und Steve Witkoff, Vertretern des US-Präsidenten Donald Trump, telefoniert. Dies bestätigte Dmytro Lytvyn, Berater für Kommunikation im Präsidialamt, gegenüber Journalisten, wie Ukrinform meldet. "Das Gespräch ist gerade zu Ende gegangen", sagte er, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
+++ 19:20 CDU-Geheimdienstexperte Henrichmann warnt vor Kooperation mit russischem Konzern Rosatom in Lingen +++
Der Vorsitzende des Parlamentarischen Geheimdienst-Kontrollgremiums des Bundestages (PKGr), der CDU-Politiker Marc Henrichmann, kritisiert die Zusammenarbeit mit dem russischen Staatskonzern Rosatom bei der Herstellung von Brennelemente im niedersächsischen Lingen scharf. "Der Einfluss des russischen Nuklearsektors in der EU ist nach wie vor ein großes Problem, dem wir uns entschieden entgegenstellen müssen", sagt Henrichmann. Der CDU-Politiker warnt vor damit verbundenen Sicherheitsrisiken. "Während sich die russische Führung mit dem Beginn des Angriffskrieges aus der friedlichen Staatengemeinschaft entfernt hat, versuchen sie über Umwege weiterhin zentrale Knotenpunkte unserer kritischen Infrastruktur, beispielsweise im Energiesektor, unter ihrer Kontrolle zu halten", sagt Henrichmann. "Diese Entwicklungen müssen wir frühzeitig erkennen und entschieden bekämpfen."
+++ 18:48 Nächtlicher Drohnenangriff: Ukrainische Grenzschützer retten Crew von brennendem Frachter im Schwarzen Meer +++
Der ukrainische Grenzschutzdienst hat in der vergangenen Nacht die Besatzung eines Frachters im Schwarzen Meer gerettet, nachdem dieser von einer russischen Drohne attackiert worden war. Das teilt der ukrainische Grenzschutzdienst mit. Demnach traf die Drohne das Heck des Schiffs und löste einen Großbrand aus. Der brennende Frachter sei mithilfe technischer Überwachungssysteme geortet worden, woraufhin Patrouillenboote des Grenzschutzdienstes zum Einsatzort entsandt wurden und die 16 Besatzungsmitglieder in Sicherheit brachten. Die staatliche ukrainische Nachrichtenagentur veröffentlichte auch Aufnahmen vom Einsatz.
+++ 18:10 Insider: Russland verhängt nächtliches Fahrverbot für Hafen Noworossijsk +++
Russland verhängt drei Insidern zufolge wegen ukrainischer Drohnenangriffe eine nächtliche Sperrung für den Schiffsverkehr im Hafen von Noworossijsk am Schwarzen Meer. Zwischen Mitternacht und 5 Uhr (Ortszeit) dürften keine Schiffe ein- oder auslaufen, verlautet aus Kreisen der Getreideindustrie. Die Anordnung sei mündlich erfolgt. Außerhalb der Sperrzeiten laufe der Betrieb in Russlands größtem Hafen normal weiter, Getreidelieferungen seien bislang nicht beeinträchtigt. Stellungnahmen des Verkehrsministeriums und der Hafenverwaltung liegen zunächst nicht vor. Über Noworossijsk wird bis zu ein Drittel der russischen Getreideexporte abgewickelt, zudem werden dort Öl, Metalle und Container verladen. Die Nachricht treibt den Preis für Weizen-Terminkontrakte an der Börse Euronext um 4,5 Prozent in die Höhe. Die Regierung hatte den Schiffsverkehr im Asowschen Meer und in der Straße von Kertsch - der Verbindung zum Schwarzen Meer - bereits eingeschränkt.
+++ 17:41 US-Botschafter bei der Nato für Gespräche über Patriot-Lieferungen in Kiew +++
Der US-Botschafter bei der Nato, Matt Whitaker, ist laut "Kyiv Independent" nach Kiew gereist. Wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj demnach bekanntgab, wurde mit ihm über die Lieferung von Patriot-Abfangraketen und das geplante Drohnengeschäft zwischen den USA und der Ukraine beraten. "Wir hatten ein gutes Gespräch - vor allem darüber, wie der ukrainische Luftraum durch zusätzliche Lieferungen von Patriot-Abfangraketen im Rahmen der Purl-Initiative geschützt werden kann", wird Selenskyj zitiert. Purl ist die Nato-Initiative, über die Bündnispartner US-amerikanische Militärausrüstung für die Ukraine beschaffen. Die Ukraine hat mit einem Mangel an Patriot-Abfangraketen zu kämpfen und Moskau hat zuletzt seine Luftangriffe verstärkt. Whitaker ist dem Bericht nach gemeinsam mit dem US-General Curtis Buzzard, dem Leiter der Nato-Mission für die Ukraine, nach Kiew gereist. Der Besuch erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Trump-Regierung nach Monaten der Ungewissheit eine stärker unterstützende Haltung gegenüber der Ukraine signalisiert.
+++ 17:09 Wadephul will über Wechsel an Militärspitze mit seinem ukrainischem Amtskollegen sprechen +++
Außenminister Johann Wadephul will sich bei seinem ukrainischen Amtskollegen Andrij Sybiha über den Austausch an der Spitze der ukrainischen Armee informieren. Er wolle kurzfristig mit Kiews geschäftsführendem Außenminister über die Sicherheitslage sowie die Personalentscheidungen, die Präsident Wolodymyr Selenskyj jüngst getroffen habe, sprechen, sagte der CDU-Politiker am Rande eines Besuchs in der nigerianischen Hauptstadt Abuja. "Sie wissen, Deutschland zählt, und das wird so bleiben, zu den größten Unterstützern der Ukraine, politisch, wirtschaftlich und finanziell. Und deswegen haben wir natürlich ein großes Interesse daran, auch zu wissen, was dort im Einzelnen stattfindet", sagte Wadephul. "Ich bin ganz sicher, dass das Entscheidungen sind, die wir nachvollziehen können und dass insgesamt der Reformprozess innerhalb der Ukraine weiter vorangetrieben wird."
+++ 16:31 Kallas über Öltanker-Kontrolle: EU erhöht Druck auf Putins Schattenflotte +++
Marinekräfte der EU haben im Einsatz gegen Russlands Schattenflotte einen verdächtigen Öltanker auf dem Mittelmeer überprüft. "Jede illegale Fahrt trägt dazu bei, Russlands Kriegsmaschinerie aufrechtzuerhalten. Wir setzen unsere Sanktionen auch auf See konsequent durch", teilt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas auf X mit. Man erhöhe den Druck auf Russlands Schattenflotte. Der Öltanker "MV South Star" werde verdächtigt, unter falscher Flagge und damit unter Verstoß gegen das internationale Seerecht zu fahren. Er sei am Montag zur Überprüfung seiner Flaggenregistrierung geentert worden. Mit der russischen Schattenflotte sind Tanker und Frachtschiffe gemeint, die Russland zum Vermeiden von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt.
+++ 15:54 "Übliche russische Propaganda": Bundesregierung weist Berichte über angebliche deutsche Atomwaffen zurück +++
Die Bundesregierung weist russische Berichte strikt zurück, dass in Deutschland am Bau einer Atombombe gearbeitet werde. "Die Bundesregierung ordnet diese Mitteilung als Teil der üblichen russischen Propaganda ein. Die Vorwürfe sind schlicht unzutreffend", sagt ein Regierungssprecher. "Russland spielt hier mit nuklearen Sorgen, die es selbst immer wieder durch unverantwortliche Äußerungen befördert." Moskau versuche, einen Keil in die Nato und die EU zu treiben sowie Deutschland als stärksten Unterstützer der Ukraine zu diskreditieren. Möglicherweise wolle Russland auch die Stimmung vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland beeinflussen. Russische Geheimdienste hatten zuvor bei Telegram geschrieben, dass es in Deutschland Forschungs- und Entwicklungsarbeiten "mit einem möglichen Fokus auf Atomwaffen" gebe.
+++ 15:22 Zwei Tote und mindestens 14 Verletzte nach Angriffen auf Lager von russischem Versandhändler +++
Bei neuen ukrainischen Drohnenangriffen auf Zentren des größten russischen Online-Versandhändlers und auf ein Öllager sind laut Behörden zwei Menschen getötet und mindestens 14 weitere verletzt worden. Getroffen worden seien diesmal Logistikzentren in Krasnodar und Newinnomyssk im Süden Russlands, teilt die Gründerin der Firma Wildberries, Tatjana Kim, bei Telegram mit. In sozialen Netzwerken kursierten nicht überprüfte Aufnahmen, die die Großbrände zeigen sollen. Der Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, berichtet von einer Toten nach dem Angriff auf das Wildberries-Zentrum. Er teilt auch mit, dass in Armawir bei einem Angriff auf ein Öldepot ein Mensch getötet worden sei. Zudem seien neun Menschen verletzt worden beim Angriff auf das Wildberries-Lager von Krasnodar, heißt es. Zuvor war von zehn Verletzten die Rede gewesen, eine Verletzte starb im Krankenhaus. Die Ukraine sieht den größten russischen Versandhändler in Moskaus Angriffskrieg verstrickt und greift deshalb seine Lager an.
+++ 14:58 Neuer Armeechef Drapatij: "Dienst bedeutet absolute Verantwortung" +++
Der Nachfolger des entlassenen ukrainischen Armeechefs Oleksander Syrsky, General Mychajlo Drapatij, bedankt sich in einem Facebook-Beitrag bei Präsident Wolodymyr Selenskyj für seine Ernennung. "Der Dienst für die Ukraine war für mich schon immer eine Ehre, und während des Unabhängigkeitskrieges bedeutet er absolute Verantwortung", betonte er. "Ruhm der Nation. Tod den Feinden", fügt Drapatij hinzu. Der neue Armeechef hatte während des Donbass-Kriegs 2014 gegen die von Moskau unterstützten Separatisten gekämpft. Von ihm gibt es ein Video, das mutmaßlich zeigt, wie er bei den Gefechten zwischen pro-russischen Milizen und Regierungstruppen in Mariupol mit einem Panzer einen Kontrollpunkt der Separatisten durchbricht.
+++ 14:26 Bundeswehr unterstützt Polen bei Befestigung der Verteidigungslinie "Schutzschild Ost" +++
Pioniere der Bundeswehr helfen Polen bei der Befestigung seiner Grenze zu Belarus und zur russischen Exklave Kaliningrad. Die Soldaten und Soldatinnen eines verstärkten Maschinenpionierzuges seien bereits Anfang Juli eingetroffen, teilt die Bundeswehr mit. Sie sollen gemeinsam mit der polnischen Armee Panzerabwehrgräben anlegen, Panzersperren errichten sowie Feldbefestigungen und Kampfstände bauen. "Mit dieser Initiative soll im Falle eines militärischen Konflikts eine Invasion dieser Streitkräfte verzögert und somit die Reaktionsfähigkeit der polnischen Truppen und der Nato erhöht werden", heißt es in der Mitteilung der Bundeswehr. Das EU- und Nato-Mitglied Polen ist einer der wichtigsten Unterstützer der von Russland angegriffenen Ukraine und sieht sich auch selbst von Moskau bedroht. Es investiert daher Milliarden in den sogenannten "Schutzschild Ost", eine befestigte Verteidigungslinie an Teilen seiner Ostgrenze. Bis Ende dieses Jahres will das polnische Verteidigungsministerium rund 250 Kilometer der östlichen und nördlichen Grenze absichern. Vorgesehen sind Betonbefestigungen, elektronische Überwachungssysteme und Lager für Pionierausrüstung.
+++ 14:00 Neuer ukrainischer Armeechef kündigt verstärkte Offensive an +++
Die ukrainischen Streitkräfte sollen nach den Worten ihres neuen Oberbefehlshabers Mychajlo Drapatij ihre Gegenoffensive umfassend verstärken. "Der Präsident der Ukraine hat uns klare Ziele gesetzt: die offensiven Operationen in allen Dimensionen fortzusetzen und zu intensivieren, neue Operationen hinter den feindlichen Linien zu planen, unser Militär und seine Technologien weiterzuentwickeln und die Fähigkeiten der ukrainischen Streitkräfte auszubauen", teilt Drapatij auf Facebook mit.
+++ 13:44 Gouverneur: Eine Tote bei russischem Angriff in Odessa +++
Bei einem russischen Drohnenangriff in der Region Odessa ist laut Medienberichten eine Frau getötet worden. Wie das Portal Ukrainska Pravda mit Verweis auf den Leiter der Militärverwaltung schreibt, wurde ein zweistöckiges Wohnhaus getroffen. Zudem seien ein Tabaklager und eine Gasleitung beschädigt worden.
+++ 13:17 Deutsch-russische Atom-Zusammenarbeit genehmigt - Parteiübergreifend Kritik +++
In der Atomfabrik im niedersächsischen Lingen können künftig in Zusammenarbeit mit dem russischen Atomkonzern Rosatom Brennelemente russischer Bauart hergestellt werden. Das niedersächsische Umweltministerium macht dafür trotz ablehnender Haltung von Ressortchef Christian Meyer den Weg frei. Die Genehmigung, die an Auflagen geknüpft ist, wurde auf der Internetseite des Ministeriums veröffentlicht. Das Vorhaben stößt parteiübergreifend auf Kritik.
+++ 12:55 Selenskyj ernennt Skybjuk zum neuen Chef des Generalstabs +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj baut die Militärführung weiter um und hat Generalmajor Ihor Skybjuk zum neuen Chef des Generalstabs ernannt. "Er ist ein äußerst erfahrener Offizier, der die Ukraine Seite an Seite mit dem neuen Oberbefehlshaber verteidigt hat", erklärt Selenskyj auf X. Damit setzt Selenskyj die Umstrukturierung des Militärs fort. Skybjuk ersetzt Andrij Hnatow. Am Dienstag hatte Selenskyj Oberbefehlshaber Olexandr Syrskyj abgesetzt und Generalmajor Mychailo Drapatyj in die oberste militärische Position berufen.
+++ 12:08 Personalbeben in Ukraine "wird politische Kosten haben" +++
Den jüngsten Personalwechsel in Kiew sieht Politikanalystin Oksana Huss als direkte Antwort auf die Unzufriedenheit der Gesellschaft. Viele Ukrainer würden mehr Anpassung statt bloßer Kontinuität fordern. Das gesamte Kabinett müsse eine "schwierige Situation meistern" - und die Zeit werde knapp.
+++ 11:23 Lawrow kündigt Treffen mit Rubio am Donnerstag in Manila an +++
Der russische Außenminister Sergej Lawrow wird sich noch diese Woche mit seinem US-Kollegen Marco Rubio treffen. Lawrow kündigt ein Treffen mit Rubio am Donnerstag in Manila an, bei dem die Kriege in der Ukraine und im Iran im Mittelpunkt stehen dürften. In der philippinischen Hauptstadt findet derzeit das Asean-Außenministertreffen statt, an dem beide teilnehmen.
+++ 11:12 "Zwei Aspekte" sprechen für neue Ukraine-Gespräche +++
In der Ukraine wird vorsichtig über neue Friedensgespräche gesprochen. Gleichzeitig reagiert Präsident Selenskyj auf Proteste mit Personalrochaden. In Kiew geht es um Druck auf Russland - aber auch um die Frage, wie stabil die Führung im eigenen Land bleibt. ntv-Reporterin Kavita Sharma berichtet.
+++ 10:34 Selenskyj rechtfertigt Attacken auf Lager als Teil des Abwehrkampfes gegen russischen Angriffskrieg +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechtfertigt die Angriffe auf Zentren des größten russischen Online-Versandhändlers erneut als Teil des Abwehrkampfes gegen den russischen Angriffskrieg. Getroffen worden seien "Logistikzentren, die an der Versorgung der russischen Armee mit Bauteilen für Drohnen, Navigationsausrüstung und Ausrüstung beteiligt sind, sowie ein Öllager", schreibt er auf seinem Telegram-Kanal. Im Schwarzen und im benachbarten Asowschen Meeres seien auch ein Tanker und vier Trockenfrachter getroffen worden. Er danke den Streitkräften "für diese Erfolge. Wir verlagern den Krieg ganz zu Recht zurück nach Russland."
+++ 09:59 Russland: Ein Toter bei ukrainischen Angriffen auf Logistikzentren von Onlinehändler +++
Bei Drohnenangriffen auf Logistikzentren des größten russischen Onlinehändlers ist Behördenangaben zufolge ein Mensch getötet worden. 15 weitere Menschen wurden demnach verletzt. Zuvor hatten Behörden mindestens acht Verletzte gemeldet (siehe Eintrag von 09:02). Die Geschäftsführerin des Onlinehändlers Wildberries, Tatjana Kim, erklärt, die Logistikzentren des Unternehmens in den südrussischen Städten Krasnodar und Newinnomyssk seien evakuiert worden.
+++ 09:43 Ukraine meldet fünf Verletzte bei Angriff auf Wohnhaus in Region Kiew +++
Bei einem russischen Angriff auf ein Wohnhaus im Dorf Chaiky in der Region Kiew sind offenbar fünf Menschen verletzt worden. Das schreibt das Portal Ukrainska Pravda mit Verweis auf den staatlichen Rettungsdienst der Ukraine. Unter den Verletzten sind demnach drei Kinder. Ein durch den Angriff verursachtes Feuer sei inzwischen gelöscht.
+++ 09:02 Russland meldet acht Verletzte bei Angriffen auf Lager von Versandhändler +++
Bei neuen ukrainischen Drohnenangriffen auf Zentren des größten russischen Online-Versandhändlers sind laut Behörden mindestens acht Menschen verletzt worden. Getroffen worden seien diesmal Logistikzentren in Krasnodar und Newinnomyssk im Süden Russlands, teilt die Gründerin der Firma Wildberries, Tatjana Kim, bei Telegram am Morgen mit. Einsatzkräfte teilen mit, dass im Lager von Krasnodar drei Menschen verletzt worden seien. Der Gouverneur der Region Stawropol, Wladimir Wladimirow, spricht von fünf Verletzten bei dem Brand in Newinnomyssk. Die Zeitung "Kommersant" berichtet auf Grundlage von Expertenschätzungen, dass inzwischen etwa sieben Prozent der Wildberries-Lagerkapazitäten nicht mehr nutzbar seien.
+++ 08:23 Ukraine: Polizeieinheit "White Angels" hat seit Kriegsbeginn mehr als 38.000 Menschen gerettet +++
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs haben die "White Angels" offenbar 38.446 Menschen gerettet, darunter mehr als 10.000 Kinder. Das schreibt die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf das Innenministerium. Die "White Angels" sind eine Spezialeinheit der ukrainischen Polizei, die für Evakuierungen zuständig ist.
+++ 07:38 Entlassener ukrainischer Armeechef: 700 Quadratkilometer zurückerobert +++
Die Ukraine hat in diesem Jahr nach Angaben des entlassenen Oberbefehlshabers Oleksandr Syrskyj 700 Quadratkilometer ihres Territoriums zurückerobert. "Ich übergebe meinem Nachfolger eine Armee, die nicht nur die Verteidigung hält, sondern auch in der Offensive ist", erklärt Syrskyj auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram und bestätigt damit seinen Abschied von der Militärspitze. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Generalmajor Mychajlo Drapatyj zum Nachfolger ernannt.
+++ 07:08 Parlament in Moldau billigt neue Regierung unter Ministerpräsident Tofan +++
Das Parlament der Republik Moldau hat eine neue Regierung unter Führung von Ministerpräsident Vasile Tofan gebilligt. Der 45-jährige Finanzexperte erhielt die Stimmen von 53 der 101 Abgeordneten der regierenden Partei der Aktion und Solidarität (PAS) von Präsidentin Maia Sandu. Die Oppositionsparteien enthielten sich. Tofan kündigt an, die Wirtschaft des Landes wiederbeleben und den pro-europäischen Kurs beibehalten zu wollen. Tofan folgt auf Alexandru Munteanu, der nach nur acht Monaten im Amt überraschend zurückgetreten war. Ziel der neuen Regierung ist es Tofan zufolge, bis Ende 2028 ein Abkommen über den Beitritt Moldaus zur Europäischen Union zu unterzeichnen und das Land auf eine Aufnahme bis 2030 vorzubereiten.
+++ 06:26 Drapatyj: "Werde mit Respekt gegenüber den Menschen arbeiten, die heute unser Land verteidigen" +++
Der 43 Jahre alte Generalmajor Mychajlo Drapatyj führt künftig die ukrainischen Streitkräfte im Kampf gegen die russische Invasion. Drapatyj, seit 25 Jahren Soldat, schreibt auf Facebook: "Ich werde verantwortungsbewusst, konzentriert und mit Respekt gegenüber den Menschen arbeiten, die heute unser Land verteidigen." Das Portal "Kyiv Independent" schreibt, der General habe ein Image als "der oberste moderne, auf Menschen fokussierte Militärführer der Ukraine". In einem Facebook-Eintrag erklärt Drapatyj seine Unterstützung für Mychajlo Fedorow und fordert eine Armee-Reform: "Die Armee braucht Veränderungen, aber ohne Gerechtigkeit sind Veränderungen für die Menschen sinnlos, die diesen Krieg jeden Tag auf ihren Schultern tragen."
+++ 05:36 Wildberries-Logistikzentrum in Krasnodar brennt lichterloh +++
In Russland steht nach einem Drohnenangriff erneut ein Logistikzentrum des großen Online-Versenders Wildberries in Flammen. Fotos und Videos zeigen einen riesigen Brand in Krasnodar. Es ist bereits der dritte Schlag gegen ein Wildberries-Lager binnen einer Woche. Am Samstag wurde das Hauptlager des Konzerns bei Moskau komplett zerstört, eine weitere Einrichtung bei Kotowsk wurde ebenfalls angegriffen.
+++ 03:05 Stromausfälle nach Drohnenangriffen auf der Krim +++
Auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim ist nach Drohnenangriffen teilweise der Strom ausgefallen. In Feodosia, Jalta und Aluschta war die Luftabwehr im Einsatz. Berichten zufolge trafen die Drohnenangriffe zwei Umspannwerke in der Nähe von Jalta.
+++ 23:54 Ex-Verteidigungsminister Fedorow begrüßt Syrsky-Entlassung +++
Der vergangene Woche entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow begrüßt die Ablösung von Armeechef Oleksander Syrsky. Die Entlassung Syrskys bringe "frischen Wind und neue Hoffnung in den Kampf freier Menschen für Freiheit und Gerechtigkeit", schreibt Fedorow in den sozialen Medien. Der Ex-Verteidigungsminister hatte Syrsky in der vergangenen Woche vorgeworfen, seine Ablösung mit einem Ultimatum erzwungen zu haben. Statt Wege zu finden, Russland mit asymmetrischen Mitteln zu besiegen, habe Syrsky das Land gespalten, kritisierte Federow in der vergangenen Woche. "In dieser Konstellation weiß ich persönlich nicht, wie der Krieg gewonnen werden kann."
+++ 22:12 Nach Syrskyj-Entlassung: Selenskyj ernennt Drapatji zum neuen Oberbefehlshaber +++
Generalmajor Mychailo Drapatji wird dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge der neue Oberbefehlshaber der Ukraine. Bislang hatte Olexander Syrskyj das Amt inne. In seiner Abendansprache erklärt Selenskyj zudem, er habe dem ehemaligen Verteidigungsminister Mychailo Fedorow einen "angemessenen Posten" angeboten, um den technologischen Bereich des Staates zu leiten. Fedorows überraschende Entlassung hatte eine politische Krise ausgelöst.
+++ 22:03 Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber Syrskyj +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj entlässt nach tagelangem Druck von Demonstranten Armeechef Syrskyj. Neuer Oberbefehlshaber werde Mychajlo Drapatyj, teilt Selenskyj auf Telegram mit.
+++ 21:58 Ukrainische Spezialeinheiten zerstören 13 Eisenbahnbrücken in den besetzten Gebieten +++
Die ukrainischen Spezialeinsatzkräfte (SOF) haben in den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine im Zeitraum von Juni bis Juli 13 Eisenbahnbrücken angegriffen und zerstört. Das berichtet die Zeitung "Ukrainska Pravda" unter Berufung auf Quellen aus Militärkreisen. Weitere Einzelheiten wurden demnach noch nicht bekannt gegeben.
+++ 21:27 Vorbereitung auf Befreiung der Krim? Ukraine veröffentlicht Notfall-Ratgeber für Bewohner +++
Das ukrainische Zentrum für strategische Kommunikation hat einen Leitfaden veröffentlicht, der Bewohnerinnen und Bewohner der von Russland besetzten Krim Ratschläge gibt, wie sie sich auf Notfälle und mögliche Kampfhandlungen im Zuge der künftigen Befreiung der Halbinsel vorbereiten können. Das berichtet die ukrainische Zeitung "Kyiv Independent". "Das Leben und die Sicherheit der Menschen sind für die Ukraine das höchste Gut", erklärt das Zentrum. Es warnt laut dem Bericht davor, dass militärische Operationen die Risiken für die Zivilbevölkerung erhöhten und dass eine frühzeitige Vorbereitung den besten Schutz biete. "Vereinbaren Sie im Voraus einen Treffpunkt, Routen und einen allgemeinen Handlungsplan", heißt es in der Broschüre an Familien gerichtet. Zudem sollten Familien festlegen, wie sie bei Ausfällen kommunizieren wollen, und sicherstellen, dass alle eine schriftliche Liste wichtiger Telefonnummern bei sich tragen.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.