Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:35 EuGH: Russische Flugzeuge unterliegen nach Verkauf nicht automatisch Flugverbot +++

08.10.2026, 00:01 Uhr

Ursprünglich russischen Eigentümern gehörende Flugzeuge können nach einem Verkauf nicht einfach weiterhin mit einem Flugverbot belegt werden. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg ordnete in einer heute verkündeten Entscheidung an, dass sich das Gericht der Europäischen Union mit der Klage einer kirgisischen Airline befassen muss. Das Gericht hatte ohne weitergehende Analyse das Flugverbot fortgelten lassen und eine Nichtigkeitsklage nicht zugelassen. Die Nichtzulassung war laut EuGH nicht rechtens. Den zwei Flugzeugen waren Starts und Landungen in der EU sowie das Überfliegen von Gebieten der Europäischen Union im Zusammenhang mit Sanktionen wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verboten worden. Die kirgisische Fluggesellschaft Global 8 Airlines kaufte die beiden Flugzeuge von einer russischen Gesellschaft und erfuhr erst danach, dass ein Flugverbot für die Maschinen galt.

+++ 21:27 Altkanzler Schröder feierte mit Putin Geburtstag +++

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder hat nach Angaben des Kreml an der Geburtstagsfeier des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau teilgenommen. Putin habe am Mittwochmorgen aus den Medien von der Anwesenheit Schröders in der russischen Hauptstadt erfahren, teilt der Kreml bei Telegram mit. "Der Präsident lud seinen alten Freund zu sich nach Hause ein", heißt es weiter. Schröder sei bei Putin gewesen, als der Kremlchef gestern seinen 74. Geburtstag feierte. Schröder war nach seiner Benennung in den Aufsichtsrat der russischen Handelskette Hyperglobus nach Moskau gereist. Der SPD-Politiker war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler. Der 82-Jährige ist mit Kremlchef Wladimir Putin eng befreundet und steht unter anderem wegen dieser engen Verbindung und seines Engagements für russische Energieunternehmen seit Jahren in der Kritik. Auch seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich Schröder wiederholt mit Putin getroffen.

+++ 21:04 ntv-Reporterin Sharma über tödlichen Busangriff: Menschen in Donezk leben in ständiger Gefahr +++

Mehr als 30 Menschen sind bei dem brutalen Angriff mit Gleitbomben auf mehrere Busse in Donezk gestorben. Viele weitere Menschen schweben nach der Attacke im Ort Kramatorsk in Lebensgefahr. ntv-Reporterin Kavita Sharma berichtet aus Kiew über den russischen Angriff.

+++ 20:33 Selenskyj kündigt Antwort auf "Welle der russischen Eskalation" an +++

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bereitet sein Land eine Reaktion auf die massiven russischen Angriffe vor. "Erstens bereiten wir unsere Reaktionen auf diese Welle der russischen Eskalation vor. Zweitens arbeiten wir über alle verfügbaren Kanäle mit Partnern zusammen, die der Ukraine zusätzliche Luftverteidigungspakete und Munition für F-16-Kampfjets bereitstellen können. Ich bin jedem Land dankbar, das zur Hilfe bereit ist", sagte Selenskyj. Zuvor hatte er Berichte von Oleksandr Poklad, dem Leiter des Sicherheitsdienstes der Ukraine, und Pavlo Palisa, dem stellvertretenden Leiter des Büros des Präsidenten, eingeholt.

+++ 19:55 Video zeigt Ausmaß des tödlichen Gleitbomben-Angriffs auf Busse in Donezk +++

Mindestens 30 Menschen sind bei dem russischen Gleitbomben-Angriff auf zwei Busse in der ukrainischen Region Donezk ums Leben gekommen. Wie verheerend die Attacke die Menschen in Kramatorsk getroffen hat, zeigen Videoaufnahmen vom Wrack. Mit Nachdruck fordert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mehr Unterstützung beim Schutz des Luftraums, insbesondere von den USA.

+++ 19:40 Bürgermeister Klitschko: Russland zwingt Kiew vor Winter in Überlebenskampf +++

Die jüngste Welle russischer Angriffe auf Kiew hat die ukrainische Hauptstadt nach den Worten von Bürgermeister Vitali Klitschko schon vor dem Winter in einen Überlebenskampf gezwungen. "Jeden Tag gibt es neue Berichte über zerstörte Gebäude, über Verletzte oder tragischerweise Getötete, während sich der Beschuss unserer Stadt verschärft", sagte Klitschko der Nachrichtenagentur AFP. "Heute geht es ums Überleben." Nur wenige Stunden nach dem Interview wurde der Betrieb der Kiewer U-Bahn aufgrund von Stromausfällen eingestellt. Vier Menschen wurden Klitschko zufolge bei Angriffen heute in der Hauptstadt getötet. Russland hat seine Drohnen- und Raketenangriffe auf Kiew in den vergangenen Wochen noch einmal verstärkt und dabei wieder vermehrt Energieinfrastruktur ins Visier genommen.

+++ 19:08 Selenskyj kritisiert "Unwillen" der USA und fordert Starlink-Zugang für Abwehr von Luftangriffen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft den USA vor, seinem Land nicht helfen zu wollen. "Wo liegt also hier die Wahrheit, wo ist die Ehrlichkeit? Wo ist die Pattsituation? (...) Das nennt man Unwillen!", sagte Selenskyj in einer emotionalen Rede und bezog sich dabei auf Äußerungen von US-Außenminister Marco Rubio. Dieser hatte zuvor gesagt, der Krieg sei in einer Pattsituation und die USA würden weiter auf eine Lösung des Konflikts hinarbeiten. Selenskyj forderte zudem eine Öffnung des US-Satellitennetzwerks Starlink für die Ukraine: "Gebt es uns, helft uns, unseren Luftraum zu verteidigen und dort die Oberhand zu gewinnen. Und dann wird sich Putin an den Verhandlungstisch setzen." Ein uneingeschränkter Starlink-Zugang könnte Kiew die Bekämpfung russischer Raketen-Abschussanlagen erleichtern.

+++ 18:25 Rubio sieht Ukraine-Krieg in gefährlicher Pattsituation +++

US-Außenminister Marco Rubio sieht den Ukraine-Krieg nach eigenen Worten in einer gefährlichen Pattsituation festgefahren und dringt auf eine baldige Verhandlungslösung. Die USA bemühten sich weiterhin um eine dauerhafte und gerechte Beilegung des Konflikts, sagt Rubio in Portugal vor Journalisten. Je schneller der Krieg durch Verhandlungen beendet werde, desto besser. Die USA stünden bereit, diesen Prozess zu unterstützen. "Wir werden aber auch keine Energie in aussichtslose Prozesse stecken, wenn wir keine Fortschritte erzielen können." Rubio warnt zudem vor einer Eskalation des Krieges, die zu einem größeren regionalen Konflikt führen könnte. Dies könne etwa durch Sabotageakte in benachbarten Nato-Mitgliedstaaten geschehen.

+++ 18:10 Merz spricht sich für Gipfeltreffen der "Koalition der Willigen" in Berlin aus +++

Bundeskanzler Friedrich Merz bietet an, noch vor Ende des Jahres ein Gipfeltreffen der "Koalition der Willigen" zur Unterstützung der Ukraine in Berlin auszurichten. Das Treffen würde "wahrscheinlich im Dezember" unter Beteiligung von Staats- und Regierungschefs stattfinden, hieß es nach dem Treffen des Kanzlers mit dem britischen Premierminister Andy Burnham aus Regierungskreisen. Der Vorschlag sei auf britischer Seite auf Zustimmung gestoßen. Die "Koalition der Willigen" war Anfang 2025 von Großbritannien und Frankreich zur Unterstützung der Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland gegründet worden. Ihr gehören mehr als 30 Länder an. Das letzte Gipfeltreffen fand im Juli in Paris statt.

+++ 17:37 Ukrainisches Militär attackiert große Ölraffinerie im sibirischen Omsk +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben mit Drohnen die Stadt Omsk tief in Sibirien angegriffen, wo die größte Raffinerie Russlands steht. "Eine Drohne hat das nördliche Industriegebiet erreicht", teilte der Gouverneur der Region Omsk, Witali Chozenko, bei Telegram mit. Die übrigen Drohnen seien rechtzeitig abgeschossen worden. Zu eventuellen Schäden in der mehr als 2.000 Kilometer von Moskau entfernten Region machte er keine Angaben. Die Raffinerie - eine der größten Russlands - war bereits im Juli Ziel eines ukrainischen Angriffs. Berichten zufolge brach damals ein Feuer aus und der Betrieb musste zwischenzeitlich eingestellt werden. Die Ukraine nimmt gezielt Ölraffinerien und Anlagen ins Visier, um Russland zu schwächen.

+++ 17:04 Burnham bietet Merz Kampfjet-Kooperation mit Großbritannien an +++

Der britische Premierminister Andy Burnham hat Bundeskanzler Friedrich Merz bei seinem Antrittsbesuch in Deutschland überraschend die gemeinsame Entwicklung eines neuen Kampfjets angeboten. Konkret geht es um den Einstieg Deutschlands in das sogenannte GCAP-Programm, an dem auch schon Japan und Italien beteiligt sind. Er habe seine "Offenheit signalisiert, dass sich Deutschland an GCAP, dem Kampfflugzeug der nächsten Generation, beteiligen kann", sagte Burnham bei seinem Treffen mit Merz im Kanzleramt. Aus deutschen Regierungskreisen hieß es, die Verteidigungsminister seien mit der Prüfung einer Kooperation beauftragt worden. Es wurde aber gleichzeitig betont, dass das weder eine Entscheidung noch eine Vorentscheidung sei. Das deutsch-französische Kampfjet-Projekt FCAS war in diesem Sommer gescheitert, weil sich beide Seiten nach jahrelangen Vorbereitungen nicht auf die Konditionen einigen konnten. Seitdem läuft die Suche nach einer Alternative. Bisher galt eine Kooperation des Airbus-Konzerns mit dem schwedischen Rüstungsunternehmen Saab als wahrscheinlichste Variante.

+++ 16:19 Kommt Bewegung in Verhandlungen? Ukraine-Unterhändler reisen in die USA +++

Ukrainische Unterhändler reisen am Wochenende zu Gesprächen über die stockenden Verhandlungen mit Russland in die USA. Der Besuch in den Vereinigten Staaten sei von Freitag bis Samstag geplant, kündigt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an. Er forderte US-Präsident Donald Trump auf, den Druck auf Russland zu erhöhen. "Man kann nicht einerseits mit den Russen über künftige Wirtschaftsprojekte verhandeln und andererseits sagen, dass wir uns in einer Art diplomatischem Patt befinden", sagt Selenskyj. Er äußerte sich während eines Besuchs im nordukrainischen Pryluky nach einem tödlichen russischen Angriff auf die Stadt.

+++ 15:52 Ukraine will deutsche Häfen für Agrarexporte nutzen +++

Die Ukraine will wegen der Blockade ihrer eigenen Seehäfen durch russische Angriffe deutsche Häfen für den Export von Agrargütern nutzen. Dies teilt der ukrainische Agrarminister Taras Wysozkyj mit. Das Land arbeite daran, seine maritimen Exportrouten vollständig wiederherzustellen und alternative Wege auszubauen. Konkret werde die Nutzung der deutschen Hafeninfrastruktur geprüft. Dem Ministerium zufolge könnte dies die Exportkapazität der Ukraine um rund eine Million Tonnen pro Monat erhöhen.

+++ 15:21 Selenskyj warnt: China macht Fortschritte bei Entwicklung von Starlink-Alternative für Russland +++

China arbeitet nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an einer Alternative zum US-Satellitendienst Starlink und kooperiert dabei mit Russland. Die Volksrepublik mache dabei Fortschritte und gebe die Technologie an die Regierung in Moskau weiter, sagt Selenskyj bei einem Besuch der nordukrainischen Stadt Pryluky nach einem russischen Angriff dort, bei dem es Tote gab. Der Präsident fordert zudem die US-Regierung auf, die Starlink-Abdeckung für die Ukraine auszuweiten. Dies solle dem ukrainischen Militär dabei helfen, russische Abschussanlagen für Raketenangriffe zu bekämpfen.

+++ 14:40 Putin-Propagandist beleidigt Merz im Kreml-TV und deutet nuklearen Angriff an +++

Nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz bei seinem Besuch in Kiew am 3. Oktober ein Ende der Angriffe auf die Ukraine gefordert hat, folgt nun die "Antwort": In Form einer wüsten Tirade wendet sich Wladimir Solowjow an Deutschland: Im Kreml-Fernsehen beleidigt der in Russland beliebte Moderator und mediale Einpeitscher für Putin den Kanzler. Auch eine düstere Prophezeiung für Berlin lässt der Propagandist folgen.

+++ 14:01 Litauen schützt Grenze zu Kaliningrad mit Soldaten +++

Litauen verstärkt vorsorglich den Schutz seiner Grenze zur russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad. Innenminister Martynas Katelynas teilt mit, er habe Verteidigungsminister Robertas Kaunas um die Entsendung von Soldaten zur Unterstützung der Grenzbeamten gebeten. Zugleich betont er, dass die Lage an der Grenze des baltischen EU- und Nato-Landes gegenwärtig ruhig und die Truppenverlegung eine Präventivmaßnahme sei. Kaunas billigt den Einsatz der Armee und sagt im litauischen Rundfunk, dass bis zu 100 Soldaten die Grenze bewachen sollen. Geplant sei, dass sie für einige Wochen an der Grenze bei Kaliningrad stationiert werden, wobei sowohl der Zeitraum als auch die Truppenstärke je nach Lageentwicklung angepasst werden könnten. Wie auch Katelynas begründet er die Entscheidung zum Einsatz der Armee unter anderem mit einem Vorfall an der lettischen Grenze zu Belarus, bei dem Maskierte versucht hätten, eine Gruppe von Migranten über die Grenze zu schleusen.

+++ 13:32 Kiew und ukrainische Regionen nach Angriffen ohne Strom +++

Für die Ukraine bringen die verstärkten russischen Luftangriffe auf die Energieversorgung wieder mehr Stromausfälle und Abschaltungen. In der Hauptstadt Kiew und in einigen Landkreisen im Umland sei der Strom notfallmäßig abgeschaltet worden, teilt Vizeenergieminister Artem Nekrassow auf Telegram mit. Der russische Beschuss habe Anlagen beschädigt, es gebe Spannungsabfälle im Hochspannungsnetz. Für die Millionenstadt bedeutet dies, dass in einigen Teilen auch die Pumpen der Wasserversorgung ausfallen. Auch in den frontnahen Gebieten Sumy, Charkiw, Donezk und Saporischschja bricht nach russischen Angriffen die Stromversorgung zusammen. Soweit die Sicherheitslage es zulasse, werde an der Wiederherstellung gearbeitet, sagt Nekrassow. Weil die Stromverteilung im Land gestört sei, müsse der Verbrauch in mehreren Regionen für Gewerbe wie private Verbraucher eingeschränkt werden.

+++ 12:57 Insider: USA und Russland sprechen über US-Einstieg bei Nord Stream +++

Hochrangige Vertreter Russlands und der USA sprechen Insidern zufolge über den Einstieg eines US-Investors bei den Nord-Stream-Pipelines. An den Gesprächen über die Leitungen, die vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine Gas nach Deutschland lieferten, nehmen unter anderem der enge Berater von Präsident Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, und der US-Sondergesandte Jared Kushner teil, sagen fünf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Kushner, Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, versucht, einen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln und sieht Geschäftsabschlüsse als zentrales Element zur Wiederherstellung des Friedens.

+++ 12:37 Zahl der Toten in Kramatorsk steigt auf mindestens 30 +++

Nach einem schweren Angriff Russlands auf zwei Busse in Kramatorsk im ostukrainischen Gebiet Donezk steigt die Zahl der Toten nach Behördenangaben auf mindestens 30. Es gebe zudem 18 Verletzte, teilt der Donezker Militärgouverneur Wadym Filaschkin mit. Zuvor war von einem Dutzend Toten und 14 Verletzten die Rede. Filaschkin veröffentlicht in seinem Telegram-Kanal Fotos von dem ausgebrannten Bus. "Das sind Menschen, die von der russischen Armee getötet wurden", sagt er. "Dafür gibt es keine Rechtfertigung und kann es auch keine geben." Der Militärgouverneur ruft die noch im Gebiet Donezk verbliebenen Menschen dazu auf, in sicherere Regionen der Ukraine zu fliehen.

+++ 12:16 Kampfpilot stoppt gefürchtete Geran-4-Drohne +++

Die russische Drohne Geran-4 bereitet der ukrainischen Flugabwehr große Probleme. Sie erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 500 Stundenkilometern. Es gelingt ukrainischen Kampfpiloten aber immer mal wieder, die russische Jet-Einwegdrohne abzuschießen.

+++ 11:41 Südkorea zieht Botschafter aus Kiew ab +++

Wegen eines diplomatischen Streits mit der Ukraine zieht Südkorea seinen Botschafter aus Kiew ab. Die Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts liefen aber weiter, betont das südkoreanische Außenministerium. Die Regierung in Seoul wirft der Ukraine den Bruch einer Geheimhaltungsvereinbarung vor, nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Übergabe zweier gefangener nordkoreanischer Soldaten, die auf russischer Seite gegen die Ukraine gekämpft hatten, an Südkorea bekannt gegeben hatte.

+++ 11:12 Russischer Angriff mit zwölf Toten - Behörde meldet zwei getroffene Busse +++

Bei einem russischen Angriff in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk werden nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Donezk zwei Linienbusse getroffen. Zuvor war von einem Bus die Rede. Bisher sind 12 Todesopfer und 14 Verletzte bekannt - die Zahl der Opfer könne sich noch erhöhen. Die Staatsanwaltschaft veröffentlicht Fotos, auf denen leblose Körper und Trümmer vor dem brennenden Wrack eines Busses zu sehen sind. Kramatorsk ist neben Slowjansk die letzte von der Ukraine kontrollierte Großstadt in der Region Donezk im Osten des Landes. Die Stadt, in der vor Beginn des russischen Angriffskriegs 150.000 Menschen lebten, ist für die Logistik der ukrainischen Streitkräfte an der Front von großer Bedeutung. 

+++ 10:39 Zwölf Tote bei russischem Angriff auf Bus im Osten der Ukraine +++

Bei einem russischen Angriff auf einen Linienbus in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk sterben nach Behördenangaben mindestens 12 Menschen. Weitere 14 Menschen seien nach bisherigen Erkenntnissen verletzt, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Die Zahl der Opfer könne sich noch erhöhen.

+++ 10:19 Russischer Internet-Riese bestätigt "Vorfall" in Datenzentrum +++

Nach Berichten über einen Angriff auf Russlands größten Internetkonzern Yandex bestätigt das Unternehmen, dass es einen "Vorfall" gegeben habe. Betroffen sei ein Datenzentrum in Sassowo im Gebiet Rjasan, teilt Yandex mit. Die Arbeit dort sei vollständig eingestellt. Die Schäden würden beseitigt. Es gebe keine Verletzten, gibt das Technologieunternehmen bekannt. Die Lage sei zwar unter Kontrolle und die wichtigsten Yandex-Dienste funktionierten, teils könne es aber Probleme geben, heißt es weiter. Die auf die Beobachtung des Internets spezialisierte Organisation Netblocks verzeichnet wiederum eine erhebliche Störung. Yandex wird wegen seiner gleichnamigen Suchmaschine auch als russisches Google bezeichnet und bietet mit YandexGPT eines der führenden russischen Modelle für Künstliche Intelligenz an.

+++ 09:44 Heeresinspekteur: Moskau erreicht Ziel von 1,5 Millionen Soldaten +++

Die russischen Streitkräfte wachsen nach Einschätzung von Heeresinspekteur Christian Freuding schnell um weitere Soldaten und auch schnellere Drohnensysteme. "Sie haben ihre Zielgröße von 1,5 Millionen Soldaten erreicht und wir erleben beinahe im Monatstakt, wie Putin sehr inkrementell, scheibchenweise immer wieder eine Vergrößerung der Streitkräfte auch anordnet", sagt der Generalleutnant im neuen Bundeswehr-Podcast "Generaldebatte". Freuding verweist auf die Zunahme der russischen Drohneneinsätze gegen Kiew und wie Russland in der Lage sei, die Produktion von Drohnen und Raketen zu steigern. Ein Beispiel seien die neuen Geran-Drohnen mit Jetantrieb: Russland habe die Einsatzquote zwischen Juli und August verdoppeln können.

+++ 09:15 Moldau richtet neue Schutzzonen an ukrainischer Grenze ein +++

Die Republik Moldau richet an der Grenze zur Ukraine neue Schutzzonen ein. Das teilt Moldaus Innenministerin Daniella Misail-Nichitin mit. Dort sollen sich Mitarbeiter der Grenzkontrollstellen sowie Bürger, die sich an der Grenze aufhalten, vor möglichen Drohnenangriffen in Sicherheit bringen können. Hintergrund ist ein russischer Angriff zu Beginn der Woche, bei dem ein Geschoss an einem Grenzübergang zur Republik Moldau einschlug. Dabei wurde ein Grenzbeamter verletzt.

+++ 08:36 Ukrainisches Militär: Russland verliert 1830 Soldaten innerhalb eines Tages +++

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs verliert Russland innerhalb des vergangenen Tages 1830 Soldaten. Damit steigt die Gesamtzahl der russischen Soldaten, die laut ukrainischen Angaben seit Kriegsbeginn getötet oder verwundet wurden, auf 1.547.780. Zu eigenen Verlusten macht der Generalstab keine Angaben. 

+++ 08:01 Zahl der Toten nach schwerem Angriff auf Ukraine steigt auf 32 +++

Nach dem besonders schweren Luftangriff auf die Ukraine erhöht sich die Zahl der Todesopfer nach ukrainischen Angaben von 28 auf 32. Besonders hart getroffen wurde am Mittwoch die Stadt Pryluky in der nördlichen Region Tschernihiw, wo eine russische Rakete ein fünfstöckiges Wohnhaus zerstörte. Wie die Einsatzkräfte mitteilen, steigt die Zahl der Toten allein dort bis Donnerstagmorgen von 20 auf 22. Auch in Kiew werden nach einem Treffer auf ein mehrstöckiges Wohnhaus zwei weitere Todesopfer geborgen.

+++ 07:27 Moldau meldet Verletzung des Luftraums +++

Inmitten massiver russischer Angriffe auf die Ukraine meldet die Republik Moldau eine Verletzung des eigenen Luftraums. Wie das Verteidigungsministerium des Landes mitteilt, registriert die Armee bereits am Mittwochabend gegen 20 Uhr einen nicht genehmigten Flug im Bereich der Ortschaft Pervomaisc. Wenig später verlässt das Objekt demnach den nationalen Luftraum in Richtung der Siedlung Lymanske in der ukrainischen Region Odessa. 

+++ 06:48 Zwei Tote bei russischem Angriff auf Hochhaus in Kiew +++

Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew kommen zwei Menschen ums Leben. Wie die Katastrophenschutzbehörde des Landes mitteilt, finden Feuerwehrleute die beiden Leichen in einem Hochhaus im Bezirk Desna. Russlands Militär griff das Haus bereits am Mittwochabend an - daraufhin brach ein Feuer aus. 22 Menschen werden bei dem Einsatz gerettet, darunter 8 Kinder. Zudem gebe es 4 Verletzte, darunter 2 Kinder.

+++ 06:12 Bericht: Ukraine greift Rechenzentrum von russischem Internetdienstleister an +++

In der russischen Region Rjasan nimmt das ukrainische Militär offenbar ein Rechenzentrum von Yandex ins Visier. Dabei handelt es sich um den Betreiber der größten Suchmaschine Russlands. Wie "Kyiv Independent" berichtet, wird das Rechenzentrum in der Nacht zum Donnerstag bei einem ukrainischen Drohnenangriff beschädigt. Auf dem Industriegelände soll es zu einem Großbrand gekommen sein. Yandex beschreibt die betroffene Anlage demnach als sein größtes Rechenzentrum, das die Dienste und die Cloud-Infrastruktur des Unternehmens unterstützt. 

+++ 05:11 Ministerium: 4706 Bildungseinrichtungen seit Kriegsbeginn bombardiert +++

In der Ukraine sind nach Angaben des ukrainischen Bildungsministeriums seit Kriegsausbruch bisher 4706 Bildungseinrichtungen bombardiert worden. Allein im Frontgebiet rund um Donezk sind demnach bereits 162 Kindergärten beschädigt worden - 39 sind komplett zerstört.

+++ 03:43 Hybride Bedrohungen: Deutschland und Großbritannien stärken Cyberabwehr +++

Seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges nehmen die hybriden Bedrohungen in Europa zu. Deutschland und Großbritannien intensivieren künftig ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Cyberangriffen und Sabotage, teilt die britische Regierung mit. Beide Länder "verpflichten sich zu einer Partnerschaft zur Abwehr hybrider Bedrohungen, um gegen feindliche Aktivitäten vorzugehen, die Sicherheit und Wohlstand in unseren beiden Ländern bedrohen". Russland wird in der Mitteilung explizit als mögliche Bedrohung genannt.

+++ 02:34 Wohnhaus in Pryluky zerstört - Opferzahl steigt +++

Nach russischen Angriffen in der Stadt Pryluky in der nördlichen Region Tschernihiw steigt die Zahl der Todesopfer auf mindestens 20. Unter den Toten sollen auch fünf Kinder sein, berichten die örtlichen Behörden. Demnach habe eine russische Rakete ein fünfstöckiges Wohnhaus zerstört.

+++ 01:05 Russland greift Pharmawerk in Kiew an +++

Russische Streitkräfte haben das Chemie- und Pharmazeutische Werk Borschtschajiwka (BCPP) in Kiew angegriffen, berichtet "Ukrainska Pravda". Laut Forbes Ukraine ist BCPP gemessen am Umsatz der siebtgrößte Pharmahersteller des Landes. Das Ausmaß des Schadens ist bisher unklar.

+++ 23:42 Russland: Haben Schiff mit Gütern für ukrainisches Militär angegriffen +++

Russische Streitkräfte haben dem Verteidigungsministerium zufolge ein Schiff angegriffen. Es habe sich mit einer Ladung für das ukrainische Militär auf dem Weg zum ukrainischen Schwarzmeerhafen Odessa befunden. Die Erklärung auf Telegram enthält keine weiteren Einzelheiten zu dem Angriff. Das Ministerium teilt außerdem mit, russische Drohnen hätten Infrastruktur in ukrainischen Häfen getroffen, ohne dies näher zu erläutern.

+++ 22:35 Behörden melden 47 Verletzte in Krementschuk nach russischem Angriff - zwei Tote +++

Bei einem russischen Angriff auf Krementschuk sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten stieg auf 47, darunter zwei Kinder. Das teilt Witalij Diakiwnytsch, Leiter der Militärverwaltung der Oblast Poltawa, bei Telegram mit. Demnach wurden bei der Attacke fünf Mehrfamilienhäuser mit 431 Wohnungen sowie 35 Wohnhäuser beschädigt. Sechs Häuser wurden zerstört.

+++ 21:41 Möglicher Pestfall in Russland: Trump sieht keinen Zusammenhang mit Biowaffen +++

US-Präsident Donald Trump sieht keinen Zusammenhang zwischen dem mutmaßlichen Pestfall in Russland und biologischen Waffen. Auf die Journalistenfrage, ob es sich bei dem russischen Verdachtsfall um eine Biowaffe handeln könne, sagte Trump in Washington: "Wir glauben das nicht. Wir werden es bald herausfinden, aber wir glauben es nicht." Die USA hatten von den Russen Aufklärung über den Fall verlangt. Trump sagte dazu: "Wenn man ihnen zuhört, ist es unter Kontrolle. Aber Sie wissen, Leute haben das schon früher über andere Dinge gesagt", fügte er unter Anspielung auf Chinas anfängliche Reaktionen auf die Corona-Pandemie hinzu. "China hat nicht viel gesagt, und Russland sagt auch nicht viel", ergänzte er. Trump bekräftigte, dass er ein Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu dem Fall plant. "Heute ist sein Geburtstag", sagte er zur Frage nach dem Zeitpunkt des Telefonats lediglich.

+++ 21:03 US-Außenminister Rubio wirbt in Athen für stärkeren Zusammenhalt des Westens +++

US-Außenminister Marco Rubio hat in Athen für eine engere Zusammenarbeit der westlichen Staaten angesichts neuer geopolitischer Herausforderungen geworben. Er sprach mit der Akropolis im Hintergrund, dem Wahrzeichen der ersten Demokratie des Altertums. Rubio griff die Geschichte des antiken Griechenlands als Ausgangspunkt für zentrale Werte und Eigenschaften des Westens auf. "Hier in Athen fanden wir erstmals die umfassende Ausprägung all jener wesentlichen Merkmale, die später den Westen prägen sollten", sagte Rubio in seiner Rede, die vom griechischen Fernsehen übertragen wurde. Von den Griechen der Antike sollte der Westen die Tugenden, den Mut und die Stärke wiederentdecken, die er brauche, um sich den Gefahren der aktuellen Zeit zu stellen. Rubio rief zur Erneuerung des westlichen Geistes und Europas auf. "Wir sind überzeugt, dass Europa aus seinem langen Dornröschenschlaf erwachen und das Feuer neu entfachen kann, das hier bereits vor Jahrtausenden brannte", sagte er.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.