Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:13 Polen schließt Stationierung von US-Atomwaffen aus +++
Die polnische Regierung lehnt die Stationierung von Atomwaffen auf ihrem Staatsgebiet ab. Auf die Frage, ob eine künftige US-Militärpräsenz in dem Land auch nukleare Fähigkeiten umfassen könnte, erklärt der stellvertretende Verteidigungsminister Pawel Zalewski vor Journalisten: "Nein. Das möchte ich sehr klar und offen sagen. Polen will keine Atomwaffen auf seinem Territorium haben."
+++ 21:15 "New York Times": CIA-Chef hat Kreml "düstere Einschätzung" übermittelt +++
Die Berichte über den Grund der Reise von CIA-Chef John Ratcliffe nach Moskau reißen nicht ab. Die renommierte "New York Times" nennt nun einen Grund, der unter den vielen Spekulationen so noch nicht genannt wurde: Ratcliffes Ziel sei gewesen, dem russischen Auslandsgeheimdienstchef "unter vier Augen seine düstere Einschätzung der Lage im russischen Krieg gegen die Ukraine darzulegen und die Russen dazu zu drängen, eine Einigung zu erzielen, bevor sich ihre militärische und wirtschaftliche Lage weiter verschlechtert", schreibt das Blatt. Die Autoren nennen "aktuelle und ehemalige" Regierungsmitarbeiter als Quelle. Die USA gehen demnach davon aus, dass Russlands Präsident Wladimir Putin nur geschönte Lageberichte von der Front erreichen und er über kein realistisches Bild der Lage verfüge. Ratcliffe hoffe, dass der frühere Geheimdienstchef Putin Hinweise der CIA eher ernst nehme als Äußerungen von US-Diplomaten. Es soll sich aber nicht um eine Drohung oder dergleichen gehandelt haben. Auch die Autoren wissen dem Artikel zufolge nicht, ob Ratcliffes Mission auf eine Kursänderung der USA im Umgang mit Russland hindeutet.
+++ 20:45 Trump über Putin: "Wird kein Nato-Territorium angreifen" +++
US-Präsident Donald Trump hat sich überzeugt davon gezeigt, dass Russland keine Nato-Verbündeten attackieren wird. Auf eine Frage dazu, ob der russische Präsident Wladimir Putin zugestimmt oder sich verpflichtet habe, von einer solchen Offensive abzusehen, sagte er im Oval Office: "Ich hatte gute Gespräche mit ihm. Er wird kein Nato-Territorium angreifen." Zuvor war der Direktor des US-Geheimdienstes CIA überraschend für Gespräche nach Moskau gereist. Er soll Russland vor einem Angriff auf Nato-Staaten gewarnt haben. Trump lehnte es nun ab, Medienberichte über den Zweck der Reise von CIA-Chef John Ratcliffe zu kommentieren. "Sie werden nicht angreifen", sagte Trump lediglich.
+++ 20:12 Permanent Drohnen in der Luft: Kiew nun auch tagsüber unter Dauerbeschuss +++
Nächte in U-Bahnhöfen und anderen Schutzräumen gehören in Kiew schon lange zum Alltag. Tagsüber ist in der Hauptstadt normalerweise eher ein einigermaßen normales Leben möglich, weil Russland um die einfachere Luftabwehr bei Tageslicht weiß. Am Donnerstag aber flogen nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe zwischen 07:00 Uhr morgens und 19:00 Uhr (Ortszeit) 140 Drohnen auf die Hauptstadt zu. Mehr als 100 Drohnen hatten demnach einen Jetantrieb. Diese neue Generation namens Geran-4 und Geran-5 ist schneller und damit schwieriger abzufangen. Dennoch seien mindestens 120 Drohnen abgewehrt worden, so die ukrainische Luftwaffe. Um 19.00 Uhr hätten sich mindestens zehn Drohnen noch immer in der Luft befunden. Auch Denis Trubetskoy, der regelmäßig für ntv.de ausKiew berichtet, bekam die Gefahr am eigenen Körper zu spüren.
+++ 19:22 Russland hat Kraftwerk endgültig zerstört: Bewohner sollen Cherson verlassen +++
Russlands Kampagne gegen die ukrainische Zivibevölkerung hat eine neue, traurige Wegmarke erreicht: Das Heiz- und Elektrizitätskraftwerk der Stadt Cherson ist nach einem abermaligen russischen Angriff auf lange Sicht außer Betrieb. Der Chef der Militärverwaltung für die Stadt Cherson und die gleichnamige umliegende Region, Oleksandr Prokudin, fordert nun die Bewohner zum Verlassen der Stadt und der umliegenden Dörfer auf. Vor allem Menschen mit Kindern und Ältere sollen - wenn es ihnen möglich ist - weggehen. Cherson könne über den kommenden Winter nicht mit Strom und Wärme versorgt werden. Russische Truppen stehen auf der anderen Seite des Flusses Dnjepr vor der Stadt. Drohnen machen Jagd auf Zivilisten, seit Anfang Juli feuerte Russland zudem 170 Gleitbomben auf die Region Cherson.
+++ 18:43 "Nicht mehr lange": Merz kündigt Reaktion auf Leipzig-Vorfall an +++
Die Bundesregierung wird laut Kanzler Friedrich Merz in Kürze die für den Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen Verantwortlichen benennen. "Wir werden das jetzt in den nächsten Tagen abschließend feststellen und dann wird es dazu sehr bald auch eine entsprechende Reaktion geben", sagte Merz in der Sendung "Am Tisch mit Friedrich Merz". Der Kanzler verwies auf Ermittlungen des Generalbundesanwalts und der Sicherheitsbehörden, die schon "relativ weit" seien. Sobald diese abgeschlossen seien und die Erkenntnisse als gesichert gälten, würden die Verantwortlichen des Leipziger Vorfalls benannt. "Das wird auch nicht mehr lange dauern", betonte Merz bei der vorab aufgezeichneten Sendung, die heute Abend um 22.15 Uhr bei RTL ausgestrahlt wird. "Und dann müssen wir auch entsprechend reagieren." Welche Art von Reaktion die Bundesregierung erwägt, ließ Merz offen.
+++ 17:37 Autobombe in St. Petersburg: Toter war hochrangiger Offizier +++
In der russischen Millionenmetropole St. Petersburg ist ein Militärangehöriger bei der Explosion eines Sprengsatzes in seinem Auto getötet worden - ntv.de berichtete (hier: Eintrag von 12:29 Uhr). Nun werden weitere Details bekannt. Ermittler bestätigten einen Bericht des Petersburger Nachrichtenportals "Fontanka", wonach es sich bei dem Getöteten um einen Militärangehörigen handelt, nannten aber keine Details. Bestätigt wurde auch, dass es sich bei der verletzten Beifahrerin um die Ehefrau des Mannes handelte. Derweil berichtet "Fontanka", bei dem Toten handle es sich um einen Oberstleutnant der russischen Luftstreitkräfte. Die Explosion ereignete sich demnach am Morgen, als das Paar seine Wohnung in einem für Militärangehörige gebauten Viertel verlassen habe. In Russland wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Militärangehörige bei Autoexplosionen und anderen Anschlägen getötet. In mehreren Fällen machten die russischen Ermittler die ukrainischen Geheimdienste als Urheber verantwortlich.
+++ 17:05 Deutschland und Litauen am Werk: Ukraine erhält reparierte Leopard-2-Panzer zurück +++
In Litauen sind mehrere Leopard-2-Panzer repariert worden, die als westliche Hilfe an die Ukraine geliefert und im Abwehrkampf gegen Russland beschädigt wurden. Die wieder instand gesetzten Kampfpanzer wurden bei einer Zeremonie in Jonava an Kiew übergeben und sollen schon bald wieder an die Front zurückkehren. Dies teilten das Unternehmen Lithuania Defense Services (LDS) und die deutsche Botschaft in Vilnius in sozialen Medien mit. Wie viele Leopard-2-Panzer instand gesetzt worden sind, wurde nicht mitgeteilt.
Trotz des Zeitalters von Drohnen blieben die Panzer unerlässlich, erklärte die ukrainische Botschafterin Olha Nikittschenko. Repariert wurden die Panzer in einem Wartungszentrum von LDS, einem litauischen Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Rüstungsfirmen Rheinmetall und KNDS. Finanziert wurde die Instandsetzung den Angaben zufolge von Deutschland, das der Ukraine nach langer Debatte seit Anfang 2023 Leopard-2-Panzer liefert.
+++ 16:21 Russlands Rache für Wildberries? Video zeigt Großbrand bei Kiew +++
+++ 15:57 Endlich wieder Patriots: Kiew meldet Abwehr ballistischer Raketen +++
Kein Grund zum Aufatmen, aber ein Fingerzeig, wie wichtig die Patriot-Luftabwehrraketen aus den USA sind: Bei den russischen Luftangriffen in der Nacht zu Donnerstag hat die ukrainische Luftwaffe nach eigenen Angaben erstmals seit längerem sieben ballistische Raketen abgeschossen. Zudem sei eine Antischiffsrakete des Typs Oniks abgeschossen worden, hieß es. Selenskyj hatte am Dienstag über eingetroffene neue Flugabwehrraketen für die Patriot-Systeme informiert.
+++ 15:00 Nach Moskau-Trip des CIA-Chefs: Peskow weist westliche Medienberichte zurück +++
Ukrainischen Angaben zufolge wurden rund 86 Prozent der vom russischen Militär eingesetzten Drohnen abgefangen. Fünf russische Drohnen verletzten nach Auskunft des moldauischen Verteidigungsministeriums in Chisinau auch kurzzeitig den Luftraum Moldaus.
Nach dem überraschenden Moskau-Trip von CIA-Chef John Ratcliffe gilt Beobachtern und Medien als wahrscheinlich, dass Ratcliffe Russland vor einer Attacke auf einen der Nato-Staaten warnen wollte. Angesprochen auf die Berichte, dementiert der Kreml nun: Berichte über russische Vorbereitungen für einen Angriff auf Nato-Verbündete seien "Schauergeschichten". Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte vor Journalisten: "Es versteht sich, dass diese nichts mit der Realität gemein haben." Zwar würde Moskau es vorziehen, seine Ziele mit friedlichen Mitteln zu erreichen. Doch werde die "Spezialoperation" - wie der Krieg gegen die Ukraine vom Kreml offiziell bezeichnet wird - fortgesetzt, um Russlands Interessen durchzusetzen und Sicherheit zu erreichen. Vor dem russischen Einmarsch in die benachbarte Ukraine hatten Moskauer Vertreter ebenfalls westliche Medienberichte über die Kriegsvorbereitungen als "Schauermärchen" abgetan.
+++ 14:32 Kiew: 600.000 weitere Russen vor Mobilisierung für Kriegsdienst +++
Nach Angaben der ukrainischen Staatsführung treibt der Kreml Pläne voran, noch in diesem Jahr 300.000 zusätzliche Russen zum Kriegsdienst zu verpflichten. Im kommenden Jahr sollen dann noch einmal genauso viele Menschen für die russische Armee mobilisiert werden, heißt es auf der Internetseite des ukrainischen Präsidialamtes. Dieses beruft sich auf ukrainische Geheimdiensterkenntnisse. In Russland wird seit Monaten über neue Mobilisierungswelle spekuliert, die nach der Duma-Wahl vom 18. bis 20. September einsetzen könnte. Der ukrainischen Darstellung zufolge reagiert der Kreml mit den Vorbereitungen auf die eigenen Verluste, die die russischen Kampfeinheiten immer weiter ausdünnten. Zudem fänden sich immer weniger freiwillige Vertragssoldaten. Viele Regionen könnten mit freiwilligen Kriegsteilnehmern die aus Moskau vorgegebenen Zielquoten nicht mehr erfüllen. Wie es weiter aus Kiew heißt, bereitet die russische Führung präzise und zahlreiche Maßnahmen vor, die zum Kriegsdienst befohlenen Männern jede Flucht ins Ausland unmöglich machen soll. Auch Zwangsmaßnahmen gegen erwartete Proteste seien in Vorbereitung.
+++ 14:03 Moskau droht London und Paris nach Technologie-Zusage an Ukrainer +++
Russland warnt Großbritannien und Frankreich wegen der geplanten Weitergabe sensibler Raketentechnologie an die Ukraine vor unvorhersehbaren Konsequenzen. Die beiden europäischen Staaten spielten "mit dem Feuer", sagt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Sie droht Großbritannien mit Angriffen auf britische Militärziele, sollten ukrainische Streitkräfte russisches Staatsgebiet mit britischen Raketen beschießen. Dies könne Ziele innerhalb und außerhalb der Ukraine betreffen. Großbritannien will der Ukraine den Zugriff auf geheime Technologie ermöglichen, damit das Land eigene Storm-Shadow-Marschflugkörper herstellen kann. Diese Waffen sind in der Lage, Ziele tief in Russland zu treffen. Frankreich stimmte der Lizenzierung der Technologie für die Raketen zu.
+++ 13:32 Russland attackiert Kiew am helllichten Tage erneut +++
Russland greift Kiew auch am helllichten Tag mit Drohnen an. Dort wird nach Angaben der Behörden ein Mann verletzt. Bei weiteren russischen Angriffen in anderen Landesteilen werden mindestens ein Mensch getötet und weitere verletzt. Die Attacke auf Kiew reiht sich in eine Serie zuletzt häufiger gewordener russischer Angriffe während des Tages ein. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP in Kiew berichten am Morgen von mehreren Explosionen, die offenbar von der ukrainischen Luftabwehr stammen. Bereits in der Nacht griff Russland die ukrainische Hauptstadt und andere Regionen mit Drohnen und Raketen an.
+++ 13:01 Ukraine: Russland greift Einkaufszentrum in Charkiw an +++
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ostukrainische Großstadt Charkiw ist mindestens ein Mensch getötet worden. Vier Menschen seien verletzt worden, teilt der Gouverneur des gleichnamigen Gebiets, Oleh Synjehubow, bei Telegram mit. Ziel der Attacke sei ein Einkaufszentrum gewesen. In der Hauptstadt Kiew stürzten Drohnentrümmer herab und verletzten nach Behörden Angaben zwei Menschen. Sie mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
+++ 12:29 Bericht: Russischer Offizier bei Autoexplosion getötet +++
Bei der Explosion eines Autos in Sankt Petersburg ist einem Medienbericht zufolge ein russischer Offizier getötet worden. Bei dem Todesopfer handele es sich um einen Oberstleutnant, berichtet die russische Online-Zeitung "Fontanka". Seine Ehefrau, die sich ebenfalls in dem Fahrzeug befunden habe, sei verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Das russische Ermittlungskomitee teilt mit, es habe nach dem Brand eines Autos ein Strafverfahren eingeleitet. Die Behörde bestätigt den Tod einer Person und die Verletzung einer weiteren, macht jedoch keine Angaben dazu, ob es sich bei dem Todesopfer um einen Soldaten handelte. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor. Russland macht die Ukraine für eine Reihe von Anschlägen auf hochrangige Militärs und Personen verantwortlich, die mit dem russischen Angriffskrieg gegen das Nachbarland in Verbindung stehen. Ukrainische Stellen haben sich in einigen Fällen dazu bekannt, in anderen eine Beteiligung bestritten.
+++ 12:08 Russland: Armeechef besucht Front +++
Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow hat nach offiziellen Angaben russische Soldaten an der Front in der Ukraine besucht. Das Verteidigungsministerium in Moskau veröffentlichte ein Video, das Gerassimow zusammen mit Militärs zeigt. Das Video wird auch auf der Plattform X geteilt. Demnach würdigte er den "Erfolg" der Streitkräfte in der ostukrainischen Region Donezk und legte "Ziele" für das weitere Vorgehen fest. Nach Ministeriumsangaben besuchte Gerassimow einen Gefechtsstand. Unabhängig überprüfen lässt sich das nicht. "Die Offensive läuft an allen Fronten unvermindert weiter", sagt Gerassimow.
+++ 11:40 Russland kündigt harte Reaktion auf Angriffe auf Handelsinfrastruktur an +++
Russland kündigt eine harte Reaktion auf ukrainische Angriffe auf seine eigene Handels- und Wirtschaftsinfrastruktur an. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Russland habe zudem keine Notwendigkeit, seinen Militäreinsatz in der Ukraine zu eskalieren. Die russischen Streitkräfte würden "dort bereits vorrücken". So erklärt der Chef des russischen Generalstabes Walery Gerassimow, seine Streitkräfte befänden sich nur vier Kilometer vom östlichen Stadtrand der ukrainischen Festungsstadt Slowjansk entfernt, die Präsident Wladimir Putin nach eigenen Angaben unter russische Kontrolle bringen will. Unabhängig überprüfen lassen sich seine Angaben nicht.
+++ 11:01 US-Boxlegende schenkt Selenskyj einen Welpen beim Besuch +++
Mit diesem süßen Mitbringsel hat der Präsident der Ukraine wohl nicht gerechnet: Er bekommt in seinem Büro in Kiew einen drei Monate alten Pitbull-Terrier geschenkt - ausgerechnet von einem sehr schlagkräftigen Mann.: Terrence Crawford. Das Tier trägt einen sehr besonderen Namen.
+++ 10:36 Russland will nur Ziele attackiert haben, die der Armee dienen - Ukrainer widersprechen +++
Russland hat nach eigenen Angaben bei nächtlichen Angriffen auf die Ukraine mehrere Ziele getroffen. Darunter seien Stahlwerke in den Städten Saporischschja und Krywyj Rih, Logistikzentren in und bei Kiew sowie eine Ölraffinerie in Krementschuk gewesen, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Zudem seien die Häfen von Odessa, Tschornomorsk und Reni angegriffen worden. Alle Ziele, darunter auch Lager- und Montageeinrichtungen für Drohnen, hätten der ukrainischen Armee gedient. Auch die ukrainischen Behörden melden russische Angriffe auf Lagerhallen, Häfen, Infrastruktur und Industrieanlagen. Allerdings berichten sie auch von zahlreichen Angriffen auf Wohnhäuser und andere zivile Ziele in der Ukraine. Demnach gibt es Tote und Verletzte. Zum Beispiel schreibt die Verwaltung in Odessa: "Über sieben Stunden lang war die Region Odessa einem massiven kombinierten Angriff des Feindes ausgesetzt. Die ganze Nacht hindurch beschossen russische Truppen die zivile Infrastruktur der Region mit Raketen und Drohnen". Mindestens drei Menschen seien verletzt worden. Unter anderem seien ein 16-stöckiges Wohnhaus und zwei Bildungseinrichtungen beschädigt worden.
+++ 09:46 Drohnen dringen in Moldaus Luftraum ein +++
Moldau meldet eine Verletzung seines Luftraumes in der vergangenen Nacht durch russische Drohnen. Die unbefugten Überflüge seien im Zuge von Russlands Luftangriffen auf die Ukraine erfolgt, teilt das moldauische Verteidigungsministerium mit. Insgesamt fünf Drohnen hätten die Staatsgrenze an verschiedenen Punkten von der Ukraine kommend überquert, so das Ministerium. Demnach flogen die Drohnen entweder nach einigen Minuten wieder in die Ukraine oder verschwanden vom Radar.
+++ 09:12 Russische Drohnen und Raketen schlagen bei nächtlichen Angriffen ein +++
Das Militär der Ukraine berichtet von russischen Angriffen über die Nacht mit 258 Drohnen, zwei Onyx-Anti-Schiffsraketen sowie eine nicht genannte Anzahl ballistischer Iskander-Raketen sowie nordkoreanischer KN-23-Raketen. "Die Hauptangriffsziele waren Odessa, Kiew, Dnipropetrowsk, Poltawa und Saporischschja", teilen die Luftstreitkräfte mit. Abgewehrt wurden nach vorläufigen Angaben 222 Drohnen, eine Anti-Schiffsrakete, sieben ballistische Raketen vom Typ Iskander-M und KN23, sowie drei düsengetriebene "Banderol"-Waffen, die Eigenschaften von Marschflugkörpern und Drohnen haben. Einschläge sein an 15 Orten verzeichnet worden, außerdem gingen an 11 Orten Trümmerteile abgeschossener Objekte nieder, heißt es.
+++ 08:32 Weitere Ozon-Zentren in Russland angegriffen +++
Die Ukraine attackiert offenbar erneut Einrichtungen des russischen Onlinehändlers Ozon. Vom ukrainischen Militär geteilte Bilder sollen eine brennende Ozon-Lagerhalle in Blagoweschtschensk in der Republik Baschkortostan zeigen. Das Unternehmen selbst schreibt am Morgen bei Telegram, seine Logistikzentren in Orenburg und Ufa seien am Abend angegriffen worden. Nach ersten Erkenntnissen sei niemand verletzt worden. Auch sei kein Brand ausgebrochen. Das Zentrum in Ufa bleibe jedoch nach leichten Schäden vorerst geschlossen, in Orenburg sei der Betrieb eingeschränkt.
+++ 08:14 Radfahrer in Cherson von Drohne getötet +++
Bei russischen Angriffen auf die Stadt Cherson gibt es mehrere Opfer. Ein Radfahrer sei am Morgen von einer Drohne angegriffen und getötet worden, teilt die Verwaltung in Cherson mit. Zudem sei eine 47-jährige Frau von einer Drohne getroffen und schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Verletzt wurde den Angaben nach auch eine 88-Jährige, als eine Drohne in ein Haus einschlug.
+++ 07:58 Lagerhallen und Warenhaus nahe Kiew in Flammen +++
Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut mit Drohnen- und Raketenangriffen überzogen. Wie das ukrainische Militär mitteilt, gerieten unter anderem Lagerhallen und ein Warenhaus in Boryspil bei Kiew in Brand. Zudem sei in Krywyj Rih ein Industriebetrieb mit zwei ballistischen Raketen angegriffen worden. Dabei seien zwei Personen verletzt worden. Raketenangriffe gab es den Angaben zufolge auch auf die Stadt Saporischschja, wo mehrere Menschen verletzt wurden. In der Region Sumy starb eine Frau bei einem Angriff auf ein Wohngebäude, vier weitere Personen wurden verletzt.
+++ 07:42 Mehrere EU-Staaten dringen auf Nutzung russischer Staatsvermögen für Ukraine +++
Mehrere EU-Staaten pochen einem Zeitungsbericht zufolge auf eine Wiederaufnahme der Pläne zur Nutzung eingefrorener russischer Staatsvermögen für die Ukraine. In einem gemeinsamen Schreiben an die Europäische Kommission fordere eine Koalition von Ländern, zu der unter anderem Schweden, die Niederlande, Spanien und Polen gehörten, die Brüsseler Behörde zu entsprechenden Schritten auf, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf vier mit dem Vorgang vertraute Personen.
+++ 07:11 Odessa wird "fast die ganze Nacht terrorisiert" +++
Die ukrainische Hafenstadt Odessa wird Ziel neuer russischer Attacken. "Der Feind terrorisierte Odessa fast die ganze Nacht und den ganzen Morgen", schreibt der Leiter von Odessas Militärverwaltung, Serhiy Lysak, bei Telegram. Der Angriff habe Infrastruktur, eine Bildungseinrichtung und ein mehrstöckiges Gebäude beschädigt. Drei Männer wurden verletzt.
+++ 07:03 Zahl der Verletzten in Saporischschja steigt +++
Nach russischen Angriffen auf die ukrainische Stadt Saporischschja und Umgebung in der Nacht steigt die Zahl der Verletzten auf mindestens sieben. Darunter seien drei Kinder, teilt Gouverneur Iwan Fedorow mit. Am Morgen warnt er vor neuen Drohnenangriffen auf die Stadt.
++ 06:40 Frankreich prüft Anschlagsrisiko nach Drohnen-Fund in Leipzig +++
Frankreich prüft nach dem Fund einer Sprengstoffdrohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle die Gefahr von Anschlägen auf wichtige Unternehmen und die Infrastruktur des Landes. Der Fund in Leipzig sei ein Signal, dass man die Möglichkeit "direkterer, gewalttätigerer Aktionen" auf französischem Territorium in Betracht ziehen müsse, sagt die Chefin des Inlandsgeheimdienstes DGSI, Celine Berthon. Die Bedrohung betreffe vor allem die Verteidigungs- und Technologieindustrie, aber auch strategische Sektoren wie Energie und Kommunikation. Zudem warnt sie auf einem Wirtschaftsforum am Mittwoch vor einer "meteorhaften" Zunahme sogenannter hybrider Bedrohungen. Dazu zählten Cyberangriffe und von lokalen Stellvertretern ausgeübte Gewalt. Am 4. August war auf dem deutschen Flughafen eine mit Sprengstoff beladene Drohne in der Nähe eines ukrainischen Antonow-Frachtflugzeugs entdeckt worden, das für Militärtransporte genutzt wird.
+++ 06:11 Bericht: Containerreederei läuft russischen Schwarzmeerhafen nach Drohnenattacke nicht mehr an +++
Die weltweit führende Containerreederei MSC Mediterranean Shipping Co. setzt neue Buchungen für Transporte über den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk einem Medienbericht zufolge aus. Zuvor sei eines ihrer Schiffe, die "MSC ULSAN III", auf dem Weg nach Noworossijsk von einer Drohne attackiert worden, meldet Bloomberg News und beruft sich auf eine Mitteilung der Reederei an Kunden. Wann sich der Vorfall ereignete, wird demnach nicht mitgeteilt. Zuletzt verstärkten Russland und die Ukraine ihre Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer. Laut Bloomberg schränkte das Unternehmen, wie andere internationale Containerreedereien auch, seine Aktiitäten in Russland seit Beginn des Ukraine-Kriegs ein. Zu den verbleibenden Transporten nach Russland auf internationalen Routen gehörten in der Regel Güter wie Lebensmittel, Kleidung und Medikamente.
+++ 04:55 Berichte: CIA-Chef warnte in Moskau vor Angriff auf Nato +++
Über den Grund der Russland-Reise von CIA-Direktor John Ratcliffe gibt es keine offiziellen Informationen. Das "Wall Street Journal" und das Magazin "Politico" berichten unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen, der CIA-Direktor habe Moskau vor einem Angriff auf Nato-Verbündete gewarnt. Dabei sei es vor allem um eine mögliche Eskalation mit Blick auf die östlichen Nato-Partner im Baltikum gegangen. Zudem habe Ratcliffe den Kreml dazu gedrängt, seine militärische und finanzielle Unterstützung für den Iran herunterzufahren. Mehr dazu hier.
+++ 03:47 Explosionen in Kiew, Verletzte in Saporischschja +++
In weiten Teilen der Ukraine gilt in der Nacht Luftalarm. In Kiew habe es mehrere Explosionen gegeben, melden Reporter des "Kyiv Independent". Innerhalb einer Minute seien in der Stadt mindestens sechs Explosionen zu hören gewesen. Weitere Explosionen werden aus Odessa und Saporischschja gemeldet. Beim Angriff auf Saporischschja wurden laut Gouverneur Fedorow drei Menschen verletzt.
+++ 02:08 Leipziger Drohnenvorfall: US-Geheimdienste sehen Handschrift des GRU +++
Nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle Anfang des Monats sehen US-Geheimdienste offenbar Hinweise auf eine russische Beteiligung. Die an der Drohne angebrachten Sprengstoffe sowie der Aufbau des tödlichen Sprengkörpers seien "typisch" für die Geräte des russischen Militärgeheimdiensts GRU, erklärte eine namentlich nicht genannte Geheimdienstquelle dem US-Sender ABC News. Der russische Auslandsgeheimdienst SVR hatte deutschen Politikern am Montag vorgeworfen, vorschnell Russland verantwortlich zu machen. Innenminister Dobrindt hatte lediglich von "fremden Mächten" gesprochen.
+++ 23:28 Frau bei Drohnenangriff auf Dorf getötet +++
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Gemeinde Romenska in der Oblast Sumy im Nordosten der Ukraine ist eine Frau ums Leben gekommen. Die 66-Jährige wurde laut Gouverneur Oleg Grygorov getötet, als eine Drohne in ihr Wohnhaus einschlug. Weitere vier Menschen wurden verletzt.
+++ 22:00 Viertgrößte russische Ölraffinerie stellt Betrieb nach ukrainischem Drohnenangriff ein +++
Die Norsi-Ölraffinerie des russischen Konzerns Lukoil in der Region Nischni Nowgorod muss ihren Betrieb nach einem ukrainischen Drohnenangriff offenbar vorübergehend einstellen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf drei Insider. Durch den Angriff seien mehrere Verarbeitungsanlagen beschädigt worden. Der ukrainische Generalstab hatte den Angriff zuvor bestätigt und mitgeteilt, dass auf dem Gelände der Ölraffinerie ein Brand ausgelöst worden sei. Norsi ist die viertgrößte russische Ölraffinerie.
+++ 21:24 Zwei Tote bei russischen Angriffen auf Gebiet Dnipropetrowsk +++
Bei russischen Angriffen auf das südostukrainische Gebiet Dnipropetrowsk sind heute zwei Menschen getötet und eine weitere Person verletzt worden. Das teilt der Militärgouverneur des Gebiets, Olexander Hanscha, mit. Russland habe vier Bezirke von Dnipropetrowsk mit Drohnen, Artillerie und Luftbomben angegriffen. Im Bezirk Nikopol seien zwei Menschen getötet worden: eine 71-jährige Frau und ein 48-jähriger Mann. Ein 59-jähriger Mann sei verletzt worden.
+++ 20:33 Bericht: Moskau erwägt Intensivierung der Raketenangriffe auf Kiew +++
Die russische Regierung bereitet sich laut einem Bericht der Agentur Bloomberg darauf vor, die Intensität der Raketenangriffe auf die Ukraine zu erhöhen. Hintergrund sei, dass die Verhandlungen über ein Friedensabkommen in einer Sackgasse steckten. Demnach könnten die verschärften Raketenangriffe das Zentrum der Hauptstadt Kiew sowie Infrastruktur in anderen ukrainischen Städten treffen, schreibt Bloomberg unter Berufung auf drei dem Kreml nahestehende Personen. Russlands Präsident Wladimir Putin werde den Krieg unter Druck der westlichen Sanktionen und der ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien und Logistiknetzwerke nicht beenden, heißt es.
+++ 20:00 Gegenseitige Angriffe: Getreideexporte Russlands und der Ukraine brechen deutlich ein +++
Sowohl Russland als auch die Ukraine greifen die zivile Infrastruktur des jeweils anderen Landes an und legen damit wichtige Häfen und Schifffahrtsrouten praktisch lahm. Wie der "Economist" berichtet, sind die Auswirkungen auf die Weizenexporte bereits deutlich spürbar. Im August des vergangenen Jahres exportierten Russland und die Ukraine demnach zusammen 6,3 Millionen Tonnen Weizen. In diesem August könnten ihre gemeinsamen Exporte nur noch etwa 2,5 Millionen Tonnen erreichen, heißt es in dem Bericht. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine wird zu einem wachsenden Problem für die Getreideversorgung vor allem in Afrika, im Nahen Osten und weiteren Teilen Asiens. Die beiden bedeutenden Getreideexporteure attackieren mitten in der Erntezeit seit Wochen gegenseitig ihre Ausfuhrhäfen und Schiffsrouten in der Schwarzmeerregion. Damit ist dieser wichtige Handelsweg weitgehend blockiert. Wie Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis von offiziellen Daten und Analystenschätzungen ergaben, sind mehr als 97 Prozent der Exportkapazitäten beider Länder im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer ausgefallen. Damit versiegen zwei wichtige Quellen für preisgünstiges Getreide. Der Ausfall der Schwarzmeer-Route treibt die weltweiten Weizenpreise massiv in die Höhe. Allein in diesem Monat sind sie um rund 6,5 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist Weizen sogar 30 Prozent teurer geworden.
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