Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 20:58 Moskauer Prozess gegen deutschen Bildhauer neigt sich Ende zu +++

15.03.2026, 00:01 Uhr

Das umstrittene Strafverfahren der russischen Justiz gegen den deutschen Bildhauer Jacques Tilly unter anderem wegen Beleidigung von Kremlchef Wladimir Putin geht an diesem Montag um 13.30 Uhr (Ortszeit, 11.30 Uhr MEZ) in Moskau weiter. Erwartet werden Plädoyers und eventuell auch ein Urteil. Vorgeworfen wird Tilly, gegen den in Abwesenheit verhandelt wird, vor allem Verunglimpfung der russischen Staatsorgane, zu denen neben Putin als Oberbefehlshaber der Streitkräfte auch Soldaten gehören. Tilly ist bekannt für bissig-satirische Mottowagen beim Rosenmontagszug in Düsseldorf und hat sich dabei mehrfach kritisch mit dem von Putin befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine auseinandergesetzt. Besonders ein Wagen im Jahr 2024 hat Ärger in Moskau ausgelöst: Figuren von Putin in Uniform und dem vor ihm knienden Patriarchen Kirill beim homosexuellen Oralverkehr.

+++ 19:57 Selenskyj: Kamen großer russischer Offensive zuvor +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht davon, eine geplante groß russischen Offensive über den Winter durch eine Gegenoffensive abgewendet zu haben. "Wir führten unsere Gegenangriffe durch, um einen großangelegten russischen Angriff zu verhindern", so Selenskyj auf X. Er spricht von einem "Erfolg" und spricht einen entscheidenden Anteil daran der eigenen Drohnentechnologie zu.

+++ 18:52 Bundeswehr trainiert im Hohen Norden gegen russische "Bedrohung" +++

Die Bundeswehr baut ihr Engagement nördlich des Polarkreises weiter aus: Im Norden Norwegens beteiligen sich etwa 1.600 Soldaten des Deutschen Heeres, vor allem Gebirgsjäger, an der Übung "Cold Response 2026", mit der Nato-Partner üben, einen Angreifer unter arktischen Bedingungen zurückzuschlagen. Der deutsche Heeresinspekteur Christian Freuding betont die Bedeutung der verstärkten Zusammenarbeit für die Abschreckung. "Russland ist hier in der Region genauso die größte Bedrohung wie in Mitteleuropa", sagt der Generalleutnant am Rande des Besuchs bei der Militärübung. Gewicht hat die verstärkte deutsche Beteiligung auch vor dem Hintergrund des Streits um Grönland bekommen, als Gebietsansprüche von US-Präsident Donald Trump zur Zerreißprobe für das Bündnis wurden.

+++ 17:56 Ukraine: 740 weitere russische Soldaten "eliminiert" +++

Nach ukrainischer Schätzung sind in den vergangenen 24 Stunden 740 weitere russische Soldaten außer Gefecht gesetzt worden. Dies geht aus einer Grafik des Generalstabs der Streitkräfte hervor. Nach einschätziger Meinung geht die Ukraine bei "eleminiertem" russischem Personal von Soldaten aus, die entweder getötet oder kampfunfähig gemacht wurden. Insgesamt stieg die Zahl solcher seit Beginn der vollumfänglichen Invasion nach ukrainischer Zählung auf 1.279.170. Vier weitere Panzer, elf gepanzerte Fahrzeuge und 17 Artilleriesysteme sollen daneben beschädigt oder zerstört worden sein.

+++ 17:13 EU-Außenminister beraten in Brüssel über Kriege in Ukraine und Nahost +++

Die Außenministerinnen und Außenminister der EU beraten am Montag in Brüssel, über die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Dabei wird es auch um das 20. Sanktionspaket gegen Russland und das Darlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine gehen, dessen Auszahlung derzeit von Ungarn blockiert wird. Die Staats- und Regierungschefs der EU hatten sich auf ihrem Gipfel im Dezember auf den Kredit für Kiew geeinigt. Budapest verweigert nun aber seine für die technische Umsetzung notwendige Zustimmung. Hintergrund ist ein Streit mit Kiew um die Druschba-Ölpipeline, die russisches Öl über die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei liefert.

+++ 16:37 Andrij Melnyk sagt "Moskau profitiert ganz klar" und gibt persönliches Gesundheits-Update +++

Der ukrainische UN-Botschafter Andrij Melnyk, der von 2014 bis 2022 Botschafter seines Landes in Deutschland war, gibt in einem Beitrag auf X ein Update nach einer Operation, der er sich anscheinend unterzogen hat - laut einem früheren Beitrag geschah dies Mitte Februar. "Ich erhole mich noch von meinem neurochirurgischen Eingriff, fühle mich aber etwas besser", schreibt Melnyk auf X. Weitere Details zu seinem Gesundheitszustand und warum er sich hat operieren lassen, teilt er nicht mit. Dafür äußert er sich zu aktuellen Krisenherden. "Der Krieg im Iran hat die geopolitische Lage erneut verändert", schreibt er. "Hier bei den Vereinten Nationen kämpfen wir dafür, dass die Welt den Krieg Russlands gegen die Ukraine nicht aus den Augen verliert. Moskau profitiert ganz klar von diesem neuen Chaos."

+++ 15:51 Selenskyj: US-Team will trilaterales Treffen nächste Woche in USA +++

Die US-Vermittler wollen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge nächste Woche in den USA trilaterale Gespräche mit Russland und der Ukraine über eine Beendigung des Krieges abhalten. Ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump sei nötig, unterstreicht Selenskyj.

+++ 15:10 Öllager in Russland nach stundenlangem Brand gelöscht +++

Ein durch ukrainische Drohnenangriffe in der Nacht hervorgerufene Brand in einem Öllager im Süden Russlands ist gelöscht worden. Die Löscharbeiten dauerten rund einen halben Tag, wie der Krisenstab der Region Krasnodar mitteilte. Das Depot nahe der Stadt Tichorezk war in der Nacht in Flammen aufgegangen. Es war bereits der zweite Angriff auf das Lager innerhalb weniger Tage. Bei der Attacke wurden offiziellen Angaben zufolge auch zwei Hochstromleitungen beschädigt. Tichorezk liegt Hunderte Kilometer von der Front entfernt.

+++ 14:30 Selenskyj führt Moskaus Angriffe auf laxe Sanktionen zurück +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angesichts schwerer russischer Angriffe auf sein Land und den Krieg im Nahen Osten zur stärkeren Einhaltung der Sanktionen gegen Moskau gemahnt. Allein in der vergangenen Woche habe Russland 1770 Kampfdrohnen sowie 86 Raketen und Marschflugkörper gegen die Ukraine eingesetzt, schrieb er auf Telegram. "Jede dieser Raketen beinhaltet mindestens 60 ausländische Bauteile, die Russland unter Umgehung der Sanktionen erhält." Das Schema der Sanktionsumgehung sei bekannt und müsse beendet werden, forderte er.

+++ 13:52 Ukraine: Experten helfen in vier Ländern gegen iranische Shahed-Drohnen +++

Die Ukraine will Geld und Technologie im Gegenzug für ihre Hilfe bei der Verteidigung der Staaten im Nahen Osten gegen iranische Kamikaze-Drohnen. Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge sind bereits Spezialisten in vier Länder der Region entsandt worden. Jedes Team bestehe aus Dutzenden Personen. Sie könnten demonstrieren, wie Drohnenabwehrsysteme funktionieren sollten, sagt Selenskyj in einer Erklärung.

+++ 13:07 Ukrainischer Marschflugkörper: Flamingo-Hersteller könnte Produktionszahlen bald steigern +++

Mit dem Flamingo hat die Ukraine mittlerweile einen heimischen Marschflugkörper in ihren Reihen, um Ziele in Tausenden Kilometern Entfernung anzugreifen. Doch Berichte über Attacken gibt es eher wenige, was möglicherweise an den geringen Herstellungszahlen liegt. Eine Produktionsanlage wurde beispielsweise von den Russen zerstört. Die Firma Fire Point steht laut Angaben von Chefkonstrukteur und Mitbegründer Denys Stilerman nun vor dem Abschluss der Entwicklung eines eigenen Strahltriebwerks. Es sei über Drittunternehmen ein Vorrat an gebrauchten Triebwerken angelegt worden, wodurch Produktionskapazitäten erreicht werden könnten, die für die Herstellung von drei Flamingos pro Tag ausreichen, teilt Stilerman pro:ua mit.

+++ 12:33 Grausames Verbrechen: Russland tötet zwei Sanitäter mit Drohne +++

Die ukrainische Polizei teilt mit, dass die Russen in der Region Charkiw zwei Sanitäter getötet haben. Ein Rettungswagen soll mit einer Drohne beschossen worden sein. Bei dem Angriff seien ein 53-jähriger medizinisch-technischer Assistent und ein 27-jähriger Rettungssanitäter ums Leben gekommen.

+++ 11:55 Ukrainischer Armeechef: Russische Verluste dritten Monat in Folge höher als Rekrutierungen +++

Der ukrainische Armeechef Oleksandr Syrskyj teilt auf Facebook mit, dass die russischen Verluste auf dem Schlachtfeld seit drei Monaten die Auffüllungen übersteigen würden. Damit gemeint sind die Rekrutierungen von größtenteils Freiwilligen für den Einsatz an der Front über extrem hohe Prämien. Genauere Zahlen nennt Syrskyj nicht.

+++ 11:11 Härtetest in der Ukraine: Für Europas neue Flugabwehr-Hoffnung wird es bald ernst +++

Der ukrainische Präsident Selenskyj bestätigt laut "Le Monde", dass die Ukraine dieses Jahr ein System erhält, das gegen ballistische Raketen getestet wird. Dies sei das "wichtigste Thema" bei seinem Gespräch mit Emmanuel Macron am Freitag in Paris gewesen. Gemeint ist das französisch-italienische Flugabwehrsystem SAMP/T, die einzige Alternative zum amerikanischen Patriot-System. Die weiterentwickelte NG-Version soll ballistische Raketen und auch Hyperschallraketen eliminieren können. Insgesamt wird die Ukraine laut früheren Angaben acht der neuen Systeme bekommen. Der genaue Zeitplan ist nicht bekannt. Auch von den älteren SAMP/T würde die Ukraine gerne weitere erhalten. Zwei hat sie bereits im Einsatz. SAMP/T-Systeme nutzen Aster-Raketen des europäischen Herstellers MDBA, deren Produktion hochgefahren wird. Für SAMP/T NG sind die neuesten Aster 30 B1NT vorgesehen. Laut Frankreichs Staatschef Macron soll das System besser sein als Patriot.

+++ 10:37 Selenskyj will die Amerikaner nicht verlieren +++

Die Ukraine will nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj in ihrem Verteidigungskrieg gegen Russland nicht die Unterstützung der gegen den Iran kämpfenden USA verlieren. "Wir wollen die Amerikaner nicht verlieren", während sie "derzeit zweifellos mit der Golfregion beschäftigt sind", sagt Selenskyj vor Journalisten. Die Ukraine zeige ihre Bereitschaft, den USA und ihren Verbündeten in der Golfregion zu helfen, indem sie angeboten habe, ihr Fachwissen über Drohnen zu teilen. "Wir hoffen stark, dass die USA sich wegen des Nahen Ostens nicht von der Frage des Ukraine-Krieges abwenden werden", fügt Selenskyj hinzu. Das Gespräch fand am Samstag statt, es galt eine Sperrfrist bis Sonntag.

+++ 10:02 Ölanlage im russischen Krasnodar brennt nach ukrainischem Angriff +++

In der russischen Oblast Krasnodar ist nach einem Drohnenangriff in einer Ölanlage ein Brand ausgebrochen. Grund seien herabgestürzte Trümmer einer abgeschossenen Drohne, teilen die örtlichen Behörden mit. Ersten Berichten zufolge sei niemand verletzt worden. Die beschädigte Ölanlage befindet sich in der Nähe von Tichorezk, wo ukrainische Drohnen am Donnerstag eine Ölpumpstation getroffen hatten. Das dort ausgebrochene Feuer war am Freitag gelöscht worden. Die Behörden haben nicht angegeben, ob es sich um dieselbe Einrichtung handelt. Tichorezk ist einer der größten Ölumschlagplätze in Südrussland und die einzige Versorgungsroute für Erdölprodukte zum wichtigen Schwarzmeerhafen Noworossijsk. Die ukrainischen Streitkräfte greifen immer wieder die Energie- und Hafeninfrastruktur in dem russischen Gebiet an.

+++ 09:18 Iran droht Ukraine mit Angriffen - Kiews Antwort fällt deutlich aus +++

Ebrahim Azizi, der Vorsitzende der Kommission für nationale Sicherheit und Außenpolitik im Iran, droht der Ukraine. Auf X behauptet er: "Durch die Bereitstellung von Drohnenunterstützung für das israelische Regime ist die gescheiterte Ukraine faktisch in den Krieg hineingezogen worden und hat gemäß Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen ihr gesamtes Territorium zu einem legitimen Ziel für den Iran gemacht." In Kiew kann man über diese Worte anscheinend nur den Kopf schütteln. In einer Antwort des Außenministeriums heißt es laut "Kyiv Post": "Das iranische Regime unterstützt seit Jahren den Mord an Ukrainerinnen und Ukrainern, indem es direkt Drohnen und Technologie für Russlands Aggression gegen die Ukraine liefert. Vor diesem Hintergrund ist es absurd, jemanden aus diesem Regime die Ukraine bedrohen zu hören und sich dabei auf das in Artikel 51 der UN-Charta verankerte Recht auf Selbstverteidigung zu berufen. Es ist, als würde ein Serienmörder seine Verbrechen mit Verweis auf das Strafgesetzbuch rechtfertigen."

+++ 08:43 Staatliche Kontrolle überall: Russland will auch VPN-Dienste massiv einschränken +++

Russland ist dabei, die Kommunikationsmöglichkeiten seiner Bürger stark einzuschränken und noch intensiver staatlich zu überwachen. Der Zugriff auf Whatsapp, Telegram und andere Plattformen wird eingeschränkt, stattdessen sollen die Bürger beispielsweise den staatlichen Messenger Max nutzen. Da sich solche Sperrungen mit VPN-Diensten umgehen lassen, sind auch diese dem Kreml ein Dorn im Auge. Russische Bürger würden künftig eine Genehmigung des Inlandsgeheimdienstes FSB benötigen, um VPNs zu benutzen, berichtet Kyiv Insider unter Berufung auf Aussagen von Andrej Swintsow, dem stellvertretenden Vorsitzendenden des Ausschusses für Informationspolitik der Staatsduma. Er soll zudem gesagt haben, Russland werde in der Lage sein, den VPN-Verkehr innerhalb von sechs bis drei Monaten einzuschränken, berichtet BBC-Reporter Ben Tavener auf X.

+++ 07:58 Ukraine meldet erfolgreichen Angriff auf russisches Raketenlager +++

Dem Leiter des ukrainischen Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation zufolge hat die Ukraine ein russisches Raketenlager im besetzten Teil von Luhansk getroffen. Andrij Kowalenko teilt ein entsprechendes Video auf seinem Telegram-Kanal, das auch in anderen sozialen Netzwerken verbreitet wird:

+++ 07:12 Auch Israel soll die Ukraine nach Hilfe gefragt haben +++

Israel soll bei der Ukraine nach Hilfe beim Abfangen iranischer Drohnen gefragt haben. Das berichtet die israelische Zeitung "Ynet" unter Berufung auf eigene Quellen und den ukrainischen Botschafter Jewgenij Korniitschuk. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu soll den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj um ein Gespräch gebeten haben. Dies habe aufgrund von Terminschwierigkeiten jedoch noch nicht stattgefunden, sagt Korniitschuk dem Bericht zufolge. Laut Selenskyj sollen sich mehrere Staaten aus dem Nahen Osten nach Hilfe beim Abfangen von Drohnen erkundigt haben. Die Ukraine verfügt über günstige Methoden, während die USA und andere Staaten iranische Drohnen immer wieder mit teuren Patriot-Flugabwehrraketen bekämpft hatten:

+++ 06:25 Kamikaze-Drohne entdeckt gut getarnten russischen Panzer im Wald - und schlägt zu +++

Das Verteidigungsministerium der Ukraine teilt einen Beitrag, in dem ein Angriff auf einen russischen Panzer zu sehen ist. Dieser befindet sich gut getarnt unter Bäumen und Camouflage-Netzen in einem Wald, wird aber dennoch von einer Drohne entdeckt. Diese geht daraufhin zum Angriff über, genau wie weitere folgende Drohnen. Der Panzer steht in Flammen und wird wohl zerstört:

+++ 05:39 Trump: Sanktionslockerungen für Moskau nur, solange Krieg gegen Iran dauert +++

US-Präsident Donald Trump kündigt an, dass die vorübergehend aufgehobenen Ölsanktionen gegen Russland "wieder in Kraft treten werden, sobald die Krise vorbei ist". Der US-israelische Krieg gegen den Iran geht bereits in die dritte Woche. In einem Telefoninterview rechtfertigte Trump die Lockerung der russischen Ölsanktionen durch seine Regierung mit dem Hinweis auf die weltweite Ölversorgung angesichts der iranischen Bemühungen, die Durchfahrt von Öltankern durch die Straße von Hormus zu blockieren. "Ich will Öl für die Welt. Ich will Öl haben", sagt Trump.

+++ 04:50 Kiew: Russland liefert Shahed-Drohnen an den Iran +++

Russland beliefert nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den Iran mit Kampfdrohnen vom Typ Shahed für den Einsatz gegen die USA und Israel. Es sei eine "hundertprozentige Tatsache", dass der Iran vom russischen Militär hergestellte "Shaheds" für Angriffe auf US-Stützpunkte eingesetzt habe, sagt Selenskyj dem Sender CNN in einem Interview-Ausschnitt. Der Iran hatte ursprünglich Russland mit den Kampfdrohnen für den Krieg gegen die Ukraine beliefert. Inzwischen stellt Russland sie nach ukrainischen Angaben selbst her.

+++ 03:48 Trump: Selenskyj ist der Letzte, von dem wir Hilfe brauchen +++

US-Präsident Donald Trump wirft dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem NBC-Interview vor, ein größeres Hindernis für ein mögliches Ende des Krieges zu sein als Kremlchef Wladimir Putin. "Ich bin überrascht, dass Selenskyj kein Abkommen schließen will. Sagen Sie Selenskyj, er soll ein Abkommen schließen, denn Putin ist dazu bereit", sagte Trump in dem NBC-Interview. "Mit Selenskyj ist es weitaus schwieriger, eine Einigung zu erzielen." Zuletzt hatte Selenskyj den US-Streitkräften und ihren Verbündeten im Nahen Osten Anfang März seine Hilfe beim Abfangen iranischer Drohnen angeboten, da die Ukrainer in vier Kriegsjahren reichlich Erfahrung damit gesammelt haben. Dazu sagte Trump: "Wir brauchen keine Hilfe." Und: "Der Letzte, von dem wir Hilfe brauchen, ist Selenskyj." Der ukrainische Präsident hatte gesagt, Länder im Nahen Osten hätten um Erfahrungsaustausch beim Abfangen iranischer Drohnen gebeten. Deshalb seien Expertenteams in drei Länder entsandt worden.

+++ 02:57 Ukraine-Krieg saugt Geld aus anderen Wirtschaftsbereichen ab +++

Der militärisch-industrielle Komplex Russlands entzieht anderen Wirtschaftssektoren Ressourcen, darunter auch Unternehmen, die ihn direkt bedienen. Laut Ukrinform wird dies vom Auslandsgeheimdienst der Ukraine gemeldet. "Jahrelang hat Moskau die Erzählung verbreitet, der militärisch-industrielle Komplex sei der Motor des Wirtschaftswachstums. Die Realität hat sich jedoch als grundlegend anders erwiesen. Der militärisch-industrielle Komplex funktioniert wie eine gigantische Pumpe, die Ressourcen aus allen anderen Sektoren absaugt, einschließlich der Unternehmen, die ihn direkt bedienen", so der Geheimdienst. Geheimdienstinformationen zufolge fließt ein Drittel des Bundeshaushalts in den Krieg - und selbst das reicht nicht aus. Das tatsächliche Haushaltsloch beläuft sich auf 8,01 Billionen Rubel, verglichen mit den offiziell vom russischen Finanzministerium gemeldeten 5,65 Billionen Rubel. Gegenüber 2024 ist das Defizit um 130 Prozent gestiegen.

+++ 01:45 Drohnenabwehr: Netanjahu will mit Selenskyj sprechen +++

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bittet um ein Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, um die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung iranischer Drohnen zu erörtern. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf das israelische Nachrichtenportal Ynet. Israel interessiert sich für die umfangreiche Erfahrung der Ukraine beim Abfangen iranischer Drohnen mit dem Ziel, eine israelisch-ukrainische Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit aufzubauen. Der ukrainische Botschafter in Israel, Jewgen Kornijtschuk, bestätigt, dass ein entsprechender Antrag gestellt wurde. Er hoffe, das Gespräch zwischen Netanjahu und Selenskyj werde Anfang nächster Woche stattfinden.

+++ 00:17 Rüstungsdeal: Japan interessiert sich für ukrainische Drohnen +++

Tokio zieht ein Rüstungsabkommen mit Kiew zum Erwerb ukrainischer Drohnen in Betracht. Das berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf Kyodo News. Japan wolle damit seine Drohnenabwehrfähigkeiten stärken. Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, teilten Kyodo News demnach mit, dass Tokio ein bilaterales Abkommen mit Kiew als eine mögliche Option zur Stärkung der Verteidigung des Inselstaates erwäge - wobei auch in Israel hergestellte Drohnen erwogen werden.

+++ 22:42 Kiew über iranische Drohungen: "Wie ein Serienmörder, der seine Verbrechen rechtfertigen will" +++

Die iranischen Drohungen gegen die Ukraine ähneln laut Kiew der Logik eines Serienmörders, der seine Taten zu rechtfertigen versuche. Der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Heorhii Tykhyi, sagte das gegenüber der Zeitung "Ukrainska Pravda". Ebrahim Azizi, Mitglied des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments, hatte bei X behauptet, die Ukraine habe ihr Territorium durch die Lieferung von Abfangdrohnen zur Abwehr iranischer Angriffe auf andere Länder zu einem "legitimen Ziel" für den Iran gemacht. Dabei bezog sich der iranische Politiker auf Artikel 51 der UN-Charta. Tykhyi wies den Verweis auf das in der Charta verankerte Recht auf Selbstverteidigung dem Bericht zufolge als "absurd" zurück. "Das ist wie ein Serienmörder, der seine Verbrechen mit dem Gesetz rechtfertigen will", so der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums. Das iranische Regime in Teheran unterstütze die Tötung von Ukrainern seit Jahren mit der Lieferung von Drohnen und Technologie an Russland.

+++ 22:15 Kurs auf Moskau? Russland fängt nach eigenen Angaben 65 Drohnen ab +++

Russische Luftverteidigungseinheiten haben im Laufe des Tages 65 ukrainische Drohnen abgeschossen, die auf Moskau zusteuerten, wie Bürgermeister Sergei Sobjanin laut Reuters mitteilt. Die Drohnen seien innerhalb eines elfstündigen Zeitraums ab etwa Mittag abgefangen worden. Einsatzkräfte untersuchten die Trümmerteile an den Absturzstellen. Der Gouverneur der Region Brjansk an der ukrainischen Grenze, Alexander Bogomas, gab auf Telegram bekannt, dass Einheiten in seiner Region 128 Drohnen abgeschossen hätten. Er nannte keinen Zeitrahmen.

+++ 21:37 Russland-Sanktionen der EU: Um diese zwei Oligarchen gab es Streit mit Ungarn und der Slowakei +++

Sonntag wären die Sanktionen ausgelaufen, aber die EU-Staaten haben sich doch noch nach wochenlangen schwierigen Diskussionen auf eine Verlängerung von Sanktionen gegen Russland geeinigt. Ein Kompromiss sieht vor, dass die zwei prominenten Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman entgegen Forderungen der Slowakei und Ungarns vorerst mit Strafmaßnahmen belegt bleiben. Die Sanktionen gegen die beiden und insgesamt rund 2.600 weitere Personen und Organisationen werden allerdings nur um sechs Monate und nicht wie ursprünglich geplant um zwölf Monate verlängert. Zudem werden die Sanktionen gegen zwei Personen nicht verlängert, bei denen es nur sehr schwache Hinweise auf eine Unterstützung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine gibt. Die Sanktionen der EU umfassen in der Regel Reisebeschränkungen, das Einfrieren von Vermögenswerten sowie das Verbot der Bereitstellung von Geldern oder anderen wirtschaftlichen Ressourcen.

+++ 21:12 Viele Verletzte nach russischem Bombenangriff auf Saporischschja +++

Bei einem Bombenangriff auf die ukrainische Großstadt Saporischschja sind nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet und weitere 18 verletzt worden. Unter den Verletzten seien auch zwei Minderjährige, teilte Gebietsgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram mit. Die Zahl der Opfer könnte noch steigen, unter den Trümmern der Wohnhäuser wird nach weiteren Menschen gesucht. Nach Angaben Fedorows wurden zwölf größere Wohnblocks und weitere zwölf private Wohnhäuser getroffen. Saporischschja liegt nur einige Dutzend Kilometer von der Front entfernt. Das russische Militär setzt daher gelenkte Gleitbomben gegen die Großstadt ein. Diese können von einem Flugzeug noch weit hinter der Front abgeworfen werden und segeln dann ins Zielgebiet. Russland hat während des inzwischen vier Jahre währenden Kriegs diese Art Bomben deutlich weiterentwickelt. Sie haben nun eine größere Reichweite und Sprengkraft.

+++ 20:27 Bericht: Drohne schlägt in Personenzug bei Sumy ein +++

Eine russische Drohne ist nach ukrainischen Angaben in einen Personenzug bei Sumy eingeschlagen. Das berichtet das Nachrichtenportal "Kordon.Media" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Demnach war der Zug unterwegs von Smorodyne nach Woroschba. Der Regionalzug sei an der Lok am hinteren Ende getroffen worden. Fahrgäste konnten dem Bericht nach unverletzt in Sicherheit gebracht werden.

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