Politik

Luftangriffe in Nordsyrien 29 türkische Soldaten in Idlib getötet

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Der syrische Machthaber Baschar al-Assad will die letzte Milizen-Hochburg im Land wieder unter seine Kontrolle bringen. (Archivbild)

(Foto: dpa)

Seit Monaten geht die syrische Armee gegen islamistische und dschihadistische Milizen vor, die von der Türkei unterstützt werden. Bei einem Luftangriff in Idlib kommen 29 türkische Soldaten ums Leben. Die türkische Armee startet umgehend Vergeltungsangriffe und bittet die Nato um Hilfe.

Bei Luftangriffen in der nordsyrischen Provinz Idlib sind nach türkischen Behördenangaben 29 türkische Soldaten getötet worden. Mehrere weitere Soldaten seien verletzt worden, sagte der Gouverneur der türkischen Grenzregion Hatay, Rahmi Dogan, im Fernsehen. Zuvor hatte Dogan von neun getöteten Soldaten gesprochen und die syrische Regierungsarmee für die Angriffe verantwortlich gemacht.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan traf nach Regierungsangaben mit Regierungsmitgliedern und Militärvertretern zu einer Krisensitzung zur Lage in Idlib zusammen. Als Vergeltung für Luftangriffe attackierte die türkische Armee Stellungen der syrischen Regierungstruppen. Die Stellungen wurden aus der Luft und vom Boden aus angegriffen. Die Angriffe würden fortgeführt, kündigte ein Sprecher Erdogans an.

Gleichzeitig forderte die Türkei Beistand von der Nato und der internationalen Gemeinschaft. "Wir rufen die gesamte internationale Gesellschaft dazu auf, ihre Pflichten zu erfüllen", hieß es in einer Stellungnahme des Kommunikationsdirektors von Präsident Erdogan.

In Idlib und benachbarten Provinzen im Nordwesten Syriens geht die syrische Armee seit Dezember mit Unterstützung Russlands verstärkt gegen islamistische und dschihadistische Milizen vor. Der syrische Machthaber Baschar al-Assad will die letzte Milizen-Hochburg im Land wieder unter seine Kontrolle bringen.

Die Türkei steht auf Seiten der Gegner Assads. Sie fordert bis zum Monatsende einen Rückzug der syrischen Truppen hinter türkische Militärposten in der Region.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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