Politik

Konkurrenz für Guterres 34-jährige Kanadierin will UN-Chefin werden

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Akanksha ist als Kind pakistanischer Flüchtlinge in Indien geboren.

(Foto: Twitter / arora4people)

UN-Generalsekretär Guterres strebt seine Wiederwahl im nächsten Jahr an. Doch er bekommt offenbar Konkurrenz: Eine junge Mitbewerberin will ebenfalls für das Amt kandidieren. Die 34-jährige Arora Akanksha begründet ihren überraschenden Schritt mit einer drohenden "Irrelevanz" der Vereinten Nationen.

Die 34-jährige Kanadierin Arora Akanksha will im nächsten Jahr Generalsekretärin der Vereinten Nationen werden. Das geht aus einem Schreiben Akankshas an die Generalversammlung der UNO hervor. Die 34-Jährige arbeitet für das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen und fordert Amtsinhaber António Guterres heraus, der seine Kandidatur für ein weiteres Mandat bereits angekündigt hat.

"Wir halten uns nicht an unsere Ziele und unsere Versprechen", schreibt die 1986 in Indien als Kind pakistanischer Flüchtlinge geborene Akanksha. "Wir sind hier, um die humanitären Krisen zu beheben, nicht um sie zu verlängern." Sie betont die "Dringlichkeit" globaler Probleme und hob etwa die Klimakrise und die schlechten Bedingungen von Geflüchteten weltweit hervor.

Zudem fordert sie in ihrem Schreiben einen Plan zur schnelleren Versorgung armer Länder mit einem Impfstoff gegen Covid-19. Sie sehe die derzeitige Organisationsstruktur der UN als hinderlich an, um genannte Probleme zu lösen. Es werde zu viel geredet und zugleich komme es kaum zu Ergebnissen, sodass den Vereinten Nationen die "Irrelevanz" drohe.

Der Portugiese Guterres ist seit 2017 Generalsekretär. Er hat für seine Kandidatur bereits die Unterstützung Deutschlands, Großbritanniens und Chinas erhalten. Die Generalversammlung ernennt das Amt auf Vorschlag des Sicherheitsrates für fünf Jahre. In der Regel rotiert das Amt nach zwei Amtszeiten über die Kontinente. Akanksha wäre im Fall einer Wahl die erste Frau in diesem Amt.

Quelle: ntv.de, mdi/AFP