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Armee reagiert mit Luftangriffen 90 Raketen aus Gaza auf Israel gefeuert

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Aus dem Gazastreifen wurden zahlreiche Raketen in Richtung Israel geschossen.

(Foto: REUTERS)

Die radikalislamische Hamas schießt rund 90 Raketen auf israelisches Gebiet. Israel kann zahlreiche Geschosse abfangen und startet sofort mit einem Vergeltungsakt. Mindestens eine Person kommt ums Leben.

Militante Palästinenser haben rund 90 Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert. Israel reagierte darauf mit mehreren Luftangriffen. Dabei wurde nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza ein 22 Jahre alter Palästinenser getötet. Nach Angaben von Medizinern und örtlichen Medien wurden zudem drei palästinensische Zivilisten verletzt. Israelische Sicherheitsbeauftragte hielten angesichts der Gewalteskalation eine Krisensitzung ab. Dutzende Geschosse seien abgefangen worden, teilte die Armee mit. Sirenen nahe der Grenze zum Gazastreifen warnten die Einwohner der israelischen Gemeinden, sich in Sicherheit zu bringen.

Die IDF hat außerdem bestätigt, dass sie anschließemd mit zwei Raketenwerfern im Norden Gazas angegriffen haben. Außerdem habe die Armee eine Reihe von Militärposten der in Gaza regierenden radikalislamischen Hamas angegriffen. Auf der israelischen Seite gab es zunächst keine Berichte über Opfer der Raketenangriffe. Ein Teenager habe sich jedoch auf dem Weg zu einer Schutzunterkunft verletzt, zwei weitere hätten einen Schock erlitten, berichteten israelische Medien.

Am Freitag hatte es die gewaltsamsten Proteste seit Wochen entlang des Gazastreifens gegeben. Israel meldete zwei verletzte Soldaten. Die israelische Armee tötete nach palästinensischen Angaben vier Palästinenser im Gazastreifen, darunter zwei Mitglieder der radikalislamischen Hamas. Nach israelischen Armeeangaben beteiligten sich rund 5200 Palästinenser an den Demonstrationen an der Grenze.

Die Demonstrationen finden bereits seit gut einem Jahr jeden Freitag entlang der Grenze statt und arten immer wieder in Gewalt aus. Die Palästinenser fordern eine Aufhebung der israelischen Blockade des Gazastreifens. Seit Beginn der Proteste im März 2018 sind mindestens 268 Palästinenser getötet worden, die meisten von ihnen an der Grenze. Im selben Zeitraum wurden dort zwei israelische Soldaten getötet.

Quelle: n-tv.de, sgu/AFP/dpa

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