Politik

"Grenze des guten Umgangs" AKK steht nicht mehr im Telefonbuch

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Beim CDU-Parteitag wurde sie zur Vorsitzenden gewählt - seitdem bekommt sie viele unschöne Anrufe.

(Foto: picture alliance/dpa)

Als ehemalige Ministerpräsidentin ist Annegret Kramp-Karrenbauer Aufmerksamkeit eigentlich gewohnt. Nach ihrer Wahl zur CDU-Chefin klagt sie jedoch über unangebrachte Anrufe, die sie auf ihrer privaten Telefonnummer bekommt. Jetzt zieht sie Konsequenzen.

Die private Telefonnummer von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer ist jetzt nicht mehr öffentlich. Die 56-Jährige hat die Nummer ihrer Familie im saarländischen Püttlingen aus dem Online-Telefonverzeichnis nehmen lassen. Diesen Schritt hatte Kramp-Karrenbauer nach ihrer Wahl zur Parteivorsitzenden angedeutet. Als Grund gab sie an, dass die Zahl der Anrufe, "die die Grenze des guten Umgangs und Geschmacks" verletzten, stark zugenommen habe. Es gehe nun um den Schutz der Familie.

In der Vergangenheit hatte Kramp-Karrenbauer den Verbleib ihrer Telefonnummer als Ausdruck der Bürgernähe verstanden. Häufig nahm ihr Mann Helmut Karrenbauer die Anrufe an und kümmerte sich auch um einzelne Anliegen von Bürgern. Weder ihre Wahl zur saarländischen Ministerpräsidentin noch die Wahl zur Generalsekretärin der CDU hatten daran etwas geändert. Am Rande des CDU-Parteitages hatte ihr Mann jedoch zu erkennen gegeben, dass ihn die Anrufe inzwischen zunehmend belasten.

Nun erreicht man unter der bisher bekannten Privatnummer von "AKK" keinen Anschluss mehr. Die Saarländerin war am 7. Dezember in Hamburg als Nachfolgerin Angela Merkels an der Parteispitze gewählt worden.

Quelle: n-tv.de, agr/dpa