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Rennen um CDU-Vorsitz AKK und Merz in der Stichwahl - AKK vorn

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Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz müssen in einer Stichwahl gegeneinander antreten.

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Beim Parteitag der CDU in Hamburg müssen Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz in einer Stichwahl gegeneinander antreten. Im ersten Wahlgang erreicht zunächst keiner der drei Kandidaten für den Parteivorsitz eine Mehrheit.

Die Entscheidung über die Nachfolge von Angela Merkel an der CDU-Spitze wird zum Wahlkrimi. Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer müssen auf dem Bundesparteitag in Hamburg in einer Stichwahl gegeneinander antreten. Merz hat im ersten Wahlgang für das Amt des Bundesvorsitzenden 392 Stimmen (39,2 Prozent) erhalten, Kramp-Karrenbauer 450 Stimmen (45 Prozent). Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schied mit 157 Stimmen (15,7 Prozent) aus. Für einen Sieg im ersten Wahlgang wären 500 Stimmen notwendig gewesen.

Kramp-Karrenbauer hatte die CDU zuvor in ihrer Bewerbungsrede zu mehr Mut und Selbstbewusstsein aufgerufen. Die Partei dürfe nicht Schwarzmalern hinterherlaufen, sondern müsse mutig auch gegen den Zeitgeist Kurs halten, rief die frühere saarländische Ministerpräsidentin den Delegierten in Hamburg zu. Merz sagte: "Ohne klare Positionen bekommen wir keine besseren Wahlergebnisse." Und Spahn erklärte, Deutschland sollte "Digitalweltmeister" werden und endlich wieder in der Lage sein, Brücken rechtzeitig zu sanieren und funktionstüchtige Flughäfen zu bauen.

Die Stimmung zwischen Merz und Kramp-Karrenbauer hatte sich kurz vor dem Parteitag verschärft - vor allem, nachdem sich Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble öffentlich hinter Merz gestellt hatte. Neben dem Vorsitzenden, den fünf Stellvertretern, dem Schatzmeister und fünf weiteren Präsidiumsmitgliedern werden in Hamburg auch 26 Mitglieder des Bundesvorstands sowie 19 Beisitzer gewählt.

In ihrer letzten Rede als Vorsitzende hatte Merkel die Partei zur Geschlossenheit aufgerufen. Sie sagte, die CDU könne auch in Zeiten von Polarisierung und AfD gute Ergebnisse erringen, "wenn wir geschlossen und entschlossen kämpfen". "Wohin uns nicht enden wollender Streit führt, dass haben CDU und CSU in den letzten Jahren bitter erfahren", so die Kanzlerin. Merkel, die nach mehr als 18 Jahren an der CDU-Spitze nicht mehr für den Vorsitz antreten wollte, wurde von den 1001 Delegierten mit knapp zehn Minuten Applaus verabschiedet. Viele hielten Schilder mit der Aufschrift "Danke, Chefin" hoch.

Es war das erste Mal seit 1971, dass die CDU-Delegierten bei der Wahl ihres Vorsitzenden zwischen mehreren Kandidaten entscheiden konnten. Merkel hatte diesen Wettbewerb begrüßt: "Das ist Demokratie pur, wenn Auswahl besteht." Sie wird weiterhin Kanzlerin bleiben.

Der Parteitag soll nach dem Willen des Bundesvorstands neben dem CDU-Vorsitz auch einen Beschluss zum umstrittenen UN-Migrationspakt fassen. Dazu wird es aber voraussichtlich erst am Samstag kommen. Die Wähler reagierten zunächst positiv auf die Wechselstimmung bei den Christdemokraten.

Quelle: n-tv.de, jug/dpa/DJ

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