Politik
Alexander Gauland und seine AfD verlieren in der bundesweiten Wählergunst.
Alexander Gauland und seine AfD verlieren in der bundesweiten Wählergunst.(Foto: imago/photothek)
Montag, 10. September 2018

RTL/n-tv Trendbarometer: AfD büßt ein, "Aufstehen" beflügelt Linke

Die Rechtsextremismus-Debatte rund um die AfD kostet die Partei laut RTL/n-tv Trendbarometer viele Stimmen. Die Linke dagegen erhält durch Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung "Aufstehen" neuen Schub. Für die SPD geht es weiter abwärts.

Unter dem Eindruck der Proteste in Chemnitz und der anschließenden Diskussion um eine Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz büßt die Partei in der Wählergunst ein. Laut dem aktuellen RTL/n-tv Trendbarometer des Umfrageinstituts Forsa verliert die AfD zwei Punkte und fällt wieder auf 14 Prozent zurück.

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Gewinnerin der Woche ist hingegen die Linke. Sie legt um zwei Punkte zu und käme bei einer Bundestagswahl auf 10 Prozent. Dieser Zugewinn dürfte auf dem großen Medienecho zu der neuen Sammlungsbewegung "Aufstehen" der Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht gründen, hieß es.

Auch Union und FDP können der Umfrage zufolge zulegen, wenn auch jeweils nur um einen Prozentpunkt. CDU und CSU liegen damit bei 31 Prozent, die FDP käme bei einer Bundestagswahl aktuell auf 9 Prozent. SPD und Grüne hingegen verlieren jeweils einen Prozentpunkt. Während aber die Grünen mit 15 Prozent ein Plus von 6,1 Punkten im Vergleich zu ihrem Ergebnis von vor einem Jahr im September verzeichnen, geht der Absturz der SPD weiter. Die Sozialdemokraten verlieren im Vergleich zum schon schwachen Ergebnis bei der Bundestagswahl nochmals 4,5 Prozentpunkte und kommen nun auf 16 Prozent.

Diesem Ergebnis entsprechend sehen die Bundesbürger die SPD-Parteichefin Andrea Nahles nicht im potenziellen Kanzlerinnenduell mit Angela Merkel. Nur 13 Prozent der Befragten können sich die SPD-Politikerin anstelle von Angela Merkel (46 Prozent) an der Spitze der Regierung vorstellen. Für Finanzminister Olaf Scholz als SPD-Kanzler könnten sich unverändert immerhin noch 20 Prozent der Befragten erwärmen. Merkel käme in diesem Duell aber immer noch auf 42 Prozent.

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte zwischen dem 3. und 7. September 2507 Menschen. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/ minus 2,5 Prozentpunkten.

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Quelle: n-tv.de