Politik

Kein Veranstaltungsort AfD muss Landesparteitag absagen

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Laut Landesparteivize Bruno Hollnagel wolle man sich nun auf die Europawahl konzentrieren.

(Foto: picture alliance / Markus Scholz)

Vor der Europawahl wird die AfD in Schleswig-Holstein keinen Landesparteitag mehr halten. Man wolle sich auf den Wahlkampf konzentrieren, heißt es von der Partei. Allerdings findet die AfD auch keinen Veranstaltungsort für den Parteitag.

Die AfD Schleswig-Holstein hat ihren für das Wochenende geplanten Landesparteitag wegen eines fehlenden Veranstaltungsortes abgesagt. Der Betreiber des ursprünglich als Austragungsort vorgesehenen Gasthofs in Oldenbüttel am Nord-Ostsee-Kanal wolle der AfD den Zugang nicht mehr ermöglichen, sagte Landesparteivize Bruno Hollnagel. Zuvor hatte NDR 1 Welle Nord berichtet.

Der Landesparteitag werde nicht mehr vor der Europawahl am 26. Mai stattfinden, um sich auf den Wahlkampf konzentrieren zu können, sagte der Bundestagsabgeordnete Hollnagel. Bereits vor der Absage gab es Irritationen um den Parteitag. Der Landesvorstand hatte beschlossen, die Zusammenkunft unter Ausschluss der Medien stattfinden zu lassen. Das letzte Wort sollten jedoch die beim Landesparteitag anwesenden Mitglieder haben. Sie sollten darüber abstimmen, ob bei dem Parteitreffen Journalisten vor der Tür bleiben müssen.

Die AfD wollte in Oldenbüttel eine neue Parteispitze und die Nachfolge für die ehemalige Vorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein wählen. Der AfD-Bundesvorstand hatte ihr Ende Dezember die Ausübung ihres Amtes untersagt und ein Parteiausschlussverfahren initiiert. Sayn-Wittgenstein hatte für einen rechtsextremen Verein geworben, der inzwischen auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD steht.

Der Betreiber des Gasthofs hatte NDR 1 Welle Nord gesagt, nach Bekanntwerden des Veranstaltungsorts habe er mehrere Anrufe von Unbekannten erhalten. Sie hätten auf ihn eingewirkt, die Raummiete zu kündigen. Er wolle bewusst nicht von Drohungen sprechen, habe die Situation aber als beunruhigend empfunden in Deutschland.

Quelle: n-tv.de, psa/dpa

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