Politik

Weidel: Bin selbst ungeimpft AfD will gegen 2G-Regel klagen

imago0100466592h.jpg

Alice Weidel gab preis, dass sie selbst nicht geimpft sei.

(Foto: imago images/Eibner)

Noch gilt in Deutschland die 3G-Regel: Wer sich freitestet, darf am öffentlichen Leben teilnehmen. Doch was ist, wenn die 2G-Regel kommen sollte? Die AfD kündigt nun Klagen dagegen an und Fraktionschefin Weidel offenbart ihren eigenen Impfstatus. 

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel hat Klagen ihrer Partei gegen die 2G-Regel angekündigt. "Wir werden in jedem Fall gegen jegliche Diskriminierung von Ungeimpften vorgehen", sagte Weidel bei t-online. Gesunde Menschen dürften in ihren Grundrechten nicht unnötig eingeschränkt werden. Weidel selbst ist nach eigenen Angaben nicht geimpft. Sie habe den Nutzen der Impfung und Risiken durch mögliche Nebenwirkungen für sich "abgewogen", sagte sie.

Eine 2G-Regel verbietet Ungeimpften den Zutritt zu bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens - die Regel schließt nur Geimpfte oder Genesene ein. Würde die 2G-Regel deutschlandweit angewandt, blieben Ungeimpfte also weitgehend vom öffentlichen Leben ausgeschlossen. Deutschlandweit gilt zurzeit die 3G-Regel - Ungeimpfte haben also weiterhin Zutritt, wenn sie negativ getestet sind. Hamburg hat eine sogenannte 2G-Option für Publikumseinrichtungen bereits beschlossen, mehrere Bundesländer denken über eine Verschärfung nach.

Bislang übernimmt der Bund die Kosten für zwei Coronatests pro Woche. Das gilt aber nur noch bis Mitte Oktober. Danach müssten Ungeimpfte die Kosten selbst tragen. Regierungspolitiker weisen darauf hin, dass die Impfung kostenlos bleibe. Aktuell sind in Deutschland 62,0 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Das Impftempo hat allerdings in den vergangenen Wochen stark nachgelassen. Seit Wochen steigen zwar die Infektionszahlen wieder an, Geimpfte verfügen aber über einen hervorragenden Schutz auch vor der mittlerweile dominanten Delta-Variante. Patienten, die ins Krankenhaus müssen, sind ganz überwiegend ungeimpft.

Weidel und die AfD vertreten Positionen, die konträr zu denen aller anderen im Bundestag vertretenen Parteien liegen. Sie greifen Befürchtungen von Impfskeptikern auf, etwa dass durch eine mRNA-Impfung das Erbgut dauerhaft verändert werden könnte. Dafür gibt es aber keinerlei Anhaltspunkte. Die Bundesregierung, zuletzt auch wieder Kanzlerin Angela Merkel, drängen die Menschen dazu, sich impfen zu lassen. Impfen gilt als der Weg aus der Pandemie. Mediziner warnen, dass alle Ungeimpften sich über kurz oder lang mit dem Coronavirus infizieren werden.

Quelle: ntv.de, vpe/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen