Politik

Impfstoff-Vergleich mit Giftgas AfD wirft wegen Zyklon-B-Video Mitglied raus

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Der Verfassungsschutz in Österreich ermittelt gegen den AfD-Aktivisten, der vor der KZ-Gedenkstätte Mauthausen eine Covid-Impfung mit dem Einsatz des tödlichen Giftgases Zyklon B verglichen haben soll.

(Foto: picture alliance / HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com)

In der KZ-Gedenkstätte Mauthausen vergleicht ein AfD-Aktivist in einem dort gedrehten Video Corona-Impfstoffe mit dem Giftstoff Zyklon B, der in der NS-Zeit zur Massentötung von Häftlingen eingesetzt wurde. Das stuft sogar die rechte Partei als "Verbalentgleisung" ein - sie schließt den Mann nun aus.

Nach dem Vergleich von Corona-Impfstoffen mit dem von den Nazis zur Ermordung der Juden eingesetzten Giftgas Zyklon B in einem auf dem Gelände der österreichischen KZ-Gedenkstätte Mauthausen gedrehten Video durch ein AfD-Mitglied hat die Partei den Ausschluss des Manns angekündigt. Der Vorstand der AfD Bayern habe "umgehend" beschlossen, das besagte Mitglied auszuschließen und die Sache dem Landesschiedsgericht Bayern zu übergeben, erklärte der stellvertretende bayerische Landesvorsitzende Gerd Mannes in Taufkirchen.

"Wir distanzieren uns von jeglichen Vergleichen und missbräuchlicher Verwendung von Begriffen oder Begebenheiten aus der Zeit des Nationalsozialismus", erklärte Mannes. Solche "Verbalentgleisungen" stünden im Widerspruch zum Parteiprogramm der AfD und von deren "freiheitlich-demokratischer Grundausrichtung".

Bisher im Kreisverband Rosenheim für AfD aktiv

Die österreichische Polizei ermittelt in der Sache, Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Beschuldigten um Stefan Bauer, der bisher im Kreisverband Rosenheim für die AfD aktiv war, dort im vergangene Jahr auch für die AfD für den Stadtrat kandidierte, bereits wiederholt bei Demonstrationen von Corona-Gegnern als sogenannter Querdenker auftrat und Verschwörungstheorien bei Youtube verbreitete.

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Der Mann hatte nach Polizeiangaben am Samstag in der KZ-Gedenkstätte in Österreich ein Video gedreht und darin die Impfstoffe von Astrazeneca sowie Pfizer und Biontech mit Zyklon B verglichen. Er sagte zudem, er hoffe nicht, "dass irgendjemand vorhat, hier wieder Konzentrationsläger (sic) einzurichten, auch nicht für Leute, die die Impfung verweigern oder die sich nicht testen lassen wollen".

Die Leitung der Gedenkstätte meldete das Video nach eigenen Angaben den österreichischen Behörden. "Meinungsfreiheit hört dort auf, wo die Verbrechen des Nationalsozialismus verharmlost und historisch unhaltbare Vergleiche zum NS-Terrorregime gezogen werden", teilte die Leitung mit. "Diesen Missbrauch des Orts lehnen wir entschieden ab."

Quelle: ntv.de, abe/AFP

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