Politik

Gruppe "Am Boden bleiben" Aktivisten demonstrieren am Flughafen Tegel

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Die Aktivisten des Bündnisses "Am Boden bleiben" hatten am Morgen den Protest bei Twitter angekündigt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Als Teil der weltweiten Bewegung für Klimagerechtigkeit agiert die deutsche Gruppe "Am Boden bleiben". Sie ruft zu einem friedlichen Sitz-Streik gegen den Flugverkehr am Flughafen Tegel auf. Die Aktion löst einen Großeinsatz der Polizei aus.

Mit einem Großeinsatz hat die Berliner Polizei auf Klimaproteste am Hauptstadt-Flughafen Tegel reagiert. Weil dafür auch die zum Flughafen führende Autobahnausfahrt gesperrt wurde, mussten zahlreiche Passagiere aus ihren Taxis steigen und zu Fuß die letzten Meter zum Flughafen laufen. Die Protestgruppe "Am Boden bleiben" hatte zuvor versichert, keine Passagiere behindern zu wollen. Die Reaktion der Polizei nannte sie bei Twitter "absolut unnötig".

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Es kam zu Staus und Verkehrsbehinderungen. An den Bushaltestellen am Terminal bildeten sich lange Schlangen. Der Flugverkehr wurde nach Angaben der Polizei während der gesamten Zeit nicht behindert. Rund 50 Menschen demonstrierten im Hauptgebäude aus Klimaschutzgründen gegen den Flugverkehr. Weitere 80 protestierten mit etwas Abstand zu dem Terminal auf dem Flughafengelände, wie ein Polizeisprecher sagte.

Unter Auflagen gestattete die Polizei schließlich eine Kundgebung im Terminal. Die Bedingungen: Niemand durfte behindert werden, die Protestrufe sollten die Flughafendurchsagen nicht übertönen. Daran hätten sich die Demonstranten gehalten, sagte der Polizeisprecher. Die Aktivisten trugen zum Teil Pinguinkostüme und hielten Transparente hoch, auf denen zum Flugverzicht aufgerufen wurde. Am Nachmittag verließen die Aktivisten das Gebäude, hielten sich aber weiterhin davor auf.

Die Proteste hatte eine Gruppe namens "Am Boden bleiben" organisiert. Laut einer Sprecherin der Gruppe handelte sich um eine symbolische Aktion: Flugbetrieb und Passagiere sollten nicht behindert werden. "Unser Protest richtet sich gegen Flugindustrie und Politik und nicht gegen einzelne Passagiere", sagte sie. Die Gruppe fordert die sofortige Einstellung aller Inlands- und Kurzstreckenflüge sowie einen Ausbaustopp jeglicher Flughafeninfrastruktur. Zudem gehört sie zu dem globalen Netzwerk "Stay Grounded" und der weltweiten Bewegung für Klimagerechtigkeit, schreibt die Gruppe auf ihrer Internseite.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa

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