Politik

24-Stunden-Demo für Klimaschutz Aktivisten steigen Industrieverband aufs Dach

Aktivisten der Organisation Extinction Rebellion auf dem Dach der BDI-Zentrale in Berlin.

Aktivisten der Organisation Extinction Rebellion auf dem Dach der BDI-Zentrale in Berlin.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Corona-Krise hatte die Proteste von Extinction Rebellion ausgebremst. Nun wollen die Umweltschützer mit einem gleich 24 Stunden langen Protest auf den klimaschädlichen Einfluss der Industrielobby aufmerksam machen. Die Aktion erreicht ihren Höhepunkt am Haus der Deutschen Wirtschaft.

Nach mehreren Protestzügen durch Berlin am Montag haben Aktivisten der Klimaschutzbewegung Extinction Rebellion am Dienstagmorgen eine Protestaktion vor dem Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin-Mitte begonnen. Hier blockierten sie die Zentrale des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Die Aktivisten wollten damit nach eigenen Angaben auf "den klimaschädlichen Einfluss der Industrielobby aufmerksam machen".

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Zwei Teilnehmer kletterten auf das Dach des Gebäudes der BDI-Zentrale und befestigten ein Banner mit der Aufschrift "There is no economy on a dead planet" ("Es gibt keine Wirtschaft auf einem toten Planeten"). Auf einem weiteren Banner war zu lesen: "Hier sitzt die Klimaschmutzlobby". Einem Artikel der BZ zufolge ließen sich zwei der etwa 25 Umweltschützer einen Arm in eine vor dem Gebäude errichtete Stele einbetonieren. Acht weitere Aktivistinnen und Aktivisten ketteten sich an einer Holzkonstruktion vor dem Eingang der BDI-Zentrale an.

Auf einem Video, das die Organisation etwa auf Twitter verbreitete, waren Demonstranten mit Mund-Nasen-Schutz zu sehen. Die Aktion begann um 06 Uhr morgens. "Wir blockieren den BDI, weil dieser seit Jahren aktiv Klimaschutz behindert", erklärte einer der Sprecher der Organisation, Nick Holzberg. So fordere der BDI, "die Kohleverstromung künstlich am Leben zu erhalten". In 45 Städten in Deutschland sind bis zum 21. Juni weitere Aktionen geplant.

Quelle: ntv.de, khe/AFP