Politik

Unklar, ob Al-Sawahiri noch lebt Al-Kaida-Chef spricht in Video zu 9/11

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Das FBI hat auf seine Festnahme ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar ausgesetzt: Al-Kaida-Chef Al-Sawahiri in einem Screenshot aus dem September 2011.

(Foto: Reuters)

Bin Ladens Nachfolger auf dem Terror-Thron von Al-Kaida spricht in einem Video zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September. Extremismus-Experten analysieren die einstündige Rede und sind nicht sicher, ob sie aktuell ist. So erwähnt Al-Sawahiri die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan nicht.

20 Jahre nach den verheerenden Anschlägen vom 11. September hat das Terrornetzwerk Al-Kaida eine neue Videobotschaft ihres Anführers Aiman al-Sawahiri veröffentlicht. In dem über die sozialen Medien verbreiteten Film ruft Al-Sawahiri seine Anhänger dazu auf, die Staaten im Westen und ihre Verbündeten im Nahen Osten zu bekämpfen. Das rund 60 Minuten lange Video zeigt die erste Ansprache des Al-Kaida-Chefs, seitdem es Ende vergangenen Jahres unbestätigte Gerüchte über seinen Tod gegeben hatte.

Analysten sehen in der neuen Aufnahme Hinweise, dass Al-Sawahiri zumindest noch zu Beginn dieses Jahres am Leben war. So erwähne er einen Angriff auf das russische Militär im Nordwesten Syriens am 1. Januar, twitterte die Direktorin der auf Propaganda von Extremisten spezialisierten Site Intelligence Group, Rita Katz. Auch auf den Abzug des US-Militärs aus Afghanistan geht Al-Sawahiri ein. Die USA verließen das Land nach 20 Jahren Krieg "gebrochen und geschlagen", erklärt er. Kein Wort sagt er hingegen zum dortigen Vormarsch der militant-islamistischen Taliban, die mit Al-Kaida verbündet sind.

Kopfgeld von 25 Millionen Dollar

Die Anschläge vom 11. September seien "eine Verletzung", wie sie die USA niemals erlebt hätten, sagt Al-Sawahiri. Die Annäherung mehrerer arabischer Staaten an Israel bezeichnet er als "Verrat". Dabei handele es sich um einen "Kreuzzug", der von Amerika angeführt werde: "Und Israel ist eines der wichtigsten Werkzeuge dieses Kreuzzuges." Die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, der Sudan und Marokko hatten sich im vergangenen Jahr mit Israel geeinigt, ihre diplomatischen Beziehungen zu normalisieren.

Der Ägypter Al-Sawahiri ist Nachfolger von Osama bin Laden, der als Kopf der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA gilt. Bin Laden wurde 2011 in Pakistan von einer US-Spezialeinheit getötet. Die USA haben auf Al-Sawahiri ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar (rund 21 Millionen Euro) ausgesetzt. Fachleute gingen immer noch davon aus, dass er sich im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan versteckt.

Quelle: ntv.de, mau/dpa

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