Politik

Linksfraktion wählt Vorsitzende Ali will Wagenknecht beerben

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Amira Mohamed Ali sitzt seit 2017 im Bundestag.

(Foto: picture alliance/dpa)

Aus gesundheitlichen Gründen kehrt Sahra Wagenknecht der Politik den Rücken und die Linksfraktion braucht eine neue Vorsitzende. Schon am 12. November soll gewählt werden, bisher gab es nur eine Bewerberin. Nun kandidiert auch die Rechtsanwältin Amira Mohamed Ali.

Die niedersächsische Linken-Abgeordnete Amira Mohamed Ali will Fraktionschefin im Bundestag und damit Nachfolgerin von Sahra Wagenknecht werden. "Ich habe mich dazu entschieden, bei unserer Fraktionsvorstandswahl am 12. November für den Fraktionsvorsitz zu kandidieren", heißt es in einem Schreiben Alis an die Fraktionsmitglieder. Ali wird dem linken Flügel der Partei zugerechnet.

Vorher hatte bisher lediglich die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Caren Lay ihre Kandidatur erklärt. Die Nachfolgerin Wagenknechts soll am 12. November gekürt werden. Wagenknecht hatte vor einiger Zeit angekündigt, aus gesundheitlichen Gründen nicht für eine weitere Amtszeit an der Fraktionsspitze kandidieren zu wollen. Die Wiederwahl des Co-Vorsitzenden Dietmar Bartsch gilt als sicher. Mindestens einen der beiden Fraktionsvorsitzenden-Posten muss eine Frau innehaben.

In dem Brief an die Fraktionsmitglieder schreibt Ali, in "Zeiten des unsäglichen Rechtsrucks, des wachsenden Antisemitismus und Rassismus" sei es ihr sehr wichtig, "dass wir deutlich machen, auf welcher Seite wir stehen". Sie sei der Meinung, "dass Menschen, die wie ich diese Erfahrungen persönlich machen und die Fähigkeiten dazu mitbringen, politische Führungsverantwortung zu übernehmen, dies auch tun sollten".

Die Fraktion könne viel mehr erreichen, "wenn wir mehr und konsequenter miteinander arbeiten statt uns gegenseitig zu hemmen. Diese Zusammenarbeit zu fördern sehe ich als zentrale Aufgabe für den Fraktionsvorsitz", schrieb sie. Ali wurde 1980 in Hamburg geboren, lebt nach eigenen Angaben seit vielen Jahren in Oldenburg, ist Rechtsanwältin und Sprecherin der Fraktion für Verbraucher- und Tierschutz. Sie sitzt erst seit 2017 im Bundestag.

Quelle: ntv.de, mau/dpa/AFP