Terminbekanntgabe "in Kürze"Angriff abgesagt - Trump deutet Verhandlungserfolg mit dem Iran an

Neue Volte im Nahost-Krieg: Nur wenige Stunden nach neuen Drohungen und Angriffsankündigungen spricht US-Präsident Trump von einem Verhandlungserfolg. Alle beteiligten Seiten sowie mehrere Länder der Region hätten ihre Zustimmung gegeben.
US-Präsident Donald Trump hat die erst kurz zuvor angekündigten erneuten Angriffe auf den Iran wieder abgesagt. Grund sei die Tatsache, "dass die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran auf die höchste Ebene der iranischen Führung getragen und dort gebilligt wurden", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Die Gespräche und die endgültigen Punkte seien in ihrer Grundausrichtung und im Detail von allen beteiligten Parteien gebilligt worden, darunter die USA, Israel, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, die Türkei, Pakistan, Bahrain, Kuwait, Jordanien, Ägypten und andere Länder. "Die Seeblockade bleibt bis zum Abschluss dieser Transaktion in vollem Umfang in Kraft – Zeitpunkt und Ort der Unterzeichnung werden in Kürze bekannt gegeben", schrieb Trump.
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Am Aktienmarkt legten die Kurse im Zuge der Ankündigung zu. Die Ölpreise gaben spürbar nach. Trump vermeidet damit auch, dass parallel zum Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft, die auch in den USA ausgetragen wird, das Militär des Landes einen Turnierteilnehmer bombardiert.
Aus dem Iran verlautete derweil, dass bislang kein Text über ein Rahmenabkommen finalisiert worden sei. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, unter Berufung auf eine mit dem Verhandlungsteam verbundene Quelle.
Seit Wochen gab es Bemühungen um ein Rahmenabkommen über ein Ende des Krieges. Ein mögliches Abkommen würde voraussichtlich zunächst vertiefte Verhandlungen bedeuten. Zuletzt gab es keine Anhaltspunkte dafür, dass es bedeutende Annäherungen in den Hauptkonfliktpunkten zwischen den USA und dem Iran gab.
Trump schrieb weiter, die US-Seeblockade gegen iranische Schiffe und Häfen werde bis zum endgültigen Abschluss einer Vereinbarung vollständig bestehen bleiben. Die USA hatten damit auf die faktische Blockade der Straße von Hormus durch den Iran reagiert.
Erst Stunden zuvor hatte Trump schwere Angriffe auf den Iran für die Nacht angekündigt. Die USA würden das Land "sehr hart" treffen, schrieb er auf Truth Social. Er drohte Teheran außerdem damit, in nicht allzu ferner Zukunft die für Irans Ölindustrie wichtige Insel Charg sowie andere Öl-Infrastrukturpunkte zu übernehmen. Die USA würden die "vollständige Kontrolle" über Irans Öl- und Gasmärkte erlangen. Auf der Insel Charg im Persischen Golf befindet sich Irans wichtigster Ölhafen. Dort wird fast der gesamte Ölexport der Islamischen Republik umgeschlagen. Sie ist daher von strategisch großer Bedeutung.