Politik

Unbekannte verschütten Buttersäure Anschlag auf Bürgerfest für Weltoffenheit

Ein Volksfest in Sachsen-Anhalt soll ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen, einige Unbekannte haben etwas dagegen: Sie sabotieren das Fest mit übelriechender Buttersäure - nicht der erste Angriff dieser Art.

Unbekannte haben vor einem Bürgerfest gegen Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt auf dem Veranstaltungsgelände übelriechende Buttersäure verschüttet. Sie zerschlugen auf dem Kirchplatz von Gräfenhainichen bei Wittenberg mehrere Gläser mit der Flüssigkeit, wie ein Polizeisprecher in Dessau-Roßlau sagte.

Die Feuerwehr konnte den Platz rechtzeitig reinigen. Zum Bürgerfest für eine weltoffene Stadt kamen rund 200 Menschen. Sie stellten sich damit einer Demonstration von rund 150 "besorgten Bürgern" entgegen.

Erst am Donnerstag hatten Unbekannte in der Stadt eine geplante Flüchtlingsunterkunft verwüstet, indem sie die Wasserhähne in dem ehemaligen Bürogebäude öffneten. Sie hinterließen die fremdenfeindliche Botschaft "Refugees not welcome" ("Flüchtlinge nicht willkommen"). Vor einigen Wochen wurde das Wohnhaus des sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow in Leipzig mit Buttersäure attackiert.

Quelle: ntv.de, spt/dpa