Moskau beschuldigt die UkraineAttentat auf russischen General: zwei Verdächtige festgenommen

Ein Anschlag trifft Russlands Machtapparat. Nach Schüssen auf den Vize-Chef des Militärgeheimdienstes sind zwei Verdächtige gefasst. Der Haupttäter wurde dabei in Dubai festgenommen. Laut Moskau steckt der ukrainische Geheimdienst hinter der Tat.
Nach den Schüssen auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, sind zwei Verdächtige festgenommen worden. Der Täter, der die Schüsse abgab, ist demnach ein Russe mit Jahrgang 1960. Er sei in Dubai festgenommen und an Russland übergeben worden, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB. Er habe auf Anweisung ukrainischer Geheimdienste gehandelt, heißt es weiter. Der Mann soll demnach im Dezember 2025 nach Moskau gekommen sein, um einen Terrorakt auszuüben.
Ein Komplize, ein 1959 geborener Russe, wurde laut Tass in Moskau gefasst. Ein weiterer mutmaßlicher Komplize floh den Angaben nach in die Ukraine.
Alexejew war nach Behördenangaben am Freitag in einem Wohnhaus im Nordosten von Moskau angeschossen worden und kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Behörden leiteten ein Strafverfahren wegen versuchten Mordes ein. Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf Kiew bereits kurz nach der Tat eine Beteiligung vor. "Dieser Terrorakt hat erneut die Ausrichtung des Selenskyj-Regimes auf ständige Provokationen bestätigt, die wiederum darauf zielen, den Verhandlungsprozess zu untergraben", sagte Lawrow am Freitag. Die russische Führung werde darüber entscheiden, wie sich der Anschlag auf den Verhandlungsprozess auswirke.
Es ist nicht der erste Anschlag auf einen hochrangigen Militär in Russland. Russland verurteilt dies stets als Terrorismus - wie auch den von Kiew allerdings dementierten versuchten Anschlag auf eine Residenz von Kremlchef Wladimir Putin. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zuletzt seinerseits nach den verheerenden russischen Angriffen auf die Energieversorgung des Landes, durch die Millionen Menschen von der Strom- und Wärmeversorgung abgeschnitten sind, von Terrorismus gesprochen.