Politik

Sohn in New Jersey erschossen "Anti-Feminist" attackierte Richterin-Familie

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Der Sohn der Richterin wurde erschossen, nachdem er die Haustür geöffnet hatte.

(Foto: picture alliance/dpa)

Er verkleidete sich als Paketbote und eröffnete das Feuer an der Haustür: Nach dem bewaffneten Angriff auf die Familie einer US-Bundesrichterin wird ein Anwalt als Tatverdächtiger ermittelt. Doch bevor die Behörden ihn zu seinen Motiven befragen können, nimmt der 69-Jährige sich das Leben.

Nach dem bewaffneten Angriff auf die Familie einer US-Bundesrichterin in New Jersey hat die Polizei einen als "Anti-Feministen" beschriebenen Anwalt als Hauptverdächtigen identifiziert. Der Jurist namens Roy Den Hollander sei Stunden nach der Tat tot aufgefunden worden, teilten das FBI und die Staatsanwaltschaft in Newark mit.

Medienberichten zufolge brachte sich Den Hollander nach dem Angriff mit einer Pistole um. Seine Leiche sei im Bundesstaat New York gefunden worden, etwa zwei Stunden Fahrtzeit vom Tatort entfernt. Bei der Attacke im Haus von Richterin Esther Salas waren am Sonntag ihr 20-jähriger Sohn erschossen und ihr 63-jähriger Mann, ein Strafverteidiger, verletzt worden. Sie selbst blieb unversehrt.

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Der mutmaßliche Täter wurde tot aufgefunden.

(Foto: REUTERS)

Der 69 Jahre alte Verdächtige bezeichnete sich den Berichten zufolge selbst als "Anti-Feministen". Er sei für zahlreiche Klagen gegen die Rechte von Frauen sowie sexistische und teils rassistische Schriften bekannt. So verklagte er laut "New York Times" Nachtclubs, weil sie Rabatte für Frauen anboten, und die Columbia University wegen ihrer Kurse in Frauenstudien. Auf seiner Website rief Den Hollander Männer dazu auf, "für ihre Rechte zu kämpfen, bevor sie keine mehr haben".

Richterin Salas, die bei einem seiner Fälle den Vorsitz geführt habe, nannte er demnach "faul und inkompetent". Der Verdächtige habe in seinem Umfeld zudem erzählt, er sei unheilbar an Krebs erkrankt, hieß es weiter. Den Hollander soll am Sonntagnachmittag als Paketbote verkleidet am Haus der Familie in der Gemeinde North Brunswick geklingelt und das Feuer eröffnet haben, als der Sohn die Tür öffnete. Anschließend habe er auch auf den herbeigeeilten Vater geschossen. Die Richterin habe sich zu dem Zeitpunkt im Souterrain aufgehalten.

Die 51-jährige Salas ist die erste US-Bundesrichterin mit lateinamerikanischen Wurzeln im Staat New Jersey. Sie war 2010 vom damaligen Präsidenten Barack Obama für das Amt nominiert worden und trat ihren Posten 2011 an. Sie sitzt derzeit einem Verfahren vor, in dem eine Sammelklage von Investoren gegen die Deutsche Bank verhandelt wird. Die Kläger werfen der Bank vor, Finanzaktivitäten von Hochrisiko-Kunden nicht ausreichend überwacht zu haben - darunter auch jene des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, der sich nach offiziellen Angaben vergangenes Jahr in einem New Yorker Gefängnis das Leben nahm.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/AFP

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