Politik

Streit um Rauchverbot Anti-Raucher-Initiative startet Volksbegehren

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Die Anti-Raucher-Initiative will verhindern, dass in österreichischen Gaststätten weiterhin geraucht werden darf.

(Foto: picture alliance/dpa)

Was bereits in vielen europäischen Ländern gilt, sollte auch in Österreich umgesetzt werden: Ein Rauchverbot in Gaststätten. Doch die aktuelle Regierung kippt die Pläne der Vorgängerregierung. Eine Anti-Raucher-Initiative geht dagegen vor.

In Österreich hat ein Volksbegehren für einen besseren Schutz von Nichtrauchern in Gaststätten begonnen. Die Initiatoren der Ärztekammer und der Krebshilfe wollen verhindern, dass in Österreich weiterhin in abgetrennten Gasträumen geraucht werden darf.

Anlass für die Anti-Raucher-Initiative ist eine Entscheidung der rechtskonservativen Regierung aus ÖVP und FPÖ, an der bisherigen raucherfreundlichen Regelung festzuhalten. Damit wurden die ursprünglichen Pläne der Vorgängerregierung aus SPÖ und ÖVP gekippt, ab 1. Mai ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie einzuführen - so wie es in vielen europäischen Ländern aus Gesundheitsgründen bereits gilt.

Nach Angaben der Initiatoren des Volksbegehrens raucht rund ein Viertel der Österreicher. In der Vorbereitungsphase zum Volksbegehren wurden bereits mehr als 590.000 Unterschriften gesammelt, die auch weiterhin gültig sind. Da FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache zugesichert hat, ab 900.000 Unterschriften eine bindende Volksabstimmung durchführen zu lassen, will die Initiative mindestens diese Marke überspringen. Unterstützt wird sie dabei von zahlreichen Verbänden, Gewerkschaften und auch den meisten Parteien.

Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete, kommen stetig Bürger in die Rathäuser, um zu unterzeichnen. Einen besonders großen Ansturm habe es am ersten Tag des Volksbegehrens aber nicht gegeben. Österreicher können noch bis kommenden Montagabend ihre Unterschrift abgeben.

Quelle: ntv.de, msc/dpa