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Gemeinsame Übung in Den Haag Anti-Terror-Einheiten proben den Ernstfall

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Mitglieder einer Spezialeinheit proben die Festnahme eines Verdächtigen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Um besser auf Terror-Angriffe reagieren zu können, trainieren in den Niederlanden Experten aus 30 Ländern gemeinsam verschiedene Bedrohungsszenarien. Deutschland ist mit mehreren Spezialeinheiten vertreten.

Die Spezialkommandos der Polizei in Europa haben ihre bisher größte Anti-Terror-Übung begonnen. Spezialisten aus 30 Ländern trainieren in den Niederlanden gemeinsam in sieben Szenarien den Ernstfall von großen internationalen Attacken wie Geiselnahmen, Flugzeugentführungen und Bombenanschlägen. Die für mehrere Tage angesetzte Übung solle die Zusammenarbeit testen, teilte Europol in Den Haag mit. Zugleich unterzeichnete Europol mit den Polizeieinheiten von 31 Ländern Europas ein Kooperationsabkommen. 

Die enge Zusammenarbeit und Abstimmung der Sondereinheiten sei angesichts der erhöhten Terror-Gefahr und zunehmenden Bedrohung durch das organisierte Verbrechen unerlässlich, sagte Europol-Direktorin Catherine De Bolle in Den Haag. Österreichs Innenminister Herbert Kickl, der als derzeitiger EU-Ratspräsident den Vertrag unterzeichnete, sprach von einer "Kampfansage an den internationalen Terrorismus und das organisierte Verbrechen". 

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 arbeiten die Spezialkommandos Europas bereits im sogenannten Atlas-Verbund zusammen. Das Netzwerk bekommt nun seine Zentrale bei Europol. Beteiligt sind alle EU-Staaten sowie Island, Norwegen und die Schweiz. Deutschland ist mit der GSG 9 und den SEK beteiligt.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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