Politik

Gespräche bis Mitte Oktober Arbeitsgruppe soll Nachfolge für 9-Euro-Ticket aushandeln

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Wichtig für die Bürgerinnen und Bürger: Wird es 49 oder 69 Euro kosten, oder wird es gar andere Preisstaffeln geben?

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Verhandlungen von Bund und Ländern zu einer Nachfolge für das erfolgreiche 9-Euro-Ticket gehen weiter. Damit Bürgerinnen und Bürger zum 1. Januar bundesweit davon profitieren können, stellen Bund und Länder eine Einigung zu Finanzierung und Verkaufspreis bis Mitte Oktober in Aussicht.

Bund und Länder peilen bis Mitte Oktober eine Verständigung über ein Folgeangebot für das 9-Euro-Ticket im Nahverkehr an. Alle Länder hätten bekundet, dass sie sich vorstellen könnten, ein Anschlussticket mitzutragen, sagte die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, die Grünen-Politikerin Maike Schaefer aus Bremen, nach Beratungen mit Bundesminister Volker Wissing. Dazu solle nun eine Arbeitsgruppe zügige Beratungen aufnehmen. Die Länder erwarteten aber zugleich, dass dies an eine Anhebung der generellen Regionalisierungsmittel des Bundes gekoppelt ist. Mit dem Geld aus Berlin bestellen die Länder Leistungen bei den Verkehrsunternehmen.

Wissing begrüßte es, dass die Länder nun mit dem Bund ein Folgeticket zum 1. Januar 2023 einführen wollten. Dies sei ein ehrgeiziges Ziel, es brauche dafür schnelle Entscheidungen. Er hoffe, dass es bei der Verkehrsministerkonferenz am 12./13. Oktober einen Eckpunktebeschluss geben könne. Der FDP-Politiker äußerte Verständnis, dass die Länder angesichts der hohen Energiepreise eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel forderten. Dies sei noch zu klären.

Die Ampelkoalition im Bund hatte sich darauf verständigt, in einem nächsten Entlastungspaket jährlich 1,5 Milliarden Euro für ein bundesweites Nahverkehrsticket bereitzustellen - wenn die Länder mindestens ebenso viel geben. Ziel ist ein Preis zwischen 49 und 69 Euro im Monat. Das 9-Euro-Ticket hatte im Juni, Juli und August für jeweils einen Monat bundesweit Nahverkehrsfahrten in Bussen und Bahnen ermöglicht.

Regulär bekommen die Länder in diesem Jahr Regionalisierungsmittel in Höhe von 9,4 Milliarden Euro vom Bund, dazu noch eine Milliarde aus einem anderen Topf.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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