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Nach Anschlag in Neuseeland Ardern richtet Christchurch-Kommission ein

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Premierministerin Jacinda Ardern möchte für Aufklärung sorgen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem Attentat in Neuseeland, bei dem 50 Menschen starben, sind noch immer viele Fragen offen. Eine davon ist, ob das Attentat hätte verhindert werden können. Eine Kommission soll nun Antworten bringen.

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern hat eine unabhängige Untersuchung des tödlichen Anschlags auf zwei Moscheen in Christchurch angeordnet. Es müsse alles unternommen werden um herauszufinden, "wie sich dieser Terroranschlag ereignete und wie wir ihn hätten stoppen können", sagte Ardern. Die Premierministerin setzt dazu eine sogenannte königliche Kommission ein. In Neuseeland ist die britische Königin Elizabeth II. offizielles Staatsoberhaupt.

Ein australischer Rechtsextremist hatte bei Attacken auf zwei Moscheen in Christchurch am 15. März 50 Menschen erschossen. Das Blutbad sorgte international für Entsetzen. Zugleich wurde die Frage laut, ob Neuseelands Geheimdienste den Anschlag hätten verhindern können - und ob sie sich einseitig auf mögliche islamistische Gefahren konzentriert hatten.

"Eine Frage, die wir beantworten müssen, ist, ob wir mehr hätten wissen können oder müssen", sagte Ardern. Neuseeland sei zwar kein "Überwachungsstaat"; es gebe aber offene Fragen. Einer Wiedereinführung der Todesstrafe erteilte die Premierministerin eine Absage. Dem Attentäter droht wegen vielfachen Mordes lebenslang Gefängnis. Einen Termin für den Prozess gibt es noch nicht.

Quelle: n-tv.de, vck/AFP/dpa

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