Politik

IS wird weiter zurückgedrängt Assad-Truppen stehen vor Majadin

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Syrische Regierungssoldaten in Hama (Archivbild).

(Foto: imago/Xinhua)

Die Terrormiliz IS gerät auch in Syrien immer mehr in die Defensive. Nun steht ihre Hochburg Majadin im Osten des Landes vor dem Fall. Derweil forciert Russland seine Luftangriffe in dieser Gegend. Dabei sollen Zivilisten getötet worden sein.

Die syrische Armee und ihre Verbündeten stehen offenbar kurz vor der IS-Hochburg Majadin. Die Truppen seien nur noch zehn Kilometer von der Stadt entfernt, teilte die Pressestelle der mit den Soldaten von Präsident Baschar al-Assad verbündeten Hisbollah-Miliz mit.

Nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte steht die Armee sogar nur noch sechs Kilometer von der Stadt entfernt, die als derzeitiger Hauptsitz der Terroristenmiliz gilt. Nach Geheimdienstangaben hat der IS wahrscheinlich seine verbliebene Kommandostruktur und Propaganda-Mannschaft nach Majadin verlegt, nachdem er in Rakka unter Druck geriet.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle für Menschenrechte sind in der Nähe der umkämpften Stadt bei einem russischen Luftangriff mindestens 14 Zivilisten getötet worden. Demnach traf die Attacke eine Gruppe von Menschen, die auf Floßen den Euphrat überquerten. Unter den Opfern des nächtlichen Angriffs seien drei Kinder gewesen, hieß es weiter. Die Zivilisten seien auf der Flucht vor den Kämpfen gewesen, als sie angegriffen wurden.

Das 420 Kilometer östlich von Damaskus gelegene Majadin in der ölreichen Provinz Deir Essor ist eine der letzten IS-Hochburgen. Die Stadt wurde 2014 vom IS eingenommen, als die Dschihadisten weite Teile Syriens und des Iraks besetzten und ein "Kalifat" ausriefen.

Russland hat in den vergangenen Tagen seine Luftangriffe gegen die Terrormiliz in der Provinz Deir Essor verstärkt. Moskau unterstützt die syrische Regierung in ihrem Kampf gegen Aufständische.

Quelle: ntv.de, wne/rts/AFP