Politik

Tegnell: Eine Vorsichtsmaßnahme Auch Schweden stoppt Astrazeneca-Impfungen

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In Schweden wird weiter geimpft, aber erstmal nicht mehr mit dem Astrazeneca-Vakzin.

(Foto: AP)

Die Entscheidung des Gesundheitsministers, vorerst nicht mehr den Impfstoff von Astrazeneca zu verabreichen, ist umstritten - aber allein ist Spahn damit nicht. Nun stoppt ein Land das Vakzin, aus dem der Hersteller zum Teil kommt.

Nach Deutschland, Dänemark und mehreren weiteren EU-Ländern setzt auch Schweden die Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca vorsorglich aus. Man pausiere den Einsatz des Impfstoffs des britisch-schwedischen Unternehmens, bis die Untersuchung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zu vermuteten Nebenwirkungen des Mittels abgeschlossen sei, teilte die schwedische Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten mit. "Der Entschluss ist eine Vorsichtsmaßnahme", erklärte Staatsepidemiologe Anders Tegnell.

Brisant an dem Beschluss ist, dass Astrazeneca teils schwedisch ist: Der Pharmakonzern ist 1999 aus dem Zusammenschluss des schwedischen Unternehmens Astra und dem britischen Konzern Zeneca entstanden. Seinen Hauptsitz hat Astrazeneca im englischen Cambridge. Zunächst hatte Dänemark vergangene Woche den Einsatz des Präparats für vorläufig 14 Tage ausgesetzt. Mehrere weitere Länder folgten, am Montag unter anderem auch Deutschland.

Grund dafür sind Berichte über vereinzelte Fälle von Blutgerinnseln in Kombination mit niedrigen Blutplättchenzahlen, nachdem die Betroffenen zuvor mit dem Mittel von Astrazeneca gegen Covid-19 geimpft worden sind. In Schweden hat es der Gesundheitsbehörde zufolge bislang keine solche Fälle gegeben. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Impfung und Blutgerinnsel war bisher in keinem der Fälle festgestellt worden. Dies war auch in den Staaten betont worden, die die Impfungen bis zum Abschluss von Prüfungen vorsorglich ausgesetzt haben.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa

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