Politik
So stellt sich Udo Schmitz per Selfie auf der Facebook-Seite seines Ortsvereins dar.
So stellt sich Udo Schmitz per Selfie auf der Facebook-Seite seines Ortsvereins dar.(Foto: SPD Stadland / Screenshot n-tv.de)
Mittwoch, 14. Februar 2018

"Genossen da oben erden": Auch Udo Schmitz kandidiert als SPD-Chef

Ein weiteres SPD-Mitglied aus dem Norden der Republik kündigt seine Kampfkandidatur gegen die Fraktionsvorsitzende Nahles an. Udo Schmitz ist Ortsvereinsvorsitzender in Stadland bei Bremerhaven. Der Rechtsanwalt sieht die SPD "im freien Fall".

Nach der Bürgermeisterin von Flensburg und einem Berufsschullehrer aus Dithmarschen hat sich ein weiteres SPD-Mitglied um den Parteivorsitz beworben: Udo Schmitz, Rechtsanwalt aus Stadland bei Bremerhaven, kündigte in einem Brief an den SPD-Vorstand seine Gegenkandidatur zu Andrea Nahles angekündigt.

Er könne nicht mit ansehen, "wie der komplette Parteivorstand die SPD im freien Fall abstürzen lässt", heißt es in dem Schreiben des 59-Jährigen. "Anscheinend habt Ihr komplett jegliche Form von Bodenhaftung verloren." Die Geschehnisse der letzten Monate "spotten jeglicher Beschreibung".

Schmitz ist ehemaliger Mitarbeiter verschiedener SPD-Politiker wie Hans-Jochen Vogel und Renate Schmidt. "Es müssen noch viel mehr aufstehen und die Genossen da oben erden", sagte er. "Der Fisch fängt immer am Kopf an zu stinken, deswegen muss man da oben anfangen."

Unterstützung von der Niedersachsen-SPD hat Schmitz für seine Kandidatur übrigens keine. "Der Landesverband unterstützt Andrea Nahles", sagte der Sprecher der Landes-SPD, Axel Rienhoff.

Neben seiner Bewerbung als Bundesvorsitzender beantragte Schmitz zugleich, die SPD-Satzung zu ändern. Seinem Vorschlag zufolge soll sich jeder Kandidat auf den Parteivorsitz obligatorisch einer Befragung durch die Mitglieder stellen, um sich auf einem Bundesparteitag zur Wahl stellen zu dürfen.

Quelle: n-tv.de