Politik

Hacker zielen auf IT-Systeme BSI fürchtet Angriffe auf Bundestagswahl

0ce86f80fb0e0ec9a6d3ccf25f097853.jpg

Sicherheitexperten befürchten, dass Angreifer versuchen könnten, das Vertrauen in den Wahlvorgang gezielt zu untergraben.

(Foto: dpa)

In Deutschland wird bei der Bundestagswahl auf Papier abgestimmt - dennoch warnen Experten vor Hackerangriffen. Kriminelle könnten vertrauliche Daten abgreifen, zudem fürchtet das zuständige Bundesamt, dass Zweifel am Wahlausgang gesät werden könnten.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor Hackerangriffen auf die Bundestagswahl. BSI-Präsident Arne Schönbohm sagte dem "Spiegel", Kriminelle könnten versuchen, an vertrauliche Daten von Kandidaten und Parteien zu gelangen. Daneben sei die größte Gefahr, dass "Täter versuchen könnten, IT-Systeme anzugreifen, die für die Wahl verwendet werden".

Insbesondere befürchtet Schönbohms Behörde demnach, dass Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Wahlergebnisses gesät werden könnten - ähnlich wie es nach den US-Präsidentschaftswahlen im vergangenen November der Fall war, als der Ruf nach Nachauszählungen laut wurde.

Deutschland sei durch die Abstimmung auf Papierzetteln zwar besser geschützt. Doch auch nach der Bundestagswahl könnten "Täter versuchen, das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Wahl zu beeinträchtigen, indem sie falsche Behauptungen über angebliche Unregelmäßigkeiten streuen", sagte der BSI-Präsident.

Die Behörde habe sich deshalb vorbereitet, betonte Schönbohm: "Unabhängig von der Risikoeinschätzung Dritter hat das BSI seine Lagebeobachtung bis zum Abschluss der Bundestagswahl 2017 intensiviert und hält erweiterte Krisenreaktionskapazitäten für eventuelle Vorfälle bereit."

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, jgu/AFP

Mehr zum Thema