Politik

Hoher Posten im Auswärtigen Amt Baerbock gibt Greenpeace-Chefin wohl neuen Job

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Holt sich eine der prominentesten Klimaaktivistinnen ins Auswärtige Amt: Außenministerin Annalena Bearbock.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Seit knapp zwei Jahrzehnten ist Jennifer Morgan als Klimaaktivistin tätig und leitet seit 2016 Greenpeace International. Nun holt Außenministerin Baerbock sie Berichten zufolge ins Auswärtige Amt. Doch bevor sie ihre neue Stelle antritt, braucht sie die deutsche Staatsbürgerschaft.

Außenministerin Annalena Baerbock will offenbar Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan ins Auswärtige Amt holen. Das berichtet der "Spiegel" und beruft sich auf eine Beschlussvorlage für das Bundeskabinett. Der Agentur Reuters wurde die Personalie aus Regierungskreisen bestätigt. Demnach soll Morgan zunächst Sonderbeauftragte für Internationale Klimapolitik werden, bevor sie einen Posten als Staatssekretärin im Auswärtigen Amt bekommt. Das sei noch nicht sofort möglich, weil die 55-Jährige US-Staatsbürgerin ist. Sie soll verbeamtet werden, sobald sie die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen bekommen hat. Ein entsprechender Antrag werde derzeit bearbeitet, berichtet der "Spiegel" weiter.

Bereits am morgigen Mittwoch soll das Bundeskabinett die Personalie absegnen. Anschließend wolle Baerbock ihre neue Mitarbeiterin auf einer Pressekonferenz offiziell vorstellen. Laut der Kabinettsvorlage soll die Klima-Beauftragte zunächst ein außertarifliches Gehalt in Höhe der Beamtenbesoldungsstufe B6 (10.289 Euro monatlich) erhalten. Zusätzlich soll sie die Differenz von etwa 4500 Euro monatlich zur eigentlichen Bezahlung einer Staatssekretärin bekommen, die mit B11 besoldet werden.

Morgan kennt die Außenministerin von vielen Weltklimakonferenzen, die Baerbock als Grünen-Klimapolitikerin besucht hat. Nach dem Wechsel ins Staatsamt soll Morgan dem Bericht zufolge eine Unterabteilung des Auswärtigen Amts leiten. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit werde etwa auf der Vertretung Deutschlands bei den Weltklimakonferenzen liegen. Die UNO plant das nächste Treffen Ende November in Scharm El-Scheich in Ägypten. Zudem gehöre die Leitung der Internationalen Klimainitiative Deutschlands zu Morgans künftigen Aufgaben. Die internationale Klimapolitik ist unter der Ampel-Regierung vom Umweltministerium ins Auswärtige Amt gewechselt.

Morgan war nach ihrem Politik- und Germanistik-Studium ab 1994 unter anderem für das Climate Action Network, den Umweltverband WWF und die Klima-Denkfabrik E3G tätig. Sowohl unter US- als auch unter EU-Klimapolitikern ist sie offenbar gut vernetzt. An die Spitze von Greenpeace International stieg Morgan 2016 auf. Die leitende Position teilt sie sich mit dem Neuseeländer Bunny McDiarmid.

Quelle: ntv.de, lve/rts

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