Politik

Ähnlich wie "WhatsApp" Bayerns Polizei führt Messenger-Dienst ein

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Polizisten sollen künftig besser Daten austauschen können.

(Foto: imago/Sebastian Widmann)

Die bayerische Polizei führt auf ihren Mobiltelefonen ein neues "Messenger"-Programm ein. Damit sollen Beamte bei Großeinsätzen schneller Video- und Datenmaterial austauschen können. Das soll etwa bei Großeinsätzen hilfreich sein.

Polizisten in Bayern sollen künftig bei größeren Einsätzen schneller Fotos, Videos und andere Dateien untereinander austauschen können. Daher will das Land alle Polizeistreifen mit speziellen Mobiltelefonen ausstatten. Die Geräte verfügen über ein "Messenger"-Programm, mit dem die Beamten sekundenschnell zum Beispiel Bilder von gesuchten oder vermissten Personen übermitteln oder Einsatzbefehle abrufen können. Bislang mussten Bilder in der Regel zunächst in den Dienststellen eingescannt werden.

Der von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in Nürnberg vorgestellte neue "Polizei-Messenger" ähnelt in den Funktionen dem Kurzmitteilungsdienst "WhatsApp". Das System sei aber nach außen abgeschottet und entspreche den Datenschutzrichtlinien.

Die neue Kommunikationstechnik soll in den kommenden Monaten im Einsatzgebiet des Polizeipräsidiums Mittelfranken erprobt werden. Anschließend ist eine flächendeckende Auslieferung geplant. 2018 solle jeder Streifenwagen damit ausgerüstet sein, teilte das Ministerium mit. Bayern sei damit unter allen Bundesländern Vorreiter, erklärte der CSU-Minister.

Quelle: ntv.de, sgu/dpa