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Verhandlungsführer im VisierBericht: USA warnten Iran vor israelischen Attentatsplänen

03.07.2026, 15:22 Uhr
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Der iranische Außenminister Seyyed Abbas Araghtschi. (Foto: picture alliance/dpa/KEYSTONE)

Einem Bericht zufolge vermuten US-Beamte im Frühjahr, dass Israel die obersten iranischen Verhandlungsführer töten will. Die Attentate hätten die Gespräche über ein Abkommen mit Teheran erheblich erschwert.

Nach indirekten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran in Katar haben sich beide Seiten auf eine Fortsetzung der Beratungen verständigt. Ein Abkommen hängt angesichts neuer Spannungen in der Straße von Hormus allerdings am seidenen Faden. Wie die "Washington Post" berichtet, haben die USA den Iran sogar vor israelischen Anschlagsplänen auf die iranischen Verhandler gewarnt, um ein Abkommen nicht zu gefährden. Die Zeitung beruft sich auf aktuelle und ehemalige Beamte, die mit der Angelegenheit vertraut sind.

Dem Bericht zufolge hatte Israel vor, den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi und Bagher Ghalibaf, den Parlamentspräsidenten des Landes, im Frühjahr ermorden zu lassen. "Wenn man diese Leute tötet, tötet man damit die Pragmatiker", sagte ein US-Beamter der "Washington Post". Wie die "New York Times" berichtet, war die Tötung hochrangiger iranischer Führungskräfte von Kriegsbeginn an Teil der israelischen Strategie. Doch die Besorgnis der US-Regierung hinsichtlich der gezielten Tötung der iranischen Amtsträger habe sich während der heiklen Waffenstillstandsverhandlungen zugespitzt.

Der Schritt verdeutliche die unterschiedlichen Kriegsziele der USA und Israels, sagte Aaron David Miller, ein ehemaliger Beamter des Außenministeriums der "Washington Post". Man würde zudem die "grundsätzliche Entschlossenheit des israelischen Ministerpräsidenten erkennen, jegliche Verhandlungen, die die USA möglicherweise abschließen könnten, zu untergraben."

Als die Vereinigten Staaten und Israel am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begannen, tötete Israel zahlreiche politische und militärische Führer des Iran, darunter auch den obersten Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, während sich das US-Militär darauf konzentrierte, die Seestreitkräfte und die Raketenkapazitäten des Iran zu schwächen.

Der Iran hat heute die öffentliche Aufbahrung des getöteten geistlichen Oberhaupts begonnen. Kleriker, Regierungsvertreter, ausländische Würdenträger und Trauernde erwiesen dem 37 Jahre lang Amtierenden in einer großen Gebetshalle in Teheran die letzte Ehre. Mit einwöchigen Massenprozessionen will die Führung nach dem vier Monate langen Krieg öffentliche Loyalität zur Islamischen Republik demonstrieren.

Quelle: ntv.de, mba

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