Politik

SPD und Grüne liegen gleichauf Berlin erlebt Kopf-an-Kopf-Duell ums Rathaus

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Doppelte Giffey: Die frühere Bezirksbürgermeisterin von Neukölln will den ganzen Stadtstaat regieren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Parallel zur Bundestagswahl stimmen die Berliner auch über das Abgeordnetenhaus ab. Ex-Bundesfamilienministerin Giffey will für die SPD das Rote Rathaus verteidigen. Ihre Grünen-Konkurrentin Jarasch hat ebenfalls gute Aussichten, trotz geringen Bekanntheitsgrads.

Eine neue Umfrage gut sechs Wochen vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl sieht SPD und Grüne gleichauf. Bei der repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Portals "Der Hauptstadtbrief" kamen beide Parteien auf jeweils 21 Prozent. Es folgen die CDU mit 17 Prozent, die Linke mit 14 Prozent, die AfD mit 10 Prozent und die FDP mit 7 Prozent. Auf sonstige Parteien entfallen zusammen 10 Prozent.

Damit hätte Rot-Rot-Grün weiterhin eine satte Mehrheit. Rechnerisch möglich wäre aber im Abgeordnetenhaus auch eine Koalition von SPD, CDU und FDP oder von Grünen, CDU und FDP. Das erscheint aber einigermaßen unwahrscheinlich. Trotz regelmäßig auftretender Konflikte betrachtet sich das Dreierbündnis als erfolgreich. Zuletzt hatten in Umfragen unterschiedlicher Institute lange Zeit die Grünen vorne gelegen, zwischenzeitlich auch mal die CDU.

Giffey statt Müller

Bei den Popularitätswerten kommt in der aktuellen Befragung wie bei anderen Umfragen SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey am besten weg. Bei einer Direktwahl für das Amt des Regierenden Bürgermeisters, die es allerdings nicht gibt, könnte die als Bezirksbürgermeisterin von Neukölln bekannt gewordene Brandenburgerin demnach mit 35 Prozent der Stimmen rechnen. Auf Grünen-Spitzenfrau Bettina Jarasch entfallen 16 Prozent. Die bisherige Abgeordnete hatte wie Kanzlerkandidatin Baerbock noch kein Regierungsamt inne. Auf den CDU-Spitzenkandidaten Kai Wegner, der aus dem Bundestag in die Landespolitik wechselt, entfallen 13 Prozent.

Der amtierende Regierende Bürgermeister Michael Müller tritt bei der Bundestagswahl als Spitzenkandidat der Berliner SPD an. Er will sich im Parlament unter anderem um das Thema Bauen und Wohnen kümmern. In Berlin steht das Thema zusätzlich zur Bundestags-, Abgeordnetenhaus- und Bezirkswahl zur Abstimmung: Der Volksentscheid "Deutsche Wohnen enteignen" fordert Wohnungskonzerne ab einer Zahl von 3000 Wohnungen gegen Entschädigung zu enteignen.

Quelle: ntv.de, shu/dpa

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