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Reisefreiheit für Geimpfte Berlin möchte über EU-Impfpass reden

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In Israel ist der grüne Corona-Impfpass bereits gelebter Alltag.

(Foto: picture alliance/dpa/POOL Yediot Ahronot/AP)

In Israel sinkt die Verbreitung des Coronavirus durch Geimpfte. Das ist "eine ganz großartige Nachricht", sagt Deutschlands Europa-Staatsminister Roth. An einen europäischen Impfpass geknüpfte Reiseerleichterungen stehen damit wieder zur Debatte.

Die Bundesregierung ist offen für neue Gespräche über ein EU-Impfzertifikat und daran geknüpfte Reiseerleichterungen. Hintergrund ist eine Studie aus Israel zur geringen Verbreitung des Coronavirus durch Geimpfte. Die Untersuchung sei "eine ganz großartige Nachricht", sagte Europa-Staatsminister Michael Roth vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen. Es sei damit klar, dass die EU das Thema Impfzertifizierung bald "noch einmal auf die Tagesordnung" setzen müsse.

Dabei müsse es um eine gemeinsame Herangehensweise gehen, was der Status als Geimpfter "für die Mobilität in der Europäischen Union" bedeute, sagte Roth. Vor allem stark vom Tourismus abhängige EU-Länder wie Griechenland werben seit Wochen dafür, Geimpften bald das Reisen wieder zu ermöglichen.

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Diese Forderungen waren von anderen EU-Staaten aber bisher als verfrüht kritisiert worden. Dabei wurde insbesondere darauf verwiesen, dass derzeit nur geringe Teile der Bevölkerung geimpft sind und damit "Privilegien" für Geimpfte entstehen könnten, wenn diese etwa reisen oder Restaurants besuchen könnten.

Impfzertifikate "auch für Deutschland wichtig"

Eine unveröffentlichte Studie aus Israel zeigt nun nach Medienberichten, dass der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer zu fast 90 Prozent die Übertragung des Virus auf andere verhindert. Die Untersuchung basiert auf Daten von mehr als 1,7 Millionen Geimpften.

Roth sagte, Impfzertifikate könnten nicht nur für Tourismusländer wichtig werden, sondern auch "für uns in Deutschland". Er bekräftigte aber, dass zur Nutzung für Erleichterungen ein "signifikanter Anteil" der Bevölkerung geimpft sein sollte. Auch die EU-Kommission hatte Mitte Januar darauf verwiesen, dass es keine unterschiedliche Behandlung bestimmter Gruppen bei Reiseerleichterungen geben dürfe.

Die EU-Europaminister bereiten derzeit den Video-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag und Freitag vor. Im Zentrum der Beratungen steht erneut ein gemeinsames Vorgehen in der Corona-Pandemie. Neben der Ausbreitung von Virus-Mutationen und deshalb unter anderem von Deutschland eingeführten Grenzkontrollen steht Diplomaten zufolge auch die Frage auf der Agenda, ob Impfzertifikate genutzt werden sollten oder nicht.

Quelle: ntv.de, chr/AFP