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Razzia im Umfeld von Anis Amri Berliner Polizei geht gegen Islamisten vor

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(Foto: dpa)

Im Rahmen von Ermittlungen gegen Islamisten durchsucht die Polizei in Berlin mehrere Gebäude. Die Verdächtigen sollen aus dem Umfeld von Anis Amri stammen, dem Weihnachtsmarkt-Attentäter vom Berliner Breitscheidplatz.

In Berlin läuft seit dem frühen Morgen eine Razzia gegen Islamisten und Gefährder. Hintergrund der Durchsuchungen sind laut Generalstaatsanwaltschaft Ausreisen in das Herrschaftsgebiet der Terrormiliz Islamischer Staat. Die Verdächtigen sollen kürzlich aus Syrien nach Deutschland zurückgekehrt sein. Die Durchsuchungen dauern weiter an, twitterte die Staatsanwaltschaft.

Wie die Zeitungen "B.Z." und "Bild" berichten, handelt es sich um Verdächtige aus dem Umfeld des Attentäters vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri. Eine Polizeisprecherin bestätigte polizeiliche Maßnahmen in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft. Weitere Hintergründe und Details nannte sie nicht.

Laut "Bild" wurden sieben Wohnungen durchsucht sowie andere Objekte, darunter ein Hotel. Das SEK nahm demnach mehrere Verdächtige fest. Die Polizei twitterte, die "motivierte und professionelle Ermittlungsarbeit" der Kollegen vom Staatsschutz des Landeskriminalamtes habe die Durchsuchungen ermöglicht.

Am 19. Dezember 2016 war Amri war mit einem gestohlenen Laster in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast. Bei dem bislang schwersten islamistischen Anschlag in Deutschland waren zwölf Menschen getötet und annähernd 100 Menschen verletzt worden. Amri wurde einige Tage später auf der Flucht von italienischen Polizisten erschossen.

Im Oktober hatte die Berliner Polizei bei einer Razzia gegen Islamisten mehrere Waffen und 20.000 Schuss Munition beschlagnahmt sowie einen Verdächtigen festgenommen. Es habe Anlass zur Besorgnis gegeben, dass die Waffen "für Anschläge genutzt werden könnten", hieß es.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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