Politik

Bundesanwaltschaft erhebt Anklage Berliner soll für IS Sprengfallen gebaut haben

249d91dcf93beb5d13aa9bdbb405f419.jpg

Ein Rebellenkämpfer bereitet an einer Straße nahe Idlib die kontrollierte Sprengung einer Sprengfalle vor.

(Foto: REUTERS)

Im Herbst 2015 kommt ein Berliner zurück nach Deutschland, der fast ein Jahr in der IS-Hochburg Rakka gelebt haben soll und wird festgenommen. Nun wird er angeklagt: Er soll für den IS garbeitet haben.

Der Generalbundesanwalt hat Anklage gegen einen 32-jährigen Deutschen erhoben, der sich in Syrien der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben soll. Wie die Bundesanwaltschaft mitteilte, wurde der Angeklagte Ali R. nach seiner Rückkehr im November des vergangenen Jahres auf dem Münchener Flughafen festgenommen. Seither befindet er sich demnach in Untersuchungshaft.

Der mutmaßliche IS-Unterstützer wohnte zuletzt in Berlin. Ende November 2014 reiste den Angaben zufolge zunächst seine Ehefrau heimlich mit den drei gemeinsamen Kindern in die IS-Hochburg Rakka in Syrien. Um seine Kinder wiederzubekommen, sei Ali R. einen Monat später mit Hilfe von Schleusern ebenfalls nach Syrien gereist, wo er sich dem IS angeschlossen habe.

Für die Dschihadistenmiliz arbeitete er der Erklärung der Bundesanwaltschaft zufolge zunächst in der Verwaltung und betreute neue Rekruten. Zudem habe der 32-Jährige eine Schusswaffenausbildung erhalten. Ab Mai 2015 sei er dann im Bereich Waffenbau eingesetzt gewesen und habe Zündauslösevorrichtungen für Sprengfallen hergestellt. Ende Oktober 2015 kehrte der Angeschuldigte mit seinen Kindern nach Deutschland zurück und wurde festgenommen.

Quelle: ntv.de, bdk/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen