Politik

Erste Rede an Europäer Biden: Partnerschaft mit Europa ist "Grundpfeiler"

Der neue US-Präsident Biden reicht den Europäern die Hand: Die USA seien wieder zur Zusammenarbeit entschlossen. Zugleich rief er dazu auf, die Demokratie zu verteidigen. Im Ringen mit autokratischen Systemen befinde sich die Welt an einem historischen Punkt.

US-Präsident Joe Biden hat die Partnerschaft der Vereinigten Staaten mit Europa als den "Grundpfeiler" der amerikanischen Außenpolitik bezeichnet. "Amerika ist zurück", sagte Biden in einer Videoschalte der Münchner Sicherheitskonferenz. Die USA und Europa würden eng zusammenarbeiten, um sich den gemeinsamen globalen Herausforderungen zu stellen, sagte Biden.

"Ich weiß, die vergangenen Jahre haben unser transatlantisches Bündnis belastet und auf die Probe gestellt. Aber die Vereinigten Staaten sind entschlossen, wieder mit Europa zusammenzuarbeiten", sagte Biden. Ein freies, wohlhabendes und friedliches Europa sei weiterhin ein Kerninteresse der Vereinigten Staaten.

Bidens Vorgänger Donald Trump hatte internationale Verträge gekündigt, den Vorteil des eigenen Landes zur Maxime gemacht und Verbündete reihenweise verprellt. Auch das Verhältnis zu Deutschland wurde unter Trump zunehmend frostig. Der neue US-Präsident will nun einen Kurswechsel einleiten. Er setzt sich für die Rückkehr in internationale Organisationen und Abkommen ein und will wieder stärker mit den traditionellen US-Verbündeten zusammenarbeiten.

In seiner Rede war Biden ferner zur Bewältigung großer Herausforderungen wie der Corona-Pandemie für eine Stärkung der Demokratie. Die Welt befinde sich im Wettstreit zwischen autokratischen Herrschaftsformen und der Demokratie an einem "Wendepunkt". Die Demokratie sei "der beste Weg", die Chancen der Zukunft zu nutzen, und müsse sich daher als Regierungsform durchsetzen. "Wir müssen zeigen, dass Demokratien noch gut für unsere Menschen sind", sagte der US-Präsident. "Demokratie passiert nicht zufällig. Wir müssen sie verteidigen, stärken und erneuern." Solange die demokratischen Staaten zusammenarbeiteten, könnten sie jeder Herausforderung und jedem Rivalen begegnen.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa