Politik

Klimaschutz als Wahlkampfthema Biden kündigt Zwei-Billionen-Programm an

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Für Biden ist der Klimawandel das große Thema. Er kündigt an, als US-Präsident dafür zu sorgen, dass die USA dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 treu bleiben werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Coronavirus-Pandemie? Konjunkturkrise? Arbeitslosigkeit? Krankenversicherung für alle? Für den designierten US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden ist ein anderes Thema noch wichtiger: der Klimaschutz. Dafür stellt er ein Monster-Investitionsprogramm in Aussicht.

Der designierte US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden will mit einem Mammutprogramm den Klimawandel bekämpfen. Im Falle seines Wahlsieges wolle er innerhalb von vier Jahren insgesamt zwei Billionen Dollar - etwa 1,75 Billionen Euro - für die klimafreundliche Umgestaltung der US-Energieversorgung ausgeben, kündigte der frühere Vizepräsident an. Durch das Programm solle der Weg dafür geebnet werden, dass der US-Energiesektor bis zum Jahr 2035 keine Kohlendioxid-Belastung des Klimas mehr verursache.

In seiner Ansprache in Wilmington im Bundesstaat Delaware kündigte Biden auch erneut an, dass die USA im Falle seines Wahlsiegs dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 treu bleiben würden. Mit seinen Ankündigungen setzte sich der designierte Präsidentschaftskandidat der oppositionellen Demokraten scharf von Amtsinhaber Donald Trump ab. Dieser hat dem Pariser Abkommen den Rücken gekehrt und Umweltschutzregularien aufweichen lassen.

Trump: Bidens Programm "vernichtet" US-Wirtschaft

Es gebe heute "kein folgenreicheres" Problem als den Klimawandel, sagte Biden. Die Umwandlung des Energiesektors werde der "größte Auslöser" für die Schaffung von Jobs und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der USA "im 21. Jahrhundert" werden.

Trump entgegnete, Bidens Klimaprogramm würde "die US-Wirtschaft vernichten". Der Demokrat habe einen "scharf linksgerichteten Kreuzzug gegen amerikanische Energie" gestartet, sagte der Präsident, der auf die fossilen Energieträger setzt.

Die Präsidentschaftswahlen finden am 3. November statt. Biden steht als Herausforderer Trumps de facto fest, wenn auch seine formelle Nominierung durch einen Parteitag der Demokraten noch aussteht. In den Vorwahlen der Partei hatte sich der frühere Stellvertreter von Ex-Präsident Barack Obama klar durchgesetzt.

In der vergangenen Woche hatte Biden bereits ein 700 Milliarden Dollar schweres Konjunkturpaket vorgestellt, mit dem die von der Corona-Pandemie schwer getroffene US-Wirtschaft angekurbelt werden soll.

Quelle: ntv.de, bad/AFP