Politik

Nach Hassverbrechen in Buffalo Biden sagt "Inlandsterrorismus" den Kampf an

Trauernde versammeln sich zu einer Mahnwache für die Opfer des Anschlags im TOPS-Supermarkt in Buffalo, New York

Trauernde versammelten sich zu einer Mahnwache für die Opfer des Anschlags im TOPS-Supermarkt in Buffalo.

(Foto: REUTERS)

Ein rassistischer Amoklauf in Buffalo erschüttert die USA. Präsident Biden erklärt, man werde alles tun, um "den durch Hass geschürten Inlandsterrorismus zu beenden". Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses Pelosi pocht auf strengere Waffengesetze.

US-Präsident Joe Biden hat nach den tödlichen Schüssen rassistischem Hass den Kampf angesagt. "Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um den durch Hass geschürten Inlandsterrorismus zu beenden", erklärte Biden. Man müsse nun noch mehr über das Motiv erfahren, aber ein "rassistisch motiviertes Hassverbrechen" sei abscheulich für das Land. "Jeder Akt des inländischen Terrorismus, einschließlich eines Akts, der im Namen einer widerwärtigen weißen nationalistischen Ideologie verübt wird, steht im Widerspruch zu allem, wofür wir in Amerika stehen", erklärte der US-Präsident.

Auch die demokratische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, bewertet den Anschlag als "Inlandsterrorismus". Dieses Thema brauche größere Aufmerksamkeit, sagte Pelosi dem Sender CNN. Zentral im Kampf gegen solche Verbrechen seien auch strengere Waffengesetze.

Die Gouverneurin des Bundesstaates New York, Kathy Hochul, sagte, dass sich rassistisches Gedankengut in sozialen Netzwerken wie "ein Virus" oder "Lauffeuer" ausbreite. "Diese Theorien, die zur Radikalisierung eines jungen Menschen führen, der in seinem Haus sitzt, sind zutiefst beängstigend. Und das ist etwas, um das wir uns kümmern müssen", sagte die Gouverneurin.

Ein Schütze hatte am Samstag in der Stadt Buffalo im Bundesstaat New York das Feuer eröffnet und mindestens zehn Menschen getötet. Die Mehrzahl der Opfer war schwarz. Die Ermittler gehen von einem rassistischen Motiv aus. Sie untersuchten ein im Internet aufgetauchtes ideologisches Manifest des Tatverdächtigen, in dem der 18-Jährige rassistisches Gedankengut äußert.

Quelle: ntv.de, mbu/dpa

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