Politik

Anschläge auf Busbahnhöfe Boko Haram schlägt in zwei Ländern zu

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Die nigerianische Armee verkündete zuletzt Erfolge im Kampf gegen Boko Haram. Doch die tödlichen Anschläge der Terrorsekte reißen nicht ab.

(Foto: AP)

Mindestens 30 Menschen sterben bei Anschlägen in den Nachbarländern Nigeria und Kamerun. Zwar bekennt sich zunächst niemand zu den Angriffen, doch der Verdacht fällt schnell auf die Islamisten von Boko Haram.

Mutmaßliche Mitglieder der Terrorgruppe Boko Haram haben im Nordosten Nigerias und im Nachbarland Kamerun erneut Dutzende Menschen getötet. Bei Bombenanschlägen auf zwei Busbahnhöfe in der nigerianischen Stadt Gombe starben nach Angaben des Roten Kreuzes mindestens 30 Menschen. Weitere 105 Menschen seien verletzt worden, sagte Abubakar Yakubu, ein Rot-Kreuz-Mitarbeiter, der nigerianischen Nachrichtenagentur NAN. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

Ein Anwohner sprach unter Berufung auf die Notfallagentur Nema sogar von 53 Todesopfern. Die Zahl könne noch weiter steigen, sagte er. Die Täter hätten den Sprengstoff auf den Busbahnhöfen versteckt und am Mittwochabend ferngezündet, fügte Chafe hinzu. Wären die Bomben tagsüber explodiert, hätte es wahrscheinlich noch viel mehr Opfer gegeben.

Hinter den Anschlägen wird die islamistische Terrorgruppe Boko Haram vermutet. Erst in der vergangenen Woche waren kurz vor dem Ende des Fastenmonats Ramadan mehr als 40 Menschen bei einem Anschlag auf einen Markt in Gombe getötet worden.

Bislang 14.000 Todesopfer

Ebenfalls am Mittwoch hatten zwei Selbstmordattentäter im Norden Kameruns elf Menschen mit in den Tod gerissen. 32 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der Präsident des Landes, Paul Biya, mit. Er verurteilte die Anschläge, die sich auf einem Markt und in einem Wohnviertel der Stadt Maroua in der Region Hoher Norden ereignet hatten.

Es gilt als wahrscheinlich, dass ebenfalls Boko Haram hinter diesen Anschlägen steckt. Die islamistischen Extremisten verüben immer wieder Anschläge in Nachbarländern Nigerias, so auch in Kamerun. Das westafrikanische Land unterstützt Nigeria im Kampf gegen die Terroristen. Die Gruppe, die sich inzwischen der Terrororganisation Islamischer Staat angeschlossen hat, will im Norden Nigerias einen sogenannten Gottesstaat errichten. Sie hat seit 2009 Schätzungen zufolge mindestens 14.000 Menschen getötet.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa