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Vergeltung bei C-Waffen-Einsatz Bolton: Syrien soll US-Abzug nicht ausnutzen

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US-Soldaten im Norden Syriens: Bald sind die dort herrschenden Kurden auf sich allein gestellt.

picture alliance/dpa

Die USA warnen den syrischen Präsidenten Assad davor, nach dem geplanten Rückzug des US-Militärs Chemiewaffen gegen seine Gegner einzusetzen. Wie in der Vergangenheit auch würden die USA darauf eine "sehr schwerwiegende Antwort" geben.

Die USA drohen Syrien mit Vergeltung, sollte das Land den geplanten Abzug des US-Militärs für einen Einsatz von Chemiewaffen ausnutzen. Die USA hätten in dieser Hinsicht ihre Haltung nicht geändert, sagte der Nationale Sicherheitsberater, John Bolton.

Er äußerte sich vor Journalisten auf dem Flug nach Israel. "Und es gibt absolut keine Änderung in unserer Position, dass jeder Einsatz von Chemiewaffen eine sehr schwerwiegende Antwort nach sich zöge, so wie wir es bereits zwei Mal getan haben." Das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad solle sich in dieser Frage keiner Illusion hingeben. Die Planung des Abzugs des US-Militärs aus Syrien bedeute keinesfalls, dass die US-Regierung einen Einsatz von Chemiewaffen durch die syrische Führung weniger strikt ablehne.

US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember den Rückzug der knapp 2000 US-Soldaten aus Syrien angekündigt und dies damit begründet, dass die radikal-islamische IS-Miliz geschlagen sei. Die plötzliche und auch in den USA umstrittene Entscheidung trug dazu bei, dass Verteidigungsminister Jim Mattis seinen Rücktritt einreichte. Es wird erwartet, dass der US-Abzug mehrere Monate in Anspruch nehmen wird.

Insider: Kein Zeitplan für Abzug

Einen Zeitplan für den Abzug der US-Truppen gibt es aber wohl noch nicht, wie am Samstag aus Kreisen des Außenministeriums der USA bekannt wurde. Der Rückzug solle so über die Bühne gehen, dass die USA zusammen mit ihren Partnern weiterhin Druck auf die Extremisten-Miliz IS ausüben könnten, sagte ein Insider gegenüber Reuters. Es dürfe kein Raum für den Islamischen Staat (IS) entstehen.

Allerdings wollten die USA auch nicht auf unbestimmte Zeit in dem Bürgerkriegsland bleiben. Dort hatte der IS - wie auch im Irak - zeitweise ganze Regionen unter seine Kontrolle bekommen, wurde zuletzt aber deutlich zurückgedrängt.

Quelle: n-tv.de, kst/rts

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